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Neue Wache für die Retter

Zossen Neue Wache für die Retter

Rettung für die Retter naht. Aus allen Nähten platzt die alte Zossener Rettungswache An der Gerichtstraße. Hier tummeln sich die Helfer auf 180 Quadratmeter. Fast dreimal so viel Platz bietet die neue Wache im der zentral gelegenen und komplett sanierten Polizeiwache. Hier kommt die Rettungswache auf einer ganzen Etage unter.

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Denny Mieles, Leiter des Rettungsdienstes Teltow-Fläming, vor dem Garagenkomplex der neuen Rettungswache in Zossen.

Quelle: fotos: Frank Pechhold (2)

Zossen. Viele Helfer, wenig Platz. So ist die Situation in der Zossener Rettungswache An der Gerichtstraße. Aber nun naht Rettung. Bald soll die neue Wache im Stadtzentrum in Betrieb gehen und damit die Platznot ein Ende haben, zudem gewinnen die Retter wertvolle Zeit.

„Vielleicht klappt es mit dem Umzug noch dieses Jahr“, so Denny Mieles, Leiter des Rettungsdienstes Teltow-Fläming. Dann müssen sich die 30 Retter, die in dem vom DRK gemieteten Gebäude stationiert sind, nicht mehr auf engstem Raum tummeln. Von 180 auf 500 Quadratmeter plus Garage mit vier Stellplätzen erhöht sich das Platzangebot. Neuer Standort ist die sanierte Polizeiwache. In dem Gebäude vermietet der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen eine ganze Etage an den Rettungsdienst.

Räumliche Vorgaben am alten Standort nicht einzuhalten

„Das Gebäude am alten Standort läuft schon lange am Limit“, so Denny Mieles. Immer mal wieder sei die 1967 in Betrieb genommene Rettungswache umgebaut worden. Aber man könne eben nicht mehr Platz raus holen, als da sei. So würden seit 2014 keine Rettungsassistenten, sondern Notfallsanitäter ausgebildet. „Das ist sowohl vom Umfang der Ausbildung als auch vom Platzbedarf her eine ganz andere Hausnummer“, sagt Mieles. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit gebe die Ausstattung von Lehrrettungswachen wie der in Zossen genau vor. Für die praktische Ausbildung von Notfallsanitätern brauche man im Gegensatz zu den Schulungen von Notfallsanitätern zusätzliche Räume, so Mieles.

Um diese und alle anderen Vorgaben einhalten zu können, zieht das Retter-Team samt Technik in die neuen Räume um. Gleich neben dem Zossener Rathaus sind in Kürze zwei Rettungswagen (RTW) und ein Notarztfahrzeug Tag und Nacht abrufbereit. Abends kommt der seit November 2015 tagsüber in Klausdorf stationierte RTW hinzu. Beide Wachen gehören zu dem von Marco Fehrle geleiteten und mit rund 60 Mitarbeitern ausgestatteten Bereich Mitte. Genau wie die jeweils mit einem Rettungswagen rund um die Uhr besetzten Rettungswachen in Rangsdorf, Baruth und Petkus.

Bessere Hilfsfristbilanz wird angestrebt

„Unser oberstes Ziel ist es, bei Rettungseinsätzen die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist einzuhalten“, sagt Marco Fehrle. „Das wird uns mit dem Umzug in die neue Rettungswache rund um Zossen noch besser gelingen“, so Denny Mieles. Die Hilfsfrist beträgt 15 Minuten und beginnt, wenn der Disponent in der Rettungsleitstelle den Hörer abnimmt. Sie endet, wenn Notarzt und Rettungswagen beim Patienten eintreffen. „Eigentlich ist die Hilfsfrist bei 95 Prozent aller Einsätze einzuhalten“, sagt Mieles. Voriges Jahr habe die Quote für den Bereich Mitte bei 89,96 Prozent der relevanten 4107 Einsätze gelegen. Bis Ende Juli diesen Jahres standen 2110  Einsätze zu Buche. Zu 91,09 Prozent waren die Retter innerhalb der vorgeschriebenen 15-Minuten-Frist vor Ort. „Besonders oft fallen Einsätze in Richtung Wünsdorf und Rangsdorf an“, sagt Denny Mieles. Wünsdorf sei vom neuen Standort aus genau so schnell zu erreichen wie vom alten. „Bei Notfällen in Groß Machnow, Glienick oder den angrenzenden Orten gewinnen wir sogar rund eine Minute Zeit.“

Von Frank Pechhold

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