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Neue Technik im Luckenwalder Betonwerk

Millionen-Investition Neue Technik im Luckenwalder Betonwerk

Der Luckenwalder Betrieb Klaus Köhler Beton hat eine neue Mischanlagen-Steuerung und ein neues Silo in Betrieb genommen. Zum ersten Mal wurde am Mittwoch Beton mit sogenannter Flugasche hergestellt. Insgesamt investierte der Betrieb in den vergangenen zwei Jahren eine Million Euro in moderne Technik.

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Mischanlagenfahrer Frank Prinz (l.) und Betriebsleiter Lars Lehmann an der neuen Steuerung.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. 40 000 Tonnen Stahlbeton-Fertigteile produziert das Unternehmen Klaus Köhler Beton Luckenwalde jährlich und macht damit einen Umsatz von sechs Millionen Euro. Jetzt wurden eine neue, computergestützte Mischanlagen-Steuerung sowie ein neues Silo in Betrieb genommen.

Seit Mittwoch wird nach einer kurzen Testphase erstmals Flugasche für die Fertigung der Betonteile verwendet. „Das ist ein Abfallprodukt aus Kohlekraftwerken“, erklärt Betriebsleiter Lars Lehmann, „mit dem man einen Teil des Zementes ersetzen kann.“ Flugasche ermöglicht eine bessere Verdichtung und eine schönere Oberfläche des Betons. „Wir sparen damit Kosten und gewährleisten eine höherwertige Qualität“, so Lehmann.

Luckenwalder Werk für Fertigteile

Der 32-jährige studierte Betriebswirt hat Anfang 2015 die Leitung des Traditionswerkes übernommen. „Ich bin jung und will noch 40 Jahre arbeiten“, sagt Lehmann, „also will ich den Betrieb zukunftsfähig aufstellen, sowohl technisch als auch personell.“ Das Werk fertigt keinen Transportbeton, sondern Fertigteile, die teils sofort nach dem Verdichten ausgeschalt werden. Zu den Großkunden zählen die Deutsche Bahn, Flughäfen und die Telekom. Nach über 20-jähriger Produktion am Luckenwalder Standort ist die Technik in die Jahre gekommen.

In den vergangenen zwei Jahren wurde deshalb eine Million Euro in den Standort investiert – neben Steuerung und Silo auch in eine neue Lagerhalle sowie in eine Solaranlage mit 994 Modulen. „Damit erzeugen wir im Jahr 257 000 Kilowattstunden Strom und haben seit zwei Jahren 426 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart“, sagt Lehmann. In nächster Zukunft ist eine weitere Produktionshalle für eine neue Fertigungsstrecke geplant.

Vorführung der neuen Maschine

Vorführung der neuen Maschine.

Quelle: Elinor Wenke

Auch personell soll aufgestockt werden. In diesem Jahr wurden bereits sieben neue Mitarbeiter eingestellt. Lehmann setzt sowohl auf Leute mit jahrzehntelanger Erfahrung als auch auf die Jugend. Deshalb bildet der Betrieb ab Herbst fünf Lehrlinge aus – Betonfertigteilwerker, Maschinen- und Anlagenführer sowie Bürokräfte.

Fachkräfte gesucht – Chance zum Aufstieg geboten

Bewerbungen werden noch entgegengenommen. Auch studentische Hilfskräfte sind willkommen – mit der Option, später als akademischer Nachwuchs in den Vertrieb, ins Labor oder das Qualitätsmanagement einzusteigen.

Für Birgit Demgensky vom Luckenwalder Wirtschaftsförderungsamt ist Klaus Köhler Beton ein Aushängeschild für die Stadt. „Der Betrieb zeigt eine erfreuliche Entwicklung und hat eine Sogwirkung für den Standort“, sagte sie. Er unterstützt unter anderem die 800-Jahr-Feier der Stadt, das Turmfest, die Aktion „Luckywalde“ und Sportvereine.

Von Elinor Wenke

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