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Neuer WAZ-Chef frühestens im Januar

Jüterbog Neuer WAZ-Chef frühestens im Januar

Die Wahl eines hauptamtlichen Verbandsvorstehers, der zugleich auch die Aufgaben des Geschäftsführers übernimmt, ist seit langem ein Thema im Wasser- und Abwasserverband. Nun endlich ist zumindest das Auswahlverfahren in Gang gesetzt.

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Der Weg an die Spitze des Zweckverbands WAZ ist für die Verbandsversammlung steiniger als erwartet.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Das Ziel, die neu geschaffene Stelle eines hauptamtlichen Verbandsvorstehers im Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming (WAZ) bis zum Jahreswechsel zu besetzen, scheint möglich, könnte aber am sehr engen Zeitfenster für das aufwendige Wahlverfahren scheitern. Ausführlich beschäftigten sich die Vertreter der vier WAZ-Mitgliedskommunen am Dienstagabend mit dem Procedere.

Konkretes Anforderungsprofil ist notwendig

Dabei erläuterte Norbert Kranz, Geschäftsführer der mit der Wahlvorbereitung und -überwachung beauftragten Heyder-und-Partner-Kommunalberatung aus Heidelheim, die einzelnen Phasen. Gegen den Widerstand von Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) hatte sich die Verbandsversammlung Ende April auf die externe Begleitung des Stellenbesetzungsverfahrens geeinigt, um im Falle einer Anfechtung durch einen unterlegenen Bewerber rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Die Erarbeitung eines konkreten Anforderungsprofils, an dem alle Bewerber gleichermaßen und transparent gemessen werden können, nannte Kranz als nächsten Schritt. Da die Stellenbeschreibung erst in der nächsten Verbandsversammlung am 30. Juni diskutiert und beschlossen werden kann, kann die offizielle Stellenausschreibung erst Mitte Juli starten.

Ferienzeit kommt Ausschreibung in die Quere

Der Beginn der Ferien- und Urlaubszeit, wenn potenzielle Bewerber möglicherweise gar nicht im Lande sind und nicht von der Ausschreibung erfahren, ist kein optimaler Zeitpunkt. In diesem Fall wird es aber wohl nicht anders machbar sein. Erst Ende September, wenn alle Bewerbungen gesichtet sind, könnten die Vorauswahl und tiefergehende Gespräche mit ausgewählten Kandidaten erfolgen, wodurch die eigentliche Wahl frühestens Ende Oktober erfolgen könnte.

Zwar stünde damit noch in diesem Jahr der künftige Verbandsvorsteher fest, aufgrund einer etwaigen Kündigungsfrist bei seinem derzeitigen Arbeitgeber könnte sich der Stellenantritt bis Anfang April verzögern.

Mehrarbeit für den Verbandsvorsitzenden

Dass das Procedere gestrafft werden sollte, war man sich zwar in der Versammlung einig, nur wie, wusste niemand. Selbst eine vorgezogene Sondersitzung der Verbandsversammlung schließt Versammlungsleiter Wolfgang Loof nicht aus, könne damit aber aufgrund der Ladungsfristen maximal eine Woche gewinnen.

Am meisten betroffen von einer Verzögerung ist der amtierende, ehrenamtliche Verbandsvorsitzende David Kaluza, Bürgermeister der Gemeinde Niederer Fläming, der laut Satzung automatisch die Arbeit des Geschäftsführers mit leisten muss, wenn dieser ausfällt. Die derzeitige Geschäftsführerin Ilona Driesner hat bereits ihre Kündigung per 30. September in der Tasche.

Von Uwe Klemens

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