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Neuer Investor, alte Ängste

Pläne für Logistikzentrum Neuer Investor, alte Ängste

Log 4 Real möchte am Spitzberg in Rangsdorf ein riesiges Logistikzentrum bauen. Im Bauausschuss wurde am Dienstag deutlich, dass die Vorbehalte dieselben sind wie bei der gescheiterten Fiege-Erweiterung. Viele Rangsdorfer fürchten eine Zunahme des Verkehrs auf der B96. Die Zugeständnisse der Investoren stellten nicht alle Kritiker zufrieden.

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Durch ein neues Logistikzentrum am Spitzberg dürfte der Verkehr an der B96 weiter zunehmen.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Mit täglich etwa 14 000 Fahrzeuge zählt die B96 bei Rangsdorf zu den am stärksten befahrenen Straßen in der Region. Das vom Investor Log 4 Real geplante neue Logistikzentrum am Spitzberg wird zusätzlichen Verkehr bringen.

Im Bauausschuss stellte Christian Bischoff, der Vorstandsvorsitzende des Logistikunternehmens, am Dienstag seine Pläne vor. Auf 23 Hektar sollen 14 Hallen für Logistik und produzierendes Gewerbe entstehen. Er machte keinen Hehl daraus, dass dies Folgen hat: „Logistik bedeutet Verkehr“, sagte Bischoff. Sein Unternehmen sei daran interessiert, dies „so umweltverträglich wie möglich“ zu gestalten. Denkbar sind etwa Lärmschutzwände an der B96 und eine weitere Linksabbiegerspur von der Bundesstraße in Richtung Klein Kienitz, an denen sich Log 4 Real finanziell beteiligen möchte.

Bei einigen Gemeindevertretern blieben dennoch Bedenken. Hartmut Rex (Linke) bezweifelte, dass es bei den von Verkehrsplaner Torsten Schulz prognostizierten 270 zusätzlichen Fahrzeugen in Spitzenstunden bleibt. „Vor einem Jahr ist man noch von mehr als 500 Fahrzeugen ausgegangen. Ich verstehe nicht, wie diese Reduzierung zustande kommt“, sagte Rex mit Blick auf die Zahlen, die für die Erweiterung des Logistikers Fiege genannt wurden. Man orientiere sich an vergleichbaren Bauvorhaben, konterte Torsten Schulz Rex’ Kritik. Laut Hans-Friedrich von Schierstädt von den Schierstädtschen Erben, dem das Gebiet des künftigen Gewerbegebiets gehört, sei eine dritte Institution in einem Plausibilitätsgutachten ebenfalls auf die 270 Fahrzeuge gekommen. Matthias Gerloff (Grüne) fürchtet, dass Fußgänger und Radfahrer künftig noch schwieriger über die Kreuzung kommen und regte an, motorisierten und nichtmotorisierten Verkehr durch Brücken voneinander zu trennen. Solchen Überlegungen stehen die Investoren eher skeptisch gegenüber. Sie wollen den Verkehr durch eine zusätzliche Linksabbiegespur von der B96 aus Richtung Autobahn und veränderte Ampelzeiten flüssig halten. Autofahrer die von der Kienitzer Straße auf die B96 wollen, müssen dann länger warten.

Auch wenn viele Fragen noch offen sind, gab sich Hans-Friedrich von Schierstädt nach der Sitzung zuversichtlich. „Ich bin optimistisch, dass die Gemeinde unsere Pläne befürwortet. Ohne Arbeit hat die Gemeinde keine Steuern für Bildung und Soziales“, sagte er. Auch Log 4 Real-Vorstand Christian Bischoff glaubt, dass es mit einiger Überzeugungsarbeit gelingen werde, den Rangsdorfern das neue Logistikzentrum schmackhaft zu machen.

Kritik kommt von den Gewerbetreibenden am Spitzberg. Rainer Strzeletz von der Firma EMS hält das Verkehrsproblem nicht für gelöst. „Ich sehe die Berechnungen skeptisch“, sagte er. Sinnvoll sei eine eigene Autobahnabfahrt für das Gewerbegebiet.

Von Christian Zielke

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