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Teltow-Fläming Neues Leben in altem Denkmal
Lokales Teltow-Fläming Neues Leben in altem Denkmal
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17:32 01.05.2015
Das 110 Jahre alte Haus in der Luckenwalder Theaterstraße 16 wurde aufwendig saniert. Quelle: Elinor Wenke (2)
Luckenwalde

Seit mehr als 20 Jahren stand das denkmalgeschützte Haus Theaterstraße 16 in Luckenwalde leer und verfiel zusehens, jetzt ist neues Leben dort eingezogen. Der Berliner Mediziner Andreas Kugler hat die 110 Jahre alte Villa im Jahr 2012 gekauft und saniert. Am 4. Mai eröffnet der Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde dort eine Privatpraxis.

Seit 2014 bewohnt Andreas Kugler mit seiner Frau Cornelia, drei Kindern und einem Hund das Obergeschoss. Dann wurden im Erdgeschoss auf 240 Quadratmetern Fläche acht Praxisräume und Sanitärbereiche hergerichtet. „Modern und trotzdem viel original erhalten, so wie es der Denkmalschutz fordert“, sagt Kugler. So wurde der alte Dielenfußboden aufgearbeitet, die Schwellen wurden aber herausgenommen, um behinderten Patienten einen barrierefreien Weg zu ermöglichen.

Die Fenster zur Theaterstraße wurden ebenfalls aufgearbeitet, die Innenfenster mit Doppelisolierverglasung versehen. Auch ein Buntglasfenster ist im Original erhalten. Für die moderne Heizung wurden alte Heizkörper im Sandstrahlverfahren bearbeitet und pulverbeschichtet. Ein Außen-Lift ermöglicht später auch Rollstuhlfahrern den Zugang.

Wenn Kugler an den Ur-Zustand des Hauses denkt, stehen ihm die Haare zu Berge. „Der Vandalismus war nicht zu übersehen“, erinnert er sich. „Türen waren rausgetreten worden, Schlösser rausgerissen, Fensterscheiben zerschlagen. Wir haben einen Berg voller Glasscherben zusammengefegt“, sagt der 36-Jährige. Nun strahlt das Haus innen und außen mit neuem Anstrich. Aufwendig wurden die Ornamente an der Außenfassade wieder herausgearbeitet. „Der Stuckateur hatte ein goldenes Händchen“, sagt der Bauherr .

600 000 Euro hat Familie Kugler in die Restaurierung des Denkmals investiert. Weil das Gebäude im Sanierungsgebiet „Zentrum“ liegt und als Eckbebauung an exponierter Stelle von städtebaulicher Bedeutung ist, hat die Stadt das Bauvorhaben mit 120 000 Euro gefördert. Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann lobt das private Engagement der neuen Eigentümer und ist erleichtert, dass ein weiterer Schandfleck der Stadt zum Schmuckstück geworden ist.

Kugler war zuletzt als niedergelassener Arzt in einem medizinischen Versorgungszentrum in Berlin tätig. Vor einem Jahr beantragte er die kassenärztliche Zulassung für Luckenwalde – ohne Erfolg. „Laut Statistik ist der Kreis Teltow-Fläming mit seinen 160 000 Einwohnern überversorgt, auch ein Antrag auf Sonderbedarf wurde abgelehnt“, sagt Kugler, wohlwissend, dass der Alltag gerade im Süden des Landkreises anders aussieht.

Deshalb eröffnet er eine Praxis für Privatpatienten und Selbstzahler. „Es steht jedem frei, in eine Privatpraxis zu kommen. Die Rechnung wird direkt an den Patienten gestellt, der aber vorher mit seiner Krankenkasse über eine mögliche Teilkostenerstattung verhandeln kann“, sagt Kugler und ergänzt: „Für einen Erstbesuch muss man mit 30 bis 100 Euro rechnen.“

Kugler behandelt alle Hals-Nasen-Ohren-Beschwerden, von der einfachen Mittelohrentzündung und Schnarchproblemen über den Hörsturz bis zur chronischen Nebenhöhlenentzündung. Außerdem bietet er alle ambulanten Operationen an. An Luckenwalde schätzt der gebürtige Berliner die kurzen Wege, und dass er Familie und Job unter einem Dach hat. „Hier ist alles viel persönlicher als in Berlin“, sagt er.

Von Elinor Wenke

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