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Teltow-Fläming Neuer B-Plan für Neuheim soll kommen
Lokales Teltow-Fläming Neuer B-Plan für Neuheim soll kommen
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11:30 07.06.2016
Das betroffene Grundstück liegt etwa zur Hälfte dort, wo bislang (noch) nicht gebaut werden darf. Quelle: Uwe Klemens
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Neuheim

Der Weg auf dem Weg zum Neubau eines Eiscafés im Jüterboger Ortsteil Neuheim ist fast frei. In seltener Einmütigkeit stimmten die Stadtverordneten aller Fraktionen für die Einleitung des hierfür erforderlichen Bebauungsplanverfahrens. Sie stellten sich damit gegen den Vorschlag des städtischen Bauamtes, das Vorhaben abzulehnen.

Knackpunkt des rund eineinhalb Jahre währenden Tauziehens zwischen den privaten Investoren und dem Bauamt ist die Lage des Grundstücks, über das die Grenze der Ortschaft verläuft. Bislang darf nur im innerörtlichen Bereich gebaut werden. Der trapezförmige Zuschnitt dieser Fläche, so die Eigentümer Vivien Koplin und David Schirrmeister, verhindere, dass man dort ein Wohnhaus mit dazugehöriger Garage sowie vier weitere Garagen für die Unterstellung der Flämingbahn errichten könne.

Eiscafé-Idee fand großen Anklang im Ortsbeirat Neuheim

Trotz des Hinweises, dass das Grundstück nach gegenwärtigem Stand im so genannten Außenbereich nicht bebaut werden dürfe und die Kosten für die Aufstellung eines B-Planes für ein Einzelgrundstück unverhältnismäßig seien, wollten Koplin und Schirrmeister an ihrem Plan festhalten.

Großen Anklang fand die Idee eines Eiscafés im Neuheimer Ortsbeirat, wo das Thema vor wenigen Wochen diskutiert und befürwortet wurde. Der geltende Flächennutzungsplan und die Festlegung von Außen- und Innenbereichen hat die Stärkung der Ortskerne im Blick. Er soll zugleich den sparsamen Umgang mit den vorhandenen Grünflächen sichern, erläuterte Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. Das hieße nicht, dass bei öffentlichem Interesse der Plan nicht geändert werden könne.

Votum der Neuheimer überzeugte auch die Stadtverordneten

„Wir wollen doch der Jugend keine Steine in den Weg legen, noch dazu, wenn sie in etwas investieren wollen, das sich positiv für den Ort auswirkt“, sagte einer der Zuhörer. Andere wiesen darauf hin, dass die Investoren das bislang verwilderte Grundstück mustergültig aufgeräumt haben, damit einen Schandfleck verschwinden ließen und eine Eisdiele am Ortseingang zudem ein schönes Aushängeschild wäre. Der Hinweis, dass es im Ort keinerlei andere Plätze für ein derartiges Projekt gebe, war eines der Argumente, denen sich Ortsvorsteherin Jacqueline Becker und Beiratsmitglied Roland Mattigit am Ende anschlossen.

Das Votum der Neuheimer und deren Argumente überzeugten nun auch die Stadtverordneten, die sich entgegen des Vorschlages aus der Verwaltung für die Aufstellung eines B-Planes entschieden. Dass sich die Investoren zur Übernahme sämtlicher Planungskosten verpflichtet haben, war ein weiterer Grund zur Zustimmung. Nicht umlagefähig hingegen sind die Verwaltungskosten in Form von Arbeitszeit und die Kosten, die durch die vorgeschriebene öffentliche Auslegung des Planentwurfs entstehen. Insofern war die Beschlussvorlage nicht korrekt, da die finanziellen Auswirkungen für die Stadt dort mit Null angegeben waren. Auch die Frage, was die Investoren unter „mittelfristig“ beim Bau des Eiscafés verstehen, wurde nicht hinterfragt. Der Presse gegenüber wollten die Investoren zum Projekt keine Angaben machen.

Bis B-Plan und Bauantrag ausgearbeitet und durch alle Instanzen gelaufen sind, werden mindestens ein bis eineinhalb Jahre vergehen.

Von Uwe Klemens

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