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Teltow-Fläming Neuer Anlauf gegen Barrieren in Frankenfelde
Lokales Teltow-Fläming Neuer Anlauf gegen Barrieren in Frankenfelde
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04:38 12.05.2016
Das nicht behindertengerechte Gemeindehaus in Frankenfelde. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Nach der ursprünglichen Zustimmung des Stadtentwicklungsausschusses und der Ablehnung der Stadtverordneten startet die Luckenwalder Stadtverwaltung nun den dritten Versuch, einen Beschluss zum barrierefreien Umbau des Gemeindehauses Frankenfelde durchzubringen. Die Stadt plant, das alte, nicht behindertengerechte Gemeindehaus für 250 000 Euro umzubauen und hofft auf 70-prozentige Förderung.

Um diese zu beantragen, muss eine Baugenehmigung vorliegen. Die von der Verwaltung favorisierte Variante sieht einen Fahrstuhl bis ins Dachgeschoss vor, außerdem eine neue Außentreppe, Behindertentoiletten und einen zweiten Rettungsweg. Auf Vorschlag aus der Stadtverordnetenversammlung wurde zu den bisherigen vier Varianten noch eine fünfte geprüft – der Neubau eines ebenerdigen Versammlungsraumes zwischen Gemeindehaus und Feuerwehrgerätehaus. Außerdem wurden die geplanten Kosten anteilig für Erdgeschoss und Dachgeschoss aufgeschlüsselt.

Die Außentreppe des Frankenfelder Gemeindehauses ist marode und muss erneuert werden. Quelle: Elinor Wenke

Wie Amtsleiter Ingo Reinelt am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss erläuterte, böte die Variante 5 lediglich eine Nutzfläche von 21 Quadratmetern. Die erforderliche Behindertentoilette würden den Platz auf 15 Quadratmeter einschränken; der jetzige Gemeindesaal ist 57 Quadratmeter groß.

Die Kosten für den Umbau des Erdgeschosses liegen laut Verwaltung bei 166 000 Euro, für das Dachgeschoss bei rund 84 000. „Der Umbau kann je nach Förderung und finanzieller Verfügbarkeit in vier Bauabschnitten erfolgen“, sagte Reinelt. Zunächst sollen die Stadtverordneten grünes Licht für 6000 Euro an Planungskosten geben, damit ein Bauantrag gestellt werden kann.

Christdemokraten bleiben skeptisch

Erik Scheidler (Linke) begrüßte die Zusatz-Informationen, schlug aber als zweiten Rettungsweg eine Außentreppe vor, um mehr Platz fürs Dachgeschoss zu haben. Dies erweist sich aus Sicht der Planer als problematisch. Ausschussvorsitzender Jochen Neumann (Linke), hält das Vorhaben „für zustimmungsfähig. Das Haus erhält durch die Sanierung einen großen Wertzuwachs.“ Durch die barrierefrei erreichbare zweite Etage ergäben sich viele Nutzungsmöglichkeiten bis zu Kinder- oder Seniorentagesstätten.

Die Christdemokraten sind nach wie vor skeptisch. „Uns ist das alles zu teuer“, sagte Jens Bärmann. Er schlug stattdessen eine abgespeckte Variante mit barrierefreiem Erdgeschoss vor, „ohne das Dachgeschoss anzufassen“. Der Ausschuss schloss sich am Dienstag mehrheitlich dem Verwaltungsvorschlag an.

Von Elinor Wenke

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