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Teltow-Fläming Neues Regenwasserbecken in Blankenfelde
Lokales Teltow-Fläming Neues Regenwasserbecken in Blankenfelde
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00:18 21.02.2016
Mit dem Sand aus dem neuen Regenwasserbecken soll das alte Becken zugeschüttet werden. . Quelle: Zielke
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Blankenfelde

Mächtige Bagger graben sich derzeit an der Blankenfelder August-Bebel-Straße metertief in den Sand. Für Autos gibt es kein Durchkommen. Sie müssen eine Umleitung über Bach-, Karl-Liebknecht- und Wilhelm-Raabe-Straße nehmen. Grund sind die Bauarbeiten für ein neues Regenwasserbecken, das bereits Konturen annimmt.

Wenn das Becken einmal fertig ist, wird es 25 Meter lang, 28 Meter breit und mehr als zwei Meter tief sein. Dass die Bagger derzeit wesentlich tiefer graben, liegt am Lehmboden. „Der behindert die Versickerung“, sagt Silvio Preusche, Bauleiter der Firma Eurovia aus Michendorf. Deshalb wird der Lehm gegen Sandboden ausgetauscht. Gitterboxen, sogenannte Rigolenkörper, stellen sicher, dass das Becken auch bei heftigen Niederschlägen nicht überläuft. Damit kein Schmutz in die Umwelt gelangt, entsteht auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Sedimentationsanlage. Sie filtert Öl, Sand und andere Verunreinigungen aus dem Regenwasser, bevor dieses durch Leitungen mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern ins Becken strömt.

Das ausgebaggerte Erdreich wird auf dem Feld an der Heinrich-Heine-Straße zwischengelagert. Später, wenn das neue Becken in Betrieb geht, soll mit dem Sand das alte Becken verfüllt werden. Derzeit werden noch die Regenwasserkanäle aus den umliegenden Straßen zum neuen Becken verlegt.Im April soll alles fertig sein.

Dann kann die seit Jahren geplante Erweiterung des Kopernikus-Gymnasiums beginnen. Im Sommer soll der Grundstein gelegt werden, im Herbst 2017 ist die Eröffnung geplant.

Die Kosten für den zweistöckigen Neubau waren von sechs auf acht Millionen Euro gestiegen. Dort sollen zwölf Klassenräume und sechs Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst und Musik entstehen. Auch eine Aula mit rund 200 Plätzen ist geplant. Mehrere Anwohner hatten gegen die Erweiterung des Gymnasiums protestiert. Sie forderten den Erhalt des Regenwasserbeckens, das sich in den vergangenen Jahren zu einem Biotop entwickelt habe und nicht zerstört werden dürfe. Ihren Vorschlag, das Gymnasium auf der Fläche des Schulgartens der Wilhelm-Busch-Schule zu erweitern, lehnte die Gemeinde ab. Doch auch das neue Becken soll sich eines Tages harmonisch in die waldreiche Umgebung einfügen. Am Rand werden gewässertypische Pflanzen angesiedelt.

Von Christian Zielke

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