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Teltow-Fläming Neue Sportanlage an der Kästner-Schule
Lokales Teltow-Fläming Neue Sportanlage an der Kästner-Schule
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13:10 04.11.2016
Auf dieser Fläche entsteht die neue Sportanlage für die Wünsdorfer Grundschule „Erich Kästner“. Quelle: Stadt Zossen
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Wünsdorf

Sportunterricht auf einer modernen Anlage im Freien. Das wünscht sich Karola Grüneberg, Leiterin der Wünsdorfer Grundschule „Erich Kästner“, schon lange. Noch im November sollen die Bauarbeiten für das Stadion im Kleinformat beginnen. Dafür hat die Stadt Zossen 340 000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Der erste Vorentwurf für die neue Sportanlage und die Gestaltung des Schulhofes stammt von 1998. Er hängt an der Wand in Karola Grünebergs Arbeitszimmer. „Den habe ich mir gut aufgehoben“, sagt sie. Als der Vorentwurf entstand, war Zossen noch ein Amt und Wünsdorf eine eigenständige Gemeinde. Jahre später schilderten Schüler in der Schulkonferenz, wie sie sich die künftige Sportstätte vorstellen. Anwesend war auch Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Sie ermunterte die Kinder, sich in die Planung einzubringen. „Also wurden alle Vorschläge gesammelt und im Rathaus abgegeben. Und dann haben wir jedes Jahr darauf gewartet, dass etwas passiert“, so Grüneberg.

Schulleiterin Karola Grüneberg zeigt den ersten Vorentwurf. Quelle: Frank Pechhold

Schlagball-Weitwurf auf dem Schulhof

„Wir mussten in den vergangenen Jahren viel improvisieren. Unsere Kinder haben das auch alles ohne Protest hingenommen und prima mitgemacht“, sagt Lehrerin Antje Kranich, Vorsitzende der Fachkonferenz Sport. Einst habe es auf der inzwischen großteils mit Unkraut zugewachsenen Fläche ein richtiges kleines Sportstadion gegeben. Davon ist kaum etwas übrig geblieben. „Schlagball werfen müssen die Kinder auf dem Schulhof“, sagt Kranich. Allerdings kann man nur bis zur sechsten Stunde Würfe üben. Dann sind auch Hortkinder auf dem Hof. „Da wäre die Gefahr für die Hortkinder viel zu groß, einen scharf geworfenen Schlagball abzubekommen“, sagt Antje Kranich. Langstrecken- und Ausdauerläufe sind gar nicht drin. „Früher sind wir auf der kleinen Straße vor der Schule hin- und her gelaufen. Aber das war einfach zu gefährlich.“ Nur eine zu kurze 100-Meter-Bahn und eine überdimensionierte Weitsprunggrube kann man nutzen.

Stadtangaben zufolge wurden Sprintstrecke und Sprunggrube in die Planungen für die neue Sportanlage einbezogen. Komplett erneuert werden muss der bisherige „Sportplatz“. Er erhält nicht nur eine mit einer wassergebundenen Decke versehene, 250 Meter lange Laufbahn, sondern auch einen 60 mal 30 Meter großen, öffentlich zugänglichen Bolzplatz.

Sportstätte mit vielen Stationen

Neben einem Abwurfring für verschiedene Wurfdisziplinen entsteht auch ein neun mal 18 Meter großes Volleyballfeld. An mehreren Stellen des Sportplatzes werden im Innenbereich Bänke mit Abfalleimern aufgestellt. Das Areal wird mit einem Stabmattenzaun eingezäunt. Nutzer der Anlage kommen sowohl von der Schulseite, wo sich auch die Paul-Schumann-Halle befindet, als auch von der gegenüberliegenden Seite auf das Gelände. Tore werden eingebaut. Vorgesehen sind auch mehr als 30 Parkplätzen sowie 95 Anlehnbügel für Fahrräder. „Wenn das Projekt wie geplant in die Tat umgesetzt wird, dann ist das ein Gewinn für unsere Schule“, sagt Schulleiterin Karola Grüneberg.

Laut Bürgermeisterin Michaela Schreiber seien die Aufträge ausgeschrieben worden. Nach Auswertung der Angebote wäre der Baubeginn für Mitte November vorgesehen. Schreiber hofft, dass das Wetter mitspielt und die Bauarbeiten zügig voran gehen. Dann könnten die 356 Kinder der Grundschule „Erich Kästner“ schon „im April 2017 auf der neuen Anlage hinter ihrer Schule Sport treiben“.

Von Frank Pechhold

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