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Neustart für Ausländertreff „Esperanca“

Ludwigsfelde Neustart für Ausländertreff „Esperanca“

Fast wäre der Ludwigsfelder Ausländertreff „Esperanca“ nur noch ein Ort für Sprachkurse. Doch jetzt, 20 Jahre nach seiner Gründung, gibt es neue Hoffnung für die Begegnungsstätte mit dem portugiesischen Namen für Hoffnung.

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„Esperanca“-Gründungsmitglied Antonio Chimussuana.

Quelle: Foto: Abromeit

Ludwigsfelde. Es gibt neue Hoffnung für „Esperanca“ in Ludwigsfelde: Der Ausländertreff mit dem portugiesischen Wort für Hoffnung  war im Oktober 1996 gegründet worden. Vor genau 20 Jahren konnten dort im Waldhaus all jene, die aus aller Welt in die Autowerkerstadt gekommen waren, diejenigen treffen, die ebenso neu waren, oder Einheimische, die sich für ausländische Mitbürger interessierten.

Umzug ins Erdgeschoss

Der Treffpunkt zog Anfang der Woche aus dem Ober- ins Erdgeschoss, weil eine andere Gruppe oben mehr Ruhe haben wollte als unten neben dem Eingang. „Toll, da werden wir viel besser wahrgenommen“, sagt Flüchtlingskoordinator Dirk Krause. Das findet auch Henri Vogel, Vorsitzender des neugegründeten „Esperanca“-Trägervereins Solbra (Sozialmanagement im Land Brandenburg). Er erklärt: „Zuletzt haben ja bei ,Esperanca’ hauptsächlich nur noch Sprachkurse stattgefunden. Das wollen wir jetzt wieder ändern.“ Wie in der Gründerzeit soll „Esperanca“ wieder Begegnungsstätte werden.

Internetzugang für Flüchtlinge

„Zum Beispiel können wir Flüchtlingen hier einen Internetzugang ermöglichen“, so Vogel. Vor allem aber sollen sich langjährig hier lebende Ausländer mit Neuankömmlingen, Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern austauschen können. Initiiert hatten den Treff der damalige GAB-Geschäftsführer Volker Symalla-Stabe und die frühere Ausländerbeauftragte der Stadt, Ute Schmidt. „Einen großen Unterschied gibt es allerdings zur Anfangszeit“, erklärt Henri Vogel, „es gibt heute keine Förderung mehr für solche Projekte.“

Mitgründer sieht „Esperanca“ als Erfolg

Einer der Mitbegründer von 1996 ist der Ludwigsfelder Antonio Chimussuana. Der Mozambikaner hatte dort anfangs eine ABM-Stelle, inzwischen arbeitet er als Luftfahrt-Kaufmann am Flughafen Tegel. Er sagt: „Ich sehe ,Esperanca’ als großen Erfolg, auch wenn es um den Treff zwischenzeitlich mal ganz schön ruhig war und es nie zu der geplanten Vereinsgründung gekommen ist.“ Den neuen Raum im Erdgeschoss findet er toll: „Da trauen sich bestimmt mehr Leute reinzukommen.“

Von Jutta Abromeit

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