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Neues Lagerhaus für Radballer in Sicht

Luckenwalde Neues Lagerhaus für Radballer in Sicht

Der Lagerraum der Luckenwalder Radballer ist marode, undicht und feucht; die Räder hatten durch Rost schon Schaden genommen. Jetzt soll mit Stadt-, Förder- und Eigenmitteln ein massiver Neubau entstehen, allerdings nicht vor 2019.

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Vereinschef Silvio Endrikat (2.v.r.) zeigt Vertretern der Stadtverwaltung und des Sportausschusses die marode Lagerbaracke der Radballer.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Die Lagerbaracke der Radsportgemeinschaft SG Stern im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion sieht zwar aufgeräumt und ordentlich aus, gleicht ansonsten aber eher einer Bauruine. Die Baracke aus DDR-Zeiten mit einer Fläche von vier mal elf Metern ist marode und dient der Lagerung von Rädern, Toren, Netzen, Ersatzteilen und Zubehör. Mehrere Holzpaneele an der Außenwand sind morsch, insbesondere im Sockel- und Spritzwasserbereich. Der Innenraum kann nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Zudem ist das Gebäude nicht beheizt.

Vor-Ort-Termin mit dem städtischen Sportausschuss

Vor-Ort-Termin mit dem städtischen Sportausschuss.

Quelle: Elinor Wenke

Davon konnten sich am Mittwochabend die Mitglieder des städtischen Sportausschusses vor Ort überzeugen. „Wir mussten hier schon beobachten, wie sich das Wasser von hinten nach vorn seinen Weg bahnt“, berichtete Silvio Endrikat, 1. Vorsitzender der Radsportgemeinschaft. „Die Wände sind aus Pappmaché und nicht wirklich dicht“, so Endrikat weiter. Etliche hochwertige Räder hätten Schaden durch Rost genommen. „Vor anderthalb Jahren haben wir sie auf eigene Kosten sandstrahlen lassen“, sagte der Radball-Sportler. Seit dem 1. Juli hat der Verein eine neue Sektion „Einrad“. Das bedeutet sowohl steigende Mitgliederzahlen als auch mehr Fahrräder.

Hintergrund

Der Radsportverein Luckenwalde wurde im November 1898 gegründet; er feiert im nächsten Jahr sein 120-jähriges Bestehen.

Die Sportgemeinschaft Stern Luckenwalde zählt derzeit 45 Mitglieder, darunter 28 aktive im Alter zwischen acht und 40 Jahren.

Im aktuellen Bürgerhaushalt schaffte es der Vorschlag zum Neubau eines Gerätelagers mit 1319 Stimmen mit großem Abstand auf Platz 1 der Abstimmungsliste. Insgesamt standen 96 Vorschläge zur Abstimmung.

Doch nun ist für die Radballsportler eine Lösung in Sicht. Denn der Vorschlag zur Erneuerung der Lagerbaracke hatte beim Bürgerhaushalt überraschend als Erster das Rennen gemacht, sodass sich Verwaltung und Stadtverordnete damit beschäftigen.

„Wir haben uns intensiv damit auseinandergesetzt“, sagte Ingo Reinelt, Amtsleiter für Gebäude- und Beteiligungsverwaltung, „eine Sanierung des Gebäudes wäre nicht sinnvoll.“ Die Verwaltung schlägt stattdessen den Neubau eines massiven Gebäudes auf einer Fläche von vier mal 16 Metern vor. Dies würde die Nutzungsbedingungen verbessern, Betriebskosten sparen und die Außenfläche im Stadion besser aufteilen.

Der Komfort hat seinen Preis

Doch der Komfort hat seinen Preis. Die Verwaltung geht zunächst von Kosten um die 100 000 Euro aus, einschließlich Planungskosten und Abriss des alten Bungalows. Die Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) sind ausgeschöpft. Aber über die Förderrichtlinie des Landessportbundes zum Sportstättenbau wäre eine anteilige Förderung bis zu 20 000 Euro möglich. Antragsberechtigt sind die Sportvereine; der nächstmögliche Antragstermin ist der 1. Juli 2018.

Verwirklichung nicht vor 2019

Die SG Stern hat ihre Bereitschaft bekundet, einen Förderantrag zu stellen und Eigenleistungen zu erbringen, wünscht sich aber eine Barackenfläche von sechs mal 14 Metern. Nach Abstimmung mit dem Sportverein sollen für den Stadthaushalt 2018 zunächst 10 000 Euro für Planungsleistungen eingestellt werden. Auf dieser Grundlage kann der Verein den Förderantrag stellen. „Die Entscheidung über die Fördermittel fällt sicher nicht vor dem vierten Quartal 2018“, sagte Reinelt, „deshalb wird das Projekt wohl im Jahr 2019 verwirklicht werden.“ Um die zwei Jahre bestmöglich zu überbrücken, schlug Nadine Walbrach (CDU) vor, eine Heizmöglichkeit zu schaffen.

Von Elinor Wenke

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