Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Neuer Kinderbauernhof im Wildpark
Lokales Teltow-Fläming Neuer Kinderbauernhof im Wildpark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:45 06.06.2016
Michael Kuboth vor dem Rohbau des Kinderbauernhofs in der Nähe des Eingangs zum Wildpark. Quelle: Dietrich von Schell
Anzeige
Klasdorf

Ein Ausflug in den Wildpark Johannismühle hat sich am vergangenen Wochenende gleich aus mehreren Gründen gelohnt: Zum ersten Mal konnte man dort einen Mittelaltermarkt erleben. Etwa 15 weiße Zelte standen im Kreis und luden zum Bummeln ein. Mit Schmied, Drechsler, Töpfer, Gewand- und Lederschneider und anderen waren die traditionellen Handwerksberufe vertreten. Auch ein Bogen- und Lanzenbauer führte seine Fertigkeiten vor. Bogenschießen, ein Ritterturnier für Kinder sowie eine Wahrsagerin sorgten für Kurzweil. Ausgerichtet wurde der Mittelaltermarkt vom Verein Lilienbund. „Wir leben das Mittelalter noch, wollen zurück zu den Wurzeln“, sagt Kerstin Weischner, Gründerin des Vereins. Seit 2006 ist der Lilienbund unterwegs. „Das Besondere ist, dass wir alle einem festen Beruf nachgehen“, so Kerstin Weischner. Auf dem Mittelaltermarkt bietet sie selbst genähte traditionelle Kleider an. Im anderen Leben ist sie selbstständige Grafikdesignerin. „Für die Zeit am Freitag und Montag, die wir zum Auf- und Abbauen brauchen, nehmen die Leute Urlaub“, erzählt sie. So kommt es, dass der Lilienbund nur sechsmal im Jahr auszieht. Vier Feste feiert der Verein zudem in Dabendorf. „Auf unserem ein Hektar großen Hof haben wir alle Möglichkeiten.“ Aber das nächste Fest läuft für die 15-köpfige Truppe ganz in der Nähe vom Wildpark. In drei Wochen kommt sie zum 400-Jahr-Fest nach Baruth.

Kerstin Weischner aus Dabendorf, Gründerin des Lilienbundes, der den Mittelaltermarkt ausgerichtet hat. Quelle: Dietrich von Schell

Am Sonntag wurde im Wildpark zudem Richtfest für einen neuen Kinderbauernhof gefeiert. Auf einer Grundfläche von 120 Quadratmetern kann man den Holzbau nicht weit hinter dem Eingang schon erkennen. „Wir wollen die Kooperation mit Kitas und Grundschulen in Berlin ausbauen“, sagt Geschäftsführer Julian Dorsch. „Kinder in der Stadt können kaum ein echtes Verhältnis zu Tieren und der Natur entwickeln.“ Dabei soll der Kinderbauernhof helfen. Verantwortlich ist Mitarbeiter Michael Kuboth. Er hat die Pläne gemacht und leitet die Arbeiten. „Der rustikale naturnahe Charakter ist uns wichtig“, erklärt Kuboth. Das Holz solle unbehandelt bleiben und verwittern. Auch ist er noch auf der Suche nach Material, das es früher auf jedem Hof gab: Stallfenster, Holzleiterwagen und Tontröge für das Futter. Der Bau ist in Eigenleistung entstanden. „Unterstützung gab es aber von ortsansässigen Firmen und Läden aus Baruth und Mückendorf“, erzählt er.

Welche Tiere die kleinen Besucher dann bestaunen können, steht schon fest: „Wir haben bereits zwei Esel, die müssen wir noch abholen“, sagt Kuboth. Das Hängebauchschwein aus dem Wildpark soll einziehen und einen Partner bekommen. Schließlich wird es Hühner, Schafe und Ziegen zu sehen geben. „Wir bemühen uns, ursprüngliche, keine gezüchteten Rassen zu finden, die vom Aussterben bedroht sind“, so Kuboth. In etwa zwei Monaten soll der Kinderbauernhof eröffnen.

Von Dietrich von Schell

Lokales Jüterboger feiern 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Aßlar - Erinnerungen und neue Eindrücke

Für einige Tage weilen Gäste as dem hessischen Aßlar in Jüterbog, um die seit nunmehr 25 Jahren währende Partnerschaft zwischen beiden Städten zu feiern. Gemeinsam wurde am Bahnhof der Aßlarer Platz eingeweiht.

09.06.2016

Tobias Michaelis, der in einer Behindertenwerkstatt in Ludwigsfelde arbeitet, fürchtete, seinen 30. Geburtstag allein feiern zu müssen, nachdem sein Vater gestorben war. Doch die Dörfer Mietgendorf und Schiaß, in denen er sich in der Feuerwehr und im Heimatverein engagiert, organisierten eine große Party für ihn.

06.06.2016

Die BER-Gegner der Neuen Aktion hatten Landespolitiker aus Berlin und Brandenburg am Sonnabend zu einer Diskussionsrunde nach Diedersdorf eingeladen – gekommen waren am Ende nur zwei Grüne. Sie bekamen stellvertretend für alle Politiker die Kritik der Neuen Aktion ab, obwohl sie an der Schönefeld-Entscheidung nicht beteiligt waren.

05.06.2016
Anzeige