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Teltow-Fläming Neues Leben hinter Fachwerk-Fassade
Lokales Teltow-Fläming Neues Leben hinter Fachwerk-Fassade
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02:16 14.03.2016
Endlich hat Ortsvorsteher Andreas Noack (Plan B) ein eigenes Büro, in dem auch der Ortsbeirat tagt. Darauf hat Noack 13 Jahre lang gewartet.
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Zossen

Wenn ein Haus lange Zeit lebt, steckt es voller Überraschungen. Diese Erfahrung machten Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) und Architekt Uwe Mücklausen bei der Sanierung des Fachwerkhauses am Kirchplatz 7, das heute eingeweiht wird.

Eigentlich schien die Zeit für das im frühen 19. Jahrhundert errichtete denkmalgeschützte Gebäude längst abgelaufen zu sein. Doch dann entschieden sich die Stadtverordneten vor knapp drei Jahren mehrheitlich dafür, das Haus mit Hilfe von Fördermitteln für 1,7 Millionen Euro sanieren zu lassen. „Andernfalls wäre es so lange stehen geblieben, bis es zerfällt“, sagt Schreiber. Die beiden Berliner Architekten Uwe Mücklausen und Axel Seemann wurden damit beauftragt, dem totgesagten Gebäude neues Leben einzuhauchen. Bei der Bestandsaufnahme kam heraus, dass dort niemand mehr wohnen oder arbeiten kann, ohne seine Gesundheit zu gefährden. Viele Wände waren extrem stark mit Hausschwamm befallen, mussten deshalb abgerissen werden. Fast alle Balken des Dachstuhls hatte der Zahn der Zeit gründlich zernagt. „Trotz des erbärmlichen Zustandes war das Haus durchaus sanierungsfähig”, sagt Mücklausen.

Eröffnungsprogramm

Jedermann ist heute zu der öffentlichen Einweihung des sanierten Hauses am Kirchplatz 7 in Zossen herzlich eingeladen. Beginn ist um 14 Uhr.


Die erste Ausstellung im Galerie-Café heißt „Pinsel & Pixel – Zossener Ansichten“. Vernissage: 14.30 Uhr.


Besucher können ab 15 Uhr das neue Schulmuseum besichtigen.


Der Heimatverein „Alter Krug“ lädt ab 16 Uhr im Dachgeschoss-Saal zum Vortrag über Wappenkunde ein.

Das Grundkonzept bestand darin, die Fassade nach historischem Vorbild zu gestalten und drinnen alles einer neuen Nutzung zuzuführen. Parterre entstand ein Galerie-Café. Oben erhielt das Schulmuseum eine dauerhafte und moderne Heimstätte. Veranstaltungsraum, Büro des Ortsvorstehers, Küche, Toiletten und ein außen vorgesetzter Fahrstuhl runden das Raumkonzept ab. Alle Fachwerkwände blieben an ihrer Stelle. Erhaltenswerte Türen und Dielen wurden von einem Tischler aufgearbeitet und wieder eingebaut.

Als Hausanschlussraum wird ein Kellergewölbe genutzt, das in keiner Bauzeichnung enthalten war. „Den Keller haben wir rein zufällig bei Entkernungsarbeiten entdeckt“, so Mücklausen. Sein erster Gedanke sei gewesen, aus dem Gewölbe einen Weinkeller zu machen. „Aber das hätten wir wegen der zusätzlichen Kosten niemanden vermitteln können.“ Also entschied man sich dafür, die Haustechnik nicht wie geplant im Obergeschoss, sondern im Keller unterzubringen. „So haben wir oben Platz für zwei Räume gewonnen.“

Frisch und frech wirken die orange gestrichenen Türen und die kräftig rot strahlenden Fenster. „Dafür haben wir uns in Abstimmung mit der Denkmalpflege entschieden, weil alle Hinweise auf die ursprüngliche Farbgebung bei den vielen Umbauten vernichtet wurden“, so Mücklausen. „Wir wollten zeigen, das ist kein heimliches Haus, das sich schämt, sondern nur so vor Leben strotzt“, sagt Bürgermeisterin Schreiber. Genau das spiegele die Fassade wider.

„Oft haben wir stundenlang gesessen und über Details gestritten“, sagt Schreiber. Nun sei sie total happy über das Ergebnis. Das Gleiche empfindet Uwe Mücklausen. „Für die Idee, das Haus zu retten, kann ich der Stadt nur ein großes Kompliment machen.“

Von Frank Pechhold

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