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Neue Sozialstation setzt auf Palliativpflege

Jüterbog Neue Sozialstation setzt auf Palliativpflege

Das Johannische Sozialwerk will den Bedarf an Palliativ-Pflege in Jüterbog mit einer neuen Einrichtung decken. Die vierte Sozialstation des Johannischen Sozialwerks eröffnet am 1. Oktober in der Jüterboger Schlossstraße. Bereits im Frühjahr soll die Einrichtung um eine Tagespflege erweitert werden.

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Anja Böttcher vor der neuen Sozialstation in Jüterbog.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Sieben neue Wohnungen und eine Sozialstation sind in den vergangenen Monaten in der Jüterboger Schlossstraße entstanden, wo noch bis zum vergangenen Jahr ein Steak-Restaurant eingeladen hatte. Zum 1. Oktober soll die neue Einrichtung, die vom Johannischen Sozialwerk betrieben wird, eröffnet werden.

Erfahrene Leiterin für Sozialstation

„Das ist für eine Sozialstation eine gute Lage, denn hier wohnen viele Leute, die perspektivisch Pflege brauchen“, sagt Anja Böttcher, die den Pflegedienst leiten wird. Böttcher hatte in den vergangenen zwei Jahren den Pflegedienst der Awo-Sozialstation in Jüterbog geleitet und ist nun zum Johannischen Sozialwerk gewechselt. Dort war sie für sechs Jahre schon einmal als Krankenschwester in der Sozialstation in Ludwigsfelde angestellt. Für den Träger, der seinen Sitz in Berlin und über die Friedensstadt Weißenberg in Glau starken Bezug zur Region hat, ist es die vierte Sozialstation.

Großer Pflegebedarf im Fläming

Böttcher sieht die neue Einrichtung nicht als Konkurrenz zu bestehenden Dienstleistern. „Der Pflegebedarf in Jüterbog ist so hoch, dass man sich eher als Kollegen begreifen kann und sich untereinander austauscht“, sagt sie. Sie sehe vor allem ein „großes Defizit“ bei der Palliativ-Hilfe, die sie zwar noch nicht zu Beginn, aber mittelfristig anbieten will. „Wir haben bislang keine Kunden und können uns deshalb darauf spezialisieren. Damit entlasten wir auch bestehende Sozialstationen in Jüterbog“, erklärt sie. Wenn der Bedarf in diesem Bereich nicht gedeckt werde,erwarte sie vor allem unzufriedene Klienten.

Start mit drei Mitarbeitern – bis zu 30 sollen es werden

Böttcher startet erst einmal mit nur zwei examinierten Krankenschwestern und einem Krankenpfleger, will aber schon bald mehr Personal einstellen und ihre Mitarbeiter dann mit Palliativ-Ausbildungen weiterqualifizieren. Auf 85 Quadratmetern sind insgesamt drei Büroräume eingerichtet. „Hier können locker 30 Mitarbeiter arbeiten“, sagt sie. Dann könnten nicht nur Jüterbog und seine Ortsteile, sondern perspektivisch auch die Nachbarkommunen von der neuen Soziastation versorgt werden. Mit einem Tag der offenen Tür am 8. Oktober will Anja Böttcher ihr Team und die Räumlichkeiten in der Schlossstraße 99 vorstellen und erste Gespräche mit potenziellen Kunden führen.

Derzeit letzte Arbeiten an Außenanlagen

Derzeit werden die letzten Arbeiten an den Außenanlagen durchgeführt. Neben Parkplätzen für Mieter und Kunden gibt es eine kleine Grünfläche mit einem Teich hinter dem Haus. Der vordere Bereich des Gebäudes zur Schlossstraße hin – ein Flachbau in dem früher das Restaurant untergebracht war – wird noch etwas länger umgebaut. Die Wandreliefs von Cowboys und Rinderherden hat Hauseigentümer Jens Schandert bislang erhalten. Doch im Frühjahr 2017 soll auch auf dieser etwa 300 Quadratmeter großen Fläche, der Umbau abgeschlossen sein. Dort soll laut Böttcher so schnell wie möglich eine Tagespflege eröffnen.

Kontakt: Sozialstation Jüterbog, Schlossstraße 99, Tel.  0 33 72/44 29 10, E-Mail­ soz.jueterbog@js-ev.de

Von Peter Degener

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