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Neuer Anlauf Hort-Neubau geplatzt

Betreuungsnotstand in Großbeeren wird immer größer Neuer Anlauf Hort-Neubau geplatzt

Der Großbeerener Hort „Groß-Bärenkinder“ platzt aus allen Nähten. Seit Jahren verlängert das Land Ausnahmegeneh-migungen für Einrichtung mit 140 Plätzen. Inzwischen werden dort täglich bis 200 Kinder betreut, nach den Ferien in anderthalb Wochen sind in der stark wachsenden Gemeinde 220 Hortplätze nötig. Nun schlug auch die dritte Neubau-Ausschreibung fehl.

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Der bisherige Hort Großbärenkinder

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Zusätzlich zum Betreuungsnotstand im völlig überbelegten Hort „Groß-Bärenkinder“ hat die Gemeinde Großbeeren noch ein anderes Problem: Sie weiß noch immer nicht, wann und von wem das in der Schublade liegende Projekt Hortneubau realisiert wird. Das wurde mit den Worten von Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) vorgestern Abend vor den Hauptausschussmitgliedern deutlich.

Die erfuhren auf ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause, dass auch der dritte Anlauf des insgesamt fünf Millionen Euro teuren Projektes nicht realisierbar ist. Ahlgrimm erklärte: „Beide vorliegenden Angebote der freihändigen Vergabe liegen nach der vollständigen Prüfung und nach den Bietergesprächen um einen erheblichen Betrag über den von uns kalkulierten Kosten.“ Der „erhebliche Betrag“ beläuft sich auf 25 Prozent, macht also wenigstens eine Million Euro mehr aus.

Der Großbeerener Hort „Groß-Bärenkinder“ platzt aus allen Nähten. Seit Jahren verlängert das Land Ausnahmegenehmigungen für die auf ursprünglich 140 Plätzen ausgelegte Einrichtung. Inzwischen werden dort bis 200 Kinder am Tag betreut, nach den Ferien in anderthalb Wochen sind in der stark wachsenden Gemeinde 220 Hortplätze nötig. Seit Frühjahr 2014 gab es drei Ausschreibungen mit verschiedenen Bedingungen. Nun steht fest, dass auch die dritte nicht erfolgreich war.

Nach der nichtöffentlichen Diskussion des Hauptausschusses über das weitere Vorgehen sagte Ahlgrimm gestern der MAZ, die Verwaltung werde dem Gemeinderat vorschlagen, die freihändige Vergabe aufzuheben. „Damit das Verfahren formal korrekt beendet ist“, erklärt der Verwaltungschef. Und er sagt: „Wir wüssten beim besten Willen nicht, woran wir noch sparen können, denn goldene Türklinken hatten wir sowieso nicht geplant.“ Gebaut werden soll der neue Hort mit großem Speiseraum direkt an der Schule; im Keller gibt es die Option, später eine Vollküche nachzurüsten. Der jetzige Hort liegt an der Bahnhofstraße 800 Meter entfernt.

Eine Lösung muss immer dringender her. Einig ist man sich im Ort, bei allem bereits ausgegebenen Geld nichts Neues anzufangen. Die Gemeinde hat das Grundstück gekauft, der Architektenvorschlag liegt bezahlt in der Schublade. Denkbar wäre, wie bei Feuerwehr und Rathaus, ein Investoren-Modell – ein Investor baut, die Gemeinde ist Mieter.

Von Jutta Abromeit

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