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Teltow-Fläming Neuer Investor für den Dorfkrug
Lokales Teltow-Fläming Neuer Investor für den Dorfkrug
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00:16 12.09.2017
Der Dorfkrug verfällt seit Mitte der 1990er Jahre. Schon zwei Investoren sind mit ihren Plänen gescheitert. Nun gibt es einen neuen Eigentümer. Quelle: Foto: Zielke
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Mahlow

Zwei Versuche hat es bislang gegeben, dem Gelände des ehemaligen Dorfkrugs in Mahlow neues Leben einzuhauchen. 2004 sollte dort ein Hotel mit mehr als 200 Betten entstehen. Gut zehn Jahre später stellte sich ein neuer Investor bei der Gemeinde vor. Er wollte auf dem 21 000 Quadratmeter großen Grundstück Reihenhäuser und einen Biergarten sowie Ferienwohnungen bauen.

Übrig geblieben ist von diesen Ideen eine Ruine, die seit mehr als 20 Jahren verfällt und die sich zu einem Schandfleck in einer sich herausputzenden Umgebung entwickelt hat. Im dritten Anlauf soll es nun endlich gelingen, den Schandfleck zu beseitigen.

Der neue Eigentümer möchte mehr als 20 Millionen Euro investieren

Im Bauausschuss stellten Ronny Rosenbaum, der neue Eigentümer, Patrick Stromeyer vom Architekturbüro UBBS aus Berlin und Planer Christian Pogoda ihre Ideen für den Dorfkrug vor. Sie wollen dort ein Wohngebiet aus Reihenhäusern und Wohnungen schaffen. Rosenbaum schätzt das Investitionsvolumen auf mindestens 20 Millionen Euro. Dazu muss die Gemeinde den Bebauungsplan ändern. Dieser schreibt dort einen gastronomischen Betrieb vor, was aus Sicht der neuen Investoren weder lohnenswert noch sinnvoll ist.

Laut zweier Gutachten lasse sich ein Restaurantbetrieb dort kaum wirtschaftlich betreiben, dazu kommen hohe Lärmschutzauflagen. „Die Verpflichtung, dort einen gastronomischen Betrieb zu errichten, würde die Nutzung des Grundstücks unmöglich machen. Der Investor will nichts umsetzen, was sich nicht rechnet“, appellierte Christian Pogoda an den Bauausschuss, der sich letztlich diesem Wunsch anschloss und der Gemeindevertretung empfahl, den Bebauungsplan zu ändern. Im Gegenzug versprach der Planer, bei der Gestaltung des Geländes den Charakter des Mahlower Dorfs zu berücksichtigen.

Historische Kubaturen modern interpretiert

Die rund 25 Reihenhäuser und zehn Wohnungen sollen sich in drei Baukörpern entlang der Marienfelder und der Teltower Straße erstrecken – ähnlich wie in den bisherigen Planungen. „Wir wollen historische Kubaturen modern interpretieren. Alles soll sich harmonisch in den Dorfkern einfügen“, versprach Architekt Patrick Stromeyer. Als Inspiration für das Projekt sollen brandenburgische Scheunen dienen, deren Formensprache man aufnehmen wolle.

Auf eine behutsame Entwicklung drängte auch Ortsvorsteherin Regina Bomke (CDU). „Das Dorf soll ein Ort sein, wo Leute gerne hingehen.“ Man habe bislang bei der Gestaltung des alten Kerns von Mahlow genug Fehler gemacht; dies dürfe man nicht wiederholen. Kritik kam von der Fraktion FWG: „Wir bezweifeln, dass sich ein Gastronomiebetrieb nicht lohnt“, sagt Thomas Mottner. Man könne sich nicht auf die Aussagen des Eigentümers verlassen. Mottner fordert einen maximalen Einfluss der Gemeinde und spricht sich für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aus.

Von Christian Zielke

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