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Teltow-Fläming Neuer Besitzer für historisches Gebäude
Lokales Teltow-Fläming Neuer Besitzer für historisches Gebäude
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07:00 03.06.2015
Die Walkmühle in Woltersdorf wurde versteigert. Quelle: Margrit Hahn
Woltersdorf

Die historische Walkmühle in Woltersdorf samt Grundstück wurde versteigert. „Den 13. Mai 2015 werde ich wohl so schnell nicht vergessen“, sagt Jörg Kräker, Vorsitzender des Walkmühlevereins. An diesem Tag kam die Traditionsstätte unter den Hammer. Kräker wusste, dass eine im Raum stehende Schließung Auswirkungen auf das gesamte Dorf- und Kulturleben im ländlichen Raum um Luckenwalde haben würde. Nicht zuletzt auch auf den Förderverein und den Betreiber.

Nach einer dramatischen Auktion steht nun fest: Mit dem Erwerb durch die Märkische Baugesellschaft aus Luckenwalde ist die Walkmühle für die Region gerettet. „Wir sind froh, dass ein Eigentümer aus der Region gefunden wurde, der um die historische Bedeutung dieses Gebäudes weiß und der Walkmühle als Kulturstätte nicht den Todesstoß versetzt“, sagt Nuthe-Urstromtals Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke). Die Gemeinde Nuthe-Urstromtal ist zu 20 Prozent Gesellschafter der Luba und interessiert daran, dass das Unternehmen, zu dem auch die Walkmühle gehörte, erhalten bleibt. Inzwischen gab es mit dem neuen Besitzer erste Gespräche mit dem Ergebnis, dass die Walkmühle den Betrieb aufrechterhält. Die Details und die Nutzungsbedingungen werden bis Mitte des Jahres verhandelt.

Zur Geschichte

Die Walkmühle in Woltersdorf wurde 1811 erbaut. Ein Müller verdiente damals sein Brot damit, für die Tuchfabrik von Luckenwalde Stoffe und Filze zu walken und auf den nahe gelegenen Wiesen in der Sonne zu bleichen.

Die schwere Arbeit und die ätzenden Brühen, die er zum Walken verwenden musste, zehrte an der Gesundheit des Müllers. Also überlegte er sich, ein Gasthaus im Nebenerwerb zu betreiben. So wäre er nicht so allein und die Besucher könnten Feste feiern.


Ende des 18. Jahrhunderts kam ein Restaurant hinzu, dass als „Walkmühle 2“ bezeichnet und im Jahr 1998 der Luba GmbH übertragen wurde.

Bis 1943 wurde das Restaurant Walkmühle als Luftkurort genutzt. Später diente es als Lazarett, Kindergarten, Ferienlager und Erholungsheim.

Seit dem 31. Mai 2008 fanden in regelmäßigen Abständen Kultur-, Vereins- und Firmenveranstaltungen und private Feiern und Seminare statt. Nicht zuletzt durch die Gestaltung der barrierefreien Räume wurde, vom Trauzimmer bis hin zu den Wandermobilen, an alle Nutzer gedacht. Mehr als 12 000 Besucher lernten so den idyllischen Veranstaltungsort kennen. Ohne die Unterstützung der Vereine, ohne ehrenamtliche Helfer und ohne Hilfe der Gemeinde und des Ortsvorstehers, speziell im vergangenen Jahr, wäre es laut Kräker nicht zu diesem positiven Ergebnis gekommen. Die Auszeichnung zum Kreiswettbewerb „Beispielhafter Erhalt historischer Bausubstanz und deren Umnutzung“ bekräftigte dies. Was in den nächsten Jahren noch investiert werden muss, um die Immobilie dauerhaft für diese Nutzung attraktiv zu machen steht noch nicht endgültig fest. Dennoch ist Kräker froh, dass die Walkmühle gute Chancen hat, auch künftig als Veranstaltungsort zu fungieren.

Gerüchte, dass die Walkmühle als neuer Firmensitz der Märkischen Baugesellschaft genutzt werden soll, wurden nicht bestätigt. „Wir haben unseren Betreibersitz in der Berkenbrücker Chaussee in Luckenwalde und da bleibt er auch,“ sagt Geschäftsführer Bernd Lamprecht.

Von Margit Hahn

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