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Neues Team, neuer Platz: Ansporn im Fußball

Die Kicker von Borussia Mahlow Neues Team, neuer Platz: Ansporn im Fußball

Lange interessierte sich niemand für den verlassenen Sportplatz an der Gershwinstraße in Mahlow. Seit kurzem darf der neu gegründete Verein Borussia Mahlow dort offiziell Fußball spielen. In Politik und Sport freut sich nicht jeder über die Konkurrenz – für Borussia ist das noch mehr Ansporn.

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Kay-Uwe Schoechert von Borussia Mahlow (l.) und Stefan Riewe vom SV Waßmannsdorf wollen künftig enger kooperieren.

Quelle: Zielke

Mahlow. Not macht erfinderisch. Man kann aus ihr sogar eine Tugend machen. Der Fußballverein Borussia Mahlow pflegt sein Image als Stachel im Fleisch der anderen Fußballvereine. Stolz erzählt der Borussia-Vorsitzende Michael Schwarz, dass die Konkurrenz seit kurzem mit Duschen um Nachwuchs wirbt. „Ist das nicht irre“, sagt der 38-Jährige und feixt.

Schwarz und sein Stellvertreter Kay-Uwe Schoechert machen aus dem Stolz über die Reaktionen der anderen keinen Hehl. Schließlich kennen beide ihre Konkurrenz gut. Schoechert war Trainer beim SV Blau-Weiß Dahlewitz, Schwarz beim BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow. Beide haben sich mit ihren Vereinen überworfen. Gemeinsam gründeten sie Anfang des Jahres Borussia Mahlow – einen Verein, den man nach Auffassung vieler in Politik und Verwaltung in Blankenfelde-Mahlow nicht braucht. Als unkooperativ hat Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) den Verein bezeichnet, der mittlerweile mehr als 100 Mitglieder hat. Seine Stellvertreterin Marion Dzikowski rollt regelmäßig mit den Augen, wenn Schwarz oder Schoechert im Bildungsausschuss auftauchen.

Borussia Mahlow ist das sportliche Pendant der politischen Uneinigkeit in der Gemeinde. Die Fronten verlaufen nicht zwischen links und rechts, sondern zwischen Etablierten und denen, die davon die Nase voll haben und etwas Eigenes machen. Michael Schwarz und Kay-Uwe Schoechert haben bei der Gemeinde um Wasser- und Stromanschluss und ein abschließbares Eingangstor für den Gershwin-Sportplatz gebeten – bekommen haben sie immerhin ein Schild, dass sie am Wochenende zwischen 9 und 12 Uhr dort das Hausrecht haben. Weil die Gemeinde ihnen wegen angeblich gewachsener Zeiten der anderen Vereine keine Trainingsmöglichkeiten in einer Turnhalle zustand, trainieren die Kinder der vier Mannschaften nun in Waßmannsdorf. „Man hat versucht, uns zum Winter auszuhungern“, sagt Schwarz. Bald könnte ihnen die Gemeinde auch das Flutlicht wegnehmen. Das ist dem BSC Preußen versprochen, dabei, so Schwarz, sei die Umsetzung teurer als neue Masten.

Bisher haben sie bei Borussia immer eine Lösung gefunden. Vereinsheim und Kabine befinden sich in giftgrünen Wohnwagen, die zu jedem Training als Werbung durch die Gemeinde fahren, schließlich stehe nirgendwo, dass ein Vereinsheim ein Haus sein muss. Was aus den Anträgen des Vereins geworden ist? Von der Gemeinde kam dazu trotz Nachfrage keine Antwort. Katja Grassmann (SPD), die Vorsitzende des Bildungsausschusses verspricht, darüber im Januar zu beraten.

Von Christian Zielke

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