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Neue politische Formation in Zossen

Bürgerliste will ins Rathaus Neue politische Formation in Zossen

Eine neue politische Formation drängt in Zossener Rathaus. Sie sind unzufrieden mit der Politik vor Ort. Hinter der sogenannten Bürgerliste stecken verschiedene Initiativen.

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Zossen. Gut 20 Leute haben sich am Mittwoch zur ersten Zusammenkunft auf Einladung der neugegründeten Bürgerliste Zossen im E-Werk gegründet. Wie sich bei der Vorstellungsrunde herausstellte, waren die Zossener gekommen, weil sie unzufrieden mit der Kommunalpolitik in der Stadt sind, sich mehr Mitsprache wünschen oder einfach neugierig waren auf die neue Gruppierung, die schon im Mai zur Kommunalwahl antreten will.

Moderatorin Ariane Ullrich fasste zusammen, worum es den Gründungsmitgliedern geht: „Eine Reihe von Leuten, die hier sind, machen schon in Bürgerinitiativen mit. Aber wir haben gemerkt, dass der Einfluss der BIs sehr begrenzt ist, dass man sie nicht ernst nimmt. Wir wollen eine stärkere Einbeziehung der Bürger. Um wirklich etwas zu bewirken, muss man in der Stadtverordnetenversammlung sitzen.“

Zu den Mitstreitern und Sympathisanten der künftigen Wählervereinigung gehören unter anderem Hiltrud Preuß und weitere Vertreter der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ (gegen Rechtsradikalismus) oder Martina Leisten von der BI „FreierWald“ (gegen Windkraftanlagen im Wald). Auch Axel Niestlé von der BI Dabendorf wurde genannt, war an dem Abend jedoch verhindert.

Außerdem kamen Zossener, die sich einfach vom Anliegen einer transparenteren Kommunalpolitik angezogen fühlen. Einem Wünsdorfer lag daran, dass bei einer künftigen Bahnquerung in Wünsdorf die Anwohner nicht zu stark mit Verkehrslärm belastet werden. Eine Nächst Neuendorferin möchte, dass man im Rathaus die Ortsteile nicht vergisst, zum Beispiel die Fußwege ordentlich pflegt. Ein Zossener Paar fürchtet hohe Anliegerbeiträge beim Ausbau des Luchwegs. Eine Schöneicherin vermisst einen respektvollen Umgang der Bürgermeisterin mit den Einwohnern. Ein Zossener bezweifelt den Sinn des kürzlich eingeweihten Einkaufszentrums an der Stubenrauchstraße, während das an der Kirchstraße stirbt.
„So eine Bürgerliste ist überfällig. Die Zossener Strukturen sind verkrustet. Sagt eine Partei Ja, sagt die andere Nein. Wir brauchen eine Kraft nah am Puls der Bürgerschaft“, fasste Klaus Reinhardt seine Erfahrungen als sachkundiger Bürger der Stadtverordnetenversammlung zusammen. Ralf Krause, aktiv bei den Grünen, meinte: „Den Bürgern wird es oft nicht leicht gemacht, sich einzubringen. Andererseits sind sie dazu aber auch oft nicht bereit.“

In den nächsten Monaten muss sich zeigen, ob die Bürgerliste genug engagierte Kandidaten für die Kommunalwahl findet. Ariane Ullrich betonte: „Je mehr wir sind, desto größer ist die Chance, gewählt zu werden. Wir wollen keine Gruppierung gegen die Bürgermeisterin sein, sondern für die Durchsetzung unserer Interessen.“ Die sollen demnächst genauer definiert werden.

Nächstes Treffen der Bürgerliste ist am 20.November, 19 Uhr, im E-Werk Zossen.

Von Gudrun Schneck

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