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Neues Leben für altes Bahnhofsgebäude

Großbeeren Neues Leben für altes Bahnhofsgebäude

Wer ist Ansprechpartner für die GVZ-Firmen in Großbeeren mit ihren 10 000 Arbeitskräften, wenn alle Areale fertig bebaut sind? Wo wird die Unterhaltung der Dutzenden Kilometer Straßen und 180 Hektar Grünflächen organisiert? Gemeinde und GVZ-Entwickler haben eine Idee.

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Ende 2018 soll das seit rund zwei Jahrzehnten leer stehende Bahnhofsgebäude von Großbeeren wieder hergerichtet und belebt sein.

Quelle: Abromeit

Großbeeren. Der denkmalgeschützte Backsteinbau am Bahnhof Großbeeren soll eine neue Bestimmung bekommen: Die Gemeinde und die Potsdamer Firma IPG wollen dort eine Anlaufstelle für die im Güterverkehrszentrum (GVZ) angesiedelten Firmen einrichten. Derzeit laufen im Ort zudem Planungen, auch das aus allen Nähten platzende Bauamt der Gemeinde und die kommunale Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) dort mit unterzubringen. Bereits mit den beiden GVZ-Erweiterungen im Blick hatte die Gemeinde das Haus kurz nach der Jahrtausendwende für 6000 Euro gekauft.

10 000 Menschen arbeiten im GVZ

Das GVZ gilt als komplett belegt, zurzeit werden die letzten verkauften Flächen bebaut. In absehbarer Zeit arbeiten links und rechts von Anhalter Bahn und B 101 dann mehr als 10 000 Menschen. Sowohl im Rathaus als auch bei der IPG weiß man, dass Firmen über die Ansiedlungszeit hinaus einen Ansprechpartner brauchen und dass irgendwo möglichst nah die Leute sitzen müssen, die die kommunale Infrastruktur in diesem rund 400 Hektar großen Areal instand halten. „Neben den 220 Hektar reiner Ansiedlungsfläche sind das auch 180 Hektar Ausgleichs- und Ersatzflächen, die der Bevölkerung zugute kommen“, erklärt Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Ist der Bau neu hergerichtet, wären dort auf drei Etagen einschließlich Dachgeschoss 1000 Quadratmeter Nutzfläche verfügbar. Genügend Platz für einen GVZ-Dienstleister und das Bau- und Planungsamt Großbeeren. Ahlgrimm sagt außerdem: „Mein Wunsch wäre, auch unsere Wobau mit reinzunehmen. Das wäre wegen der kurzen Abstimmungswege aus meiner Sicht eine sehr effektive Kombination.“

Bauantrag soll im ersten Halbjahr 2017 gestellt werden

Leicht werden Umbau und Wiederbelebung des Bahnhofsgebäudes nicht, das Haus stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das weiß IPG-Chef Rüdiger Hage. Seine Firma plant den Umbau, veranschlagt sind 1,5 bis zwei Millionen Euro Baukosten. Der Bahnhofsumbau könnte so etwas wie der Abschluss des größten IPG-Projektes GVZ werden. Läuft alles optimal, könnte Ende 2018 der Einzug gefeiert werden. Der Plan ist sportlich, Zimmergrößen und Ausstattung sind bei Einhaltung des Denkmalschutzes heutigen Standards anzupassen, auch ein Konferenzraum ist gewünscht. Zurzeit arbeite die IPG an der Entwurfsplanung, im ersten Halbjahr 2017 will sie den Bauantrag einreichen, so Hage.

Hintergrund

Die IPG hat ihren Sitz in Potsdam und ein Büro in Premnitz. Der Mittelständler entwickelt Standorte und Projekte der Verkehrsinfrastruktur.

Bekannteste Projekte sind die Güterverkehrszentren Berlin Süd (Großbeeren), West (Wustermark) und Ost (Freienbrink). Referenzobjekte in Ludwigsfelde: Industriepark West und Bahnhofsumbau, aktuell das Industrie- und Gewerbegebiet Eichspitze.

Von Jutta Abromeit

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