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Teltow-Fläming Neues Leben in der alten Post
Lokales Teltow-Fläming Neues Leben in der alten Post
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00:28 12.03.2018
Die alte Post an der Potsdamer Straße in Ludwigsfelde
Ludwigsfelde

Parkplatzprobleme rund um die alte Post von Ludwigsfelde, aber viel ungenutzte Fläche an der Ecke Rudolf-Breitscheid-/Potsdamer Straße, und noch immer fahren täglich Postautos auf den Hof – oft wird in Bauausschusssitzungen gefragt, wann und was dort passiert.

Den Garagenbesitzern auf dem 3000 Quadratmeter großen Nachbargrundstück ist gekündigt, auch dort sollen Wohnungen gebaut werden. Eigentümer der alten Post ist der Potsdamer Hans-Joachim Schmidt.

Der selbstständige Kaufmann sagt gegenüber der MAZ: „Der Postdienstleister DHL bleibt dort definitiv noch eine Weile im Erdgeschoss. Gerade ist der Mietvertrag mit ihm wieder für einige Jahre verlängert worden.“

Monique Hofmann wohnt in der alten Post von Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

In der Autobauerstadt sind die meisten Gebäude Plattenbauten oder Häuser mit dem Prädikat „glatt, quadratisch, abwaschbar“. Die alte Post gehört zweifellos zu den interessanten Immobilien, auch wenn sie nicht unter Denkmalschutz steht. Das bedauert Schmidt: „Dieses Haus hat doch Charakter.“ Um den zu erhalten, will er die Fenster des Gebäudes demnächst im alten Stil erneuern lassen.

Und erzählt: „Im Obergeschoss gab es immer eine Dienstwohnung, dort hat bis nach dem Mauerfall der Potsdamer Postdirektor gewohnt.“ Anschließend lebte seine Witwe dort neben dem Sportstudio noch bis zu ihrem Tod vor drei Jahren.

Ludwigsfelderin ist froh, in der Heimat wohnen zu können

Inzwischen gibt es nur noch im Erdgeschoss DHL-Geschäftsräume. Im Obergeschoss sind drei Wohnungen ausgebaut. „Und ich kann mir sehr gut vorstellen, auch das Dachgeschoss mit dem Boden zu zwei weiteren Wohnungen auszubauen“, erklärt der 55-jährige Eigentümer.

In der ersten modernisierten Wohnung mit Eingang an der Westseite wohnen Monique Hofmann und ihr Freund. Angesichts des akuten Wohnungsmangels ist die 33-Jährige froh, in ihrer Heimatstadt leben zu können. „Außerdem ist es mit meinem Job in Berlin absolut bequem, so nah am Bahnhof zu wohnen“, sagt die junge Frau.

Blick aus dem Fenster der alten Post auf den Hof. Quelle: Jutta Abromeit

Sie war nach dem Abitur am Curie-Gymnasium nach Mainz, Frankreich und Italien gegangen, um Geschichte zu studieren. „Seit 2013 bin ich wieder hier in Ludwigsfelde. Da hatten wir uns natürlich gleich auf Wohnungswartelisten setzen lassen“, erzählt sie. Irgendwann erfuhr sie von dieser Wohnung, meldete sich als Erste beim Vermieter und bekam den Zuschlag für die 95 Quadratmeter große Drei-Raum-Wohung. „Selbst wenn Nachwuchs kommen würde, hätten wir hier noch genug Platz“, sagt sie.

Freunde staunen: 3,50 Meter hoher Weihnachtsbaum

Im Gegensatz zu anderen Mietern stören sie die vielen Postautos an sechs Tagen pro Woche auf dem Hof nicht. „Ganz ehrlich, ich höre sie nicht, auch die Flugzeuge nicht, da ist die Autobahn lauter. Und unser Schlafzimmer ist zur Potsdamer Straße raus, die Fenster sind offenbar ziemlich schalldicht.“

Auch sie lebt in dem Gefühl in der alten Post, ein besonderes Zuhause zu haben: „Wir haben ja 3,50 Meter hohe Zimmer. da können wir zu Weihnachten einen richtig hohen Baum aufstellen.“ Das habe sie natürlich gemacht, bis zur Decke reichte er und war etwas Besonderes im Freundeskreis.

Wohnte der schnellste Postbote der DDR im Haus?

Nur ganz dunkel erinnert sich Monique Hofmann, als Kind mal in den Schalterräumen der alten Post gewesen zu sein. „Wir haben ja in Nord gewohnt, und da gab es die neue Post am Saefkowring, die war für uns viel näher.“ Und sie erzählt: „Irgendjemand hat uns gesagt, hier soll früher mal der schnellste Postbote der DDR gewohnt haben. Das soll in der Sendung ,Außenseiter – Spitzenreiter’ mal in einem Beitrag gekommen sein.“

Noch etwas Besonderes hat die alte Post übrigens: ein seltenes Mosaik im früheren Schalterraum, geschaffen von einem Berliner Künstler.

Von Jutta Abromeit

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