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Teltow-Fläming Neuer Bauhof-Chef ist eine Frau
Lokales Teltow-Fläming Neuer Bauhof-Chef ist eine Frau
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00:19 08.12.2017
Kinga Schirrmeister (l./41) ist die neue Bauhofchefin von Ludwigsfelde; hier ist sie vor der Bauhof-Werkstatt im Gespräch mit Gerd Köhler, Volker Schönherr und Ramon Plihal (v.l.) Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Der Schock vom Frühsommer, als der Bauhof-Chef von Ludwigsfelde überraschend gekündigt hatte, ist Geschichte. Seit wenigen Tagen und gerade rechtzeitig zum bevorstehenden Winterdienst ist die Stelle neu besetzt: Mit der 41 Jahre alten Gartenbauingenieurin Kinga Schirrmeister hat auf dem Gelände an der Straße der Jugend erstmals ein Frau den Hut auf. Die trägt einen polnischen Namen und muss sich jeden Tag ein wenig mehr das Terrain der Autobauerstadt und ihrer elf Ortsteile erschließen, um für knapp 26 000 Einwohner die Instandhaltung der Gemeindestraßen und Wege, Bau und Betrieb der Spielplätze, Grünflächen- und Baumpflege sowie Straßenreinigung und Winterdienst zu organisieren.

Erledigt werden all diese Arbeiten von den beiden Meistern Bernd Denczyk und Robert Ladendorf sowie derzeit 31 Stadtarbeitern. „Das geht nur Hand in Hand mit dem Grünflächenmanagement und in täglicher Abstimmung mit dem Kommunalservice-Team um dessen Leiterin im Rathaus“, erklärt Kinga Schirrmeister, die aus dem Ortsteil Genshagen kommt.

Bei Problemen will sie die Männer mit Charme motivieren

Sie arbeitete bisher in der privaten Wirtschaft   – im Großhandel, auf einem Spargelhof oder im Garten- und Landschaftsbau, zuletzt in Berlin. Sie erzählt: „Ich komme aus einer Handwerker-Familie. Da weiß ich was es heißt, Verantwortung zu tragen, also zu leiten, zu motivieren und die Mitarbeiter wertzuschätzen.“ Sie ist sich sicher, als Frau mit den Männern klarzukommen:„Ich bin ein sehr ruhiger Typ, der für das Team da ist. Das passt.“ Denn was hier zu leisten sei, könne nur im Team geschafft werden. Sollte es mal schwierig werden, wolle sie es auf jeden Fall auch mit Charme versuchen, meint sie lachend.

Zwei Gründe hätten sie ihre Bewerbung schreiben lassen, erzählt die Bauhof-Leiterin: Zum einen die Aussicht, einen kürzeren Weg zur Arbeit zu haben; zum anderen hatte sie bei ihrem ehrenamtlichen Engagement für den Verein Dorfgemeinschaft Genshagen und bei der Arbeit an den Außenflächen der Dorfstube erfahren, dass die Stadt einen neuen Bauhof-Chef braucht.

Kinga Schirrmeister fährt auch nachts zum Winterdienst mit

Bereits nach den ersten Tagen habe sie gemerkt, was der neue Job für eine Herausforderung ist. „Im Moment kommen ständig noch neue Sachen dazu.“ Diese Aufgabe auszufüllen, werde nicht immer problemlos laufen. „Gerade dann nicht, wenn es stürmt und schneit oder so lange und so viel regnet wie im Sommer“, sagt sie. Doch sie könne sich auf eine starke Truppe verlassen. „Die beiden Meister unterstützen mich nach Kräften und beantworten mir jede Frage.“ Nach dem, was sie bis jetzt erlebt, sei ihr Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich. „Und die Routine ist Beiwerk.“

Routine wird der anstehende Winterdienst nicht. Die Meister und sie teilen sich die täglichen drei Schichten. „Anfangs werde ich auf alle Fälle mitfahren, auch nachts, damit ich die Arbeit der Kollegen hautnah erleben kann“, erklärt sie. Insgesamt aber freue sie sich auf die Herausforderung, diesen Bauhof zu leiten. Einen Wunsch hat sie dabei bereits jetzt: „Von Seiten der Bürger wäre es schön, dass sie die schwere körperliche Arbeit der Kollegen achten, die unsere Stadt wirklich hegen und pflegen.“

Von Jutta Abromeit

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