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Teltow-Fläming Neuhof hat ein Wahrzeichen
Lokales Teltow-Fläming Neuhof hat ein Wahrzeichen
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00:29 29.10.2015
Erzbischof und Ortsvorsteher führen durch die Neuhofer Kirche. Quelle: Victoria Barnack
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Neuhof

Im Jahr 1170 soll in Neuhof alles angefangen haben. Die Jahreszahl ziert den Feldstein und Wegweiser, der seit dem Wochenende am Rand des Dorfes zu finden ist. Eingeweiht haben ihn am Sonnabend Falk Kubitza und Gerhard Maetz vom Heimatverein Jüterboger Land mit Ortsvorsteher Uwe Meyer. Das in Stein gemetzelte Gründungsdatum bestätigte der Heimatverein. Damals war der Ort unter dem Namen nova curia mehr oder weniger bekannt.

Historischen Quellen zufolge war das Dorf lange Zeit eher eine Siedlung. Jahrhunderte später waren nur 17 Einwohner aufgelistet, darunter ein Pfarrer und ein Weinmeister. Die gibt es inzwischen nicht mehr, dafür aber 160 engagierte Einwohner. Einer von ihnen hatte die Idee für den Wegweiser, der nun an der Skaterstrecke im Wald Richtung Kolzenburg steht.

Schon seit Jahren hatte Michael Gutjahr seine Vision: Neuhof braucht ein Wahrzeichen, das dem gemütlichen Ort nahe Luckenwalde gerecht wird. Der Steinmetz nahm die Aktion schließlich selbst in die Hand. Innerhalb von wenigen Tagen verzierte er den 1500-Kilo-Findling mit den Gründungsdaten sowie anderen Fakten über Neuhof und die alte Dorfkirche.

Für Leben in Neuhof sorgt seit knapp anderthalb Jahren der neu gegründete Heimatverein. Die Mitglieder organisieren nicht nur alljährlich das Dorffest und eine Feier zum Kindertag. „Der Zusammenhalt im Dorf ist dadurch auch gestärkt“, sagte der Ortsvorsteher. Gemeinsam haben sie bereits einen Mehrgenerationenplatz im Ort angelegt, der einen Spielplatz für die jüngeren und Sitzbänke für die älteren Anwohner bereithält.

Offen sind sie immer für Besuch von außerhalb. „Es lohnt sich für jeden Skater und Radfahrer, Neuhof nicht im Eiltempo zu passieren, sondern Rast einzulegen und sich den Ort anzuschauen“, empfahl Sandra Laffler vom Heimatverein. Zur Steinwegweiser-Einweihung kam zum wahrscheinlich ersten Mal sogar ein Erzbischof – wenn auch nur in Verkleidung.

„Wir freuen uns sehr, heute dabei sein zu können“, sagte Falk Kubitza alias Erzbischof Wichmann, der vor allem neugierig auf die über 600 Jahre alte Dorfkirche war. Sein Kollege Gerhard Maetz, der als Abt aus Kloster Zinna da war, erklärte den Neuhofern unterdessen ihre Ortsgeschichte.

„Ich vermisse den Weinmeister“, scherzte er und bot den Anwohnern eine Wanderung um den Ort an. Dabei könnten dann auch die jungen Neuhofer ihren alten Weinberg und die Landwehr wiederentdecken.

Von Victoria Barnack

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