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Neues Konzept zur Straßenbeleuchtung

Lindow Neues Konzept zur Straßenbeleuchtung

Im Niedergörsdorfer Ortsteil Lindow herrscht Unzufriedenheit über die geplante Modernisierung der Straßenbeleuchtung. Die alten Quecksilberdampflampen sollen im kommenden Jahr durch LED ersetzt werden. Derzeit wird die konkrete Umsetzung diskutiert. Denn dafür gibt es zwei sehr unterschiedliche Vorschläge.

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In Lindow könnten künftig 35 statt 25 Straßenleuchten stehen. Das würde jedoch mehr Kosten für die Gemeinde und Anlieger mit sich bringen.

Quelle: Victoria Barnack

Lindow. Die Energiewende war in den vergangenen Monaten immer wieder zum Diskussionsthema in der Gemeinde Niedergörsdorf . Dabei geht es nicht nur um Windparks oder Photovoltaikanlagen. Auch die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde ist ein Streitpunkt. In einigen Orten fand die Umstellung auf LED bereits teilweise statt, wie am Bahnhof in Niedergörsdorf. Anderswo wird noch heftig drüber diskutiert, ob die geplante Umrüstung sinnvoll ist. In Lindow ist das Thema besonders kontrovers, weil ein zweiter Vorschlag stark von den ursprünglichen Überlegungen abweicht.

Lindow mit alten Laternen

Lindow mit alten Laternen.

Quelle: Victoria Barnack

Anfang des Jahres sah ein erster Vorschlag den Austausch der HQL-Leuchtaufsätze an den 25 Straßenlaternen in Lindow eins zu eins durch LED-Aufsätze vor. Der Kostenansatz pro Leuchte sollte sich auf 400 Euro belaufen, woraus sich eine Investitionssumme von 10 000 Euro ergeben würde. Anliegerbeiträge wären für diese Summe nicht fällig geworden, da es sich dabei lediglich um Reparaturarbeiten handeln würde. Nach sieben bis neun Jahren sollte sich die Umrüstung nach diesem Konzept in Lindow durch die Energieeinsparung rentieren.

Im Mai legte die Gemeinde dann einen neuen Vorschlag vor. Darin wird die Errichtung komplett neuer Masten ebenfalls mit LED-Leuchtaufsätzen nach dem Beispiel von Niedergörsdorf-Bahnhof vorgeschlagen. Dieser würde sowohl eine Erhöhung der Kosten als auch eine größere Anzahl an Leuchten insgesamt mit sich bringen.

Wolfgang Loof kritisiert die teure Variante der Modernisierung

Wolfgang Loof kritisiert die teure Variante der Modernisierung.

Quelle: Victoria Barnack

Alle 40 Meter stünde nach dem zweiten Vorschlag ein Mast im Ortsteil Lindow. 3300 Euro soll jede Leuchte kosten. Da es sich nicht mehr nur um Reparaturen handeln würde, kämen auch Anliegerbeiträge auf die Lindower zu.

Die Einwohner wurden darüber bereits in einer Versammlung informiert. „Dort erhielt ich eindeutig das Signal, dass die Einwohner mehrheitlich für den neuen Vorschlag sind“, erklärte Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos) in der vergangenen Woche. Denn für die neuen Masten könnten noch Fördermittel beantragt werden. Außerdem wurde im Hauptausschuss darauf hingewiesen, dass die Gemeinde mit der Erneuerung der Masten auch ihrer Pflicht zur Verkehrssicherung in dem Ortsteil nachkommen würde.

Der neue Vorschlag für die Lindower Straßenbeleuchtung

115 000 Euro soll die Errichtung von insgesamt 35 neuen Leuchten mit LED-Leuchten kosten. Davon würde die Gemeinde 49 000 Euro tragen.

Weitere 43 000 Euro könnten über Fördermittel beigesteuert werden.

Die Anlieger müssten 20 Prozent der Kosten übernehmen. Das entspricht 23 000 Euro.

6000 kWh würde die Energieeinsparung jährlich maximal betragen.

Das entspricht bis zu 1200 Euro. Damit würde sich die Investition in 50 Jahren amortisieren.

Auf Kritik stößt das neue Konzept vor allem bei Gemeindevertreter Wolfgang Loof, der selbst in Lindow wohnt, und seiner Fraktion „Mehr Initiative für Niedergörsdorf“. Dort hält man das neue Konzept für „völlig überzogen“. Loof verweist sowohl auf die Unrentabilität des Projektes hin als auch darauf, dass die Einwohner als Steuerzahler ebenfalls für die Fördermittel aufkämen. Er spricht sich für die günstigere Variante aus und würde es lieber sehen, wenn die Gemeinde mehr Geld in die Blönsdorfer Grundschule investieren würde.

Die Maßnahme soll Teil des Haushaltes 2017 werden. Bis zur tatsächlichen Realisierung des Projektes wird es also noch eine ganze Weile dauern.

Von Victoria Barnack

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