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Neues Wohngebiet in Waldblick geplant

Mahlow Neues Wohngebiet in Waldblick geplant

70 Reihen- und Doppelhäuser sollen in Mahlow-Waldblick entstehen. Der Bauausschuss empfahl auf seiner jüngsten Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet. Ein Ausschussmitglied warf dem Investor Skrupellosigkeit vor, weil dieser Familien in der Einflugschneise wohnen lassen will.

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Fast 50 Reihen- und etwa 20 Doppelhäuser sind auf dem Feld in Mahlow-Waldblick geplant. Auch neue Straßen sollen entstehen.

Quelle: Christian Zielke

Mahlow. Noch dominieren trockene Gräser und eine Pferdekoppel das Bild. Doch bald schon sollen auf dem Feld zwischen der vierspurigen L76, Marienfelder und Ziethener Straße in Mahlow-Waldblick Einfamilienhäuser stehen.

Der Bauausschuss der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow empfahl bei seiner jüngsten Sitzung, einen Bebauungsplan mit dem Namen „M48 Waldblick Süd“ für das etwas mehr als sechs Hektar große Gebiet aufzustellen. Investor Martin Morgenstern möchte dort rund 20 Doppel- und etwa 50 Reihenhäuser bauen. Die Reihenhäuser sollen bis zu drei Geschosse und rund 300 Quadratmeter Grundstück haben, die Doppelhäuser bleiben mit zwei Geschossen etwas niedriger. Sie haben dafür einen im Durchschnitt 50 Quadratmeter größeren Garten.

Erschließungsstraße geplant

Eine Erschließungsstraße soll auf Höhe der Max-Planck-Straße durch das neue Gebiet bis zur Brenzstraße führen. Ein Wohnweg als Sackgasse ermöglicht eine rückwärtige Zufahrt zu den Häusern entlang der Marienfelder Straße. An der Kreuzung zur Ziethener Straße soll laut den ersten Plänen ein Kreisverkehr entstehen. Weitere Gehwege und Bushaltestellen sind rund um das Gebiet ebenso geplant.

Bauausschuss befürwortet Plan

Grundsätzlich befürworteten die meisten Bauausschussmitglieder das Vorhaben, weil so Wohnraum für junge Familien geschaffen wird. Nicht jedem gefiel jedoch die Form der geplanten Häuser. Sie erinnert an moderne Townhouses – kantig, rechteckig, mit flachen Dächern und großen Klinker-Flächen. „Das fügt sich leider überhaupt nicht in die Umgebung von Mahlow-Waldblick ein“, sagte die Ausschussvorsitzende Sabine Plettner-Mozuch (Grüne). „Wir nehmen die Vorschläge gerne auf", versprach die anwesende Architektin. Sie betonte, dass es sich bei der Gestaltung nur um erste Ideen und nicht um fertige Entwürfe handle.

Kritik von Stefke wegen Lärmbelästigung

Heftige Kritik an den Plänen äußerte Matthias Stefke (BVBB-WG). „Haben Sie keinerlei Skrupel, Familien mit Kindern in einem Gebiet wohnen zu lassen, das kaum bewohnbar ist.“ Stefkes Frage zielte auf die noch ausstehende Entscheidung zur Nachtflugroute des BER-Flughafens, die über das Gebiet führen könnte. „Wir zwingen niemanden, dort zu wohnen“, antwortete Martin Morgenstern auf die Kritik. Viele potenzielle Käufer interessierten sich für das Gebiet nicht trotz, sondern wegen dessen Nähe zum künftigen Flughafen, weil sie dort arbeiten. Zudem gebe der Bebauungsplan vor, dass in den Häusern Lärmschutzfenster eingebaut werden müssen.

Ein anderes Schallschutzproblem könnte sich mit dem Wohngebiet erübrigen. Der Investor will die Lücke im Lärmschutzwall an der L76 bis zur Brücke über die Marienfelder Straße verlängern.

Von Christian Zielke

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