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Neues Holzdach für die Karpatensauna

Luckenwalde Neues Holzdach für die Karpatensauna

Nach elf Jahren muss das Holzdach der Karpatensauna in der Fläming-Therme neu gedeckt werden. 12 000 Lärchenholzschindeln werden zurzeit von den Dachdeckern des städtischen Bauhofes aufgenagelt.

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In luftiger Höhe: Uwe Langenickel (l.) und Enrico Hagen vom Luckenwalder Bauhof decken das Dach mit Lärchenholz-Schindeln.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Wer in diesen Tagen die Karpatensauna der Luckenwalder Fläming-Therme nutzt, muss damit rechnen, dass ihm im wahrsten Sinne des Wortes jemand aufs Dach steigt. Enrico Hagen und Uwe Langenickel vom Luckenwalder Bauhof decken das 100 Quadratmeter große Dach der Sauna neu. Insgesamt 12 000 Schindeln aus Lärchenholz bringen die beiden gelernten Dachdecker in sechs Metern Höhe fachgerecht in die schiefe Ebene. „Lärchenholz ist besonders robust, witterungsbeständig und schädlingsresistent“, erklärt Uwe Langenickel.

20 000 Nägel werden verarbeitet

Laut Bauhof-Chef Frank Dunker werden 16 000 Nägel für die Schindeln und weitere 4000 Nägel für die Unterkonstruktion benötigt, außerdem 800 laufende Meter Dachlatten verbaut. Die Latten sind aus Fichtenholz, die alten Schindeln waren aus Zedernholz.

Die scheidende Therme-Chefin Daniela Kerzel schaut sich die Arbeiten mal aus der Nähe an

Die scheidende Therme-Chefin Daniela Kerzel schaut sich die Arbeiten mal aus der Nähe an.

Quelle: Elinor Wenke

Die Karpatensauna im Garten der Anlage wurde vor elf Jahren errichtet. „Das Naturmaterial war verschlissen“, berichtet Thermen-Chefin Daniela Kerzel, „wir mussten schon immer mal einzelne Schindeln austauschen.“ Die Witterungseinflüsse und die ständige 80-Grad-Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit von innen hatten dem Holzdach zugesetzt.

Frank Dunker schätzt zudem ein, dass damals aus finanziellen Gründen am Material gespart wurde. „Jetzt werden die Schindeln mit verdreifachter Überlattung angebracht. Das ist echte Qualitätsarbeit, die hält für die nächsten 30 bis 40 Jahre“, gibt sich Dunker selbstbewusst.

Bauzeit insgesamt etwa sechs Wochen

Seit drei Wochen sind die Bauhofmitarbeiter zu Gange, weitere zwei bis drei Wochen werden sie noch brauchen. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb, wobei versucht wird, die Saungäste so wenig wie möglich zu belästigen. „Die schmutzigen Abrissarbeiten für das alte Dach wurden bewusst in die Revisionswoche gelegt, in der das Bad geschlossen war“, erklärt Daniela Kerzel.

Ganz ohne Einschränkungen geht es dennoch nicht. „Wir nageln mit Gas und Luftdruck“, sagt Enrico Hagen, „das macht natürlich Lärm und ist im Innern der Sauna zu hören.“ Aber es gibt einen Kompromiss: Wenn alle zwei Stunden ein Aufguss zelebriert wird, machen sich die Dachdecker aus dem Staub.

Zur Frauensauna wird pausiert

Tabu ist auch der Montag: Frauensauna! Auch wenn sich sonst jemand in seinem Schwitzvergnügen ausdrücklich gestört fühlt, nehmen die Dachdecker Rücksicht. Ansonsten müssen nackte Gäste und bekleidete Arbeiter vorübergehend in friedlicher Koexistenz leben, was für die Männer in luftiger Höhe offenbar das geringere Übel ist.

„Wir sind froh, dass die Arbeiten von der Stadt erledigt werden“, sagt Daniela Kerzel, „die Mitarbeiter sind flexibel und wir wissen einfach, dass es klappt.“ Kostengünstig wird es obendrein. „Für das Material benötigen wir rund 8000 Euro“, sagt Frank Dunker, „und die handwerklichen Leistungen werden über den städtischen Bauhof erbracht.“

Von Elinor Wenke

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