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Neues Mitglied für den Jugendbeirat berufen

Jüterbog Neues Mitglied für den Jugendbeirat berufen

Einfach nur abhängen, wie es vielen Jugendlichen nachgesagt wird, ist nichts für Niclas Koschig. Als Nachrücker für Philip Petzhold übernimmt der 15-jährige Gymnasiast nun Verantwortung im Jugendbeirat der Stadt.

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Niclas Koschig will sich in die Lokalpolitik seiner Stadt und später auch gern in die große Politik einmischen.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Ausdauerlauf und Weitsprung sind die sportlichen Lieblingsdisziplinen des 15-jährigen Klosteraners Niclas Koschig, der sogar Kreis- und Vizekreismeister auf der 2,8- und 7,8-Kilomter-Distanz ist. Nun wagt der Gymnasiast den Sprung in die Politik und wird auch dort Ausdauer nötig haben. Vor wenigen Wochen, kurz vor seinem 15. Geburtstag, beriefen Jüterbogs Stadtverordnete Niclas in den Jugendbeirat der Stadt.

Sein Interesse an politischem Engagement entdeckte der Neuntklässler bei einem Besuch im Potsdamer Landtag, zu dem der Jüterboger SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn die Gymnasiasten eingeladen hatte. „Die Vielfalt der Themen, mit denen sich Politiker auseinandersetzen, aber auch die Arbeitsatmosphäre im Landtag haben mich beeindruckt und bei mir Interesse geweckt, mich ebenfalls politisch zu betätigen“, erinnert sich Niclas an den etwa ein halbes Jahr zurückliegenden, ersten Impuls.

Engagement ist Niclas vertraut

Engagement an sich ist dem aufgeweckten Jugendlichen nicht fremd. „So oft ich Zeit dafür habe, arbeite ich in der Jüterboger Flüchtlingshilfe mit und helfe im Jugendklub, den ich seit zwei Jahren regelmäßig besuche“, sagt Niclas, der inzwischen auch auf der Liste für die nächste Klubratswahl steht.

Anfang März entschloss sich der Klosteraner Mitglied der SPD und der Jungsozialisten Teltow-Fläming zu werden, wo er inzwischen bereits Beisitzer im Vorstand ist. „Vorher hab ich auch bei anderen Parteien geguckt. Hundertprozentig perfekt ist keine, aber ich glaube, dass die SPD am ehesten dafür sorgen kann, dass das, was Deutschland vor 1945 erlebt hat, nicht noch einmal passiert“, ist Niclas überzeugt.

„Wenn ihr Hilfe braucht, komme ich“

Als Anfang April das obligatorische Schülerpraktikum anstand, brauchte Niclas Koschig nicht lange zu überlegen und bewarb sich in Stohns Landtagsbüro, wo er sich zwei Wochen lang einen intensiven Einblick in die Mühe der Ebene verschaffte. Seither weiß er, dass das Politiker-Dasein nicht nur aus glanzvollen Momenten im Scheinwerferlicht besteht, sondern auch viel Basisarbeit und einer gegliederter Arbeitsplan dazu gehören. Seine Zusage nach dem Praktikum an die Bürokollegen „Wenn ihr Hilfe braucht, komme ich.“ sei ernst gemeint. Denn das Politiker allein wenig ausrichten können, wenn niemand mitzieht, ist eine weitere Erkenntnis des jungen Parteimitglieds.

Kriminalist steht beim Berufswunsch ganz oben

Auch die Entscheidung, Mitglied im Jugendbeirat zu werden, ist so entstanden. Mit dem Rücktritt von Philip Petzhold (Linke), ergab sich die Gelegenheit dazu. Dem Vorschlag des Beirates, Niclas Koschig zu berufen, folgten die Stadtverordneten einstimmig. Selbst einmal für das Stadtparlament zu kandidieren, ist sein nächstes, großes Ziel. Obwohl sich der 15-Jährige auch ein Leben als Berufspolitiker vorstellen kann, ist sein gegenwärtiger Plan ein anderer. Noch stärker als die politische Debatte interessiert ihn der Aufgabenbereich der Polizei. Kriminalist im gehobenen Dienst ist für die Berufswahl sein Favorit.

Von Uwe Klemens

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