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Tag des offenen Denkmals in der Region Neues im Alten entdecken

Zum Tag des offenen Denkmals werden am Sonntag wieder herausragende Bauwerke für interessierte Besucher geöffnet. Zu zahlreichen Bauten werden thematische Führungen angeboten, auch einige private Wohnhäuser können bei diesem internationalen Denkmaltag besichtigt werden.

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Ein Bild aus alten Zeiten: Der Turm der Jühnsdorfer Kirche ist gerade saniert worden, derzeit steht noch das Gerüst. Am Sonntag soll über die Bauarbeiten und künftige Maßnahmen informiert werden.

Quelle: KAREN GRUNOW

Dahmeland-Fläming. Für viele ist das längst ein fester Termin im Jahreskalender, der Tag des offenen Denkmals, zu dem am kommenden Sonntag auch in der Region Dahmeland-Fläming wieder zahlreiche herausragende Baudenkmale besichtigt werden können. „Oft zeigen dann Restauratoren ihre Arbeit und die Eigentümer, die viel Geld in den Erhalt der Bauten gesteckt haben, sind zurecht stolz, wenn sie die Denkmale vorstellen können“, sagt Gundula Thiele, Sachgebietsleiterin im Amt für Kreisentwicklung und Denkmalschutz des Landkreises Dahme-Spreewald. Erstmals initiiert wurde ein solcher Tag 1984 in Frankreich. In der Bundesrepublik wird seit 1993 durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz der europaweite Denkmaltag organisiert.

Münzen aus allen Nationen, in denen der Euro die gültige Währung ist, haben Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Blankenfelde-Jühnsdorf gesammelt. Sie wollen die Geldstücke zusammen mit aktuellen Dokumenten zur Jühnsdorfer Kirche in den nächsten Tagen in einer neuen Kugel und mit neuer Wetterfahne auf die Spitze des Turms bringen. Denn der ist nun fast fertig saniert. „Die letzte Bauabnahme steht kurz bevor“, sagt Bärbel Wunsch, die Vorsitzende der Kirchengemeinde.

Zum Denkmaltag 2014 hätte die Jühnsdorferin noch nicht darauf zu hoffen gewagt, dass nun, auch dank zahlreicher Spenden, die dringlichen Bauarbeiten realisiert werden konnten. Besucher können sich am Sonntag über die Sanierung informieren, außerdem auf den Spuren der Familie von dem Knesebeck wandeln, deren Grabmal in der Kirche ist. Ab 17 Uhr wird der Sommervocalkreis Blankenfelde Chormusik aus verschiedenen europäischen Ländern vorstellen.

Musikalisch wird der Denkmaltag auch in Zeuthen, denn in der Martin-Luther-Kirche wird ab 13 Uhr Kantor Christian Finke-Tange an der Steinmeyer-Orgel spielen. Außerdem wird es fachkundige Führungen zur Ausstattung der 1914 geweihten Jugendstil-Kirche geben.

Die Orgel der Mittenwalder St.-Moritz-Kirche wird ab 17 Uhr ebenfalls erklingen. Der Heimatverein Mittenwalde hat sich mit seinen Aktionen zum Denkmaltag am diesjährigen Motto „Handwerk, Technik, Indus-trie“ orientiert. Im Schmiede-Museum am Salzmarkt ist ab 14 Uhr Schauschmieden vorgesehen, Führungen durch die Altstadt sind ebenfalls geplant.

„Bei der Restaurierung wird historische Handwerkskunst eingesetzt“, sagt die Kunsthistorikerin Ingrid Henkel-Rippién über zwei besondere Haussanierungsprojekte in Jüterbog, die sie am Sonntag gemeinsam mit ihrem Sohn Florian Henkel vorstellen will. Bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts lässt sich die Baugeschichte des alten Handwerkerhauses zurückverfolgen, das mittlerweile erfolgreich restauriert worden ist.

Ganz am Anfang stehen die beiden jedoch noch mit der so genannten „Vise“, einem anderen Gebäude in der Nikolaikirchstraße, das einst Sitz der Kapläne der St.-Nikolai-Kirche war. „Vor circa einem Jahr haben wir uns des Hauses angenommen“, erzählt Ingrid Henkel-Rippién. Davor stand es 15 Jahre leer. Erstmals erwähnt wurde die „Vise“, die durch eine Inschrift am Haus so bezeichnet ist, bereits 1383. Der heutige, zweigeschossige Fachwerkbau stammt von 1748. „Die beiden Höfe können angeschaut werden“, lädt Henkel-Rippién ein. Sie hofft, dass eine Restaurierung des Gebäudes bald beginnen kann.

Weit mehr als 400 Baudenkmale gibt es im Landkreis Dahme-Spreewald, sagt Gundula Thiele von der Unteren Denkmalschutzbehörde. Dazu zählen jedoch nicht nur Einzeldenkmale, zum Teil werden ganze Gebäudeensembles als ein Denkmal gewertet wie die Innenstadt von Luckau, wo es in diesem Jahr die meisten Veranstaltungen in der Region zum Denkmaltag geben wird. „Wir wollen immer gern auch die Tourismusvereine aktivieren“, sagt Thiele, die neben dem zunehmenden Verständnis der Besucher für die Belange der Denkmalpflege vor allem die touristische Bedeutung des Denkmaltages sehr hoch einschätzt.

Von Karen Grunow

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