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Teltow-Fläming Neustart im vergessenen Stadtteil
Lokales Teltow-Fläming Neustart im vergessenen Stadtteil
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06:21 05.10.2017
Alexandra Valentin (vorn links) und Angela Naundorf (vorn rechts) sind ab sofort die Ansprechpartner für Einwohner und Aktive aus dem Stadtteil Jüterbog II. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

„Eigentlich wollen die Menschen nur, dass hier etwas passiert und man etwas sieht“, sagt Alexandra Valentin. Die Stadtplanerin eröffnete am Mittwoch zusammen mit ihrer Kollegin Angela Naundorf ihre wöchentliche Sprechstunde im Jugendclub Jüterbog II. Die beiden Frauen sind ab sofort die neuen Ansprechpartner, wenn es um den Jüterboger Stadtteil geht.

Ein Bürgerbüro für Jüterbog II

Dabei funktioniert das sogenannte Quartiersmanagement künftig wie eine Art Bürgerbüro. Jeden Mittwoch sind die Ansprechpartner von 9 bis 12 Uhr im Jugendclub vor Ort, um Bürger über das Vorhaben zu informieren und sich ihren Problemen anzunehmen.

Denn aus Sicht der Bewohner wurde der Stadtteil jahrelang vernachlässigt. Im November 2015 wurde Jüterbog II deshalb in das Städteförderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen – mit dem Ziel die Lebensbedingungen dort zu verbessern und einen Wohn- und Lebensort für eine vielfältige Bewohnerschaft zu entwickeln und nachhaltig zu stärken.

Dies soll neben baulichen Maßnahmen auch in Form von Initiativen und kleinen Aktionen passieren.

Fördermittel für öffentliche Aktionen

Angela Naundorf erläutert, wie das aussehen könnte: „Uns stehen durch das Programm ,Soziale Stadt’ Fördermittel in Höhe von 2500 Euro zur Verfügung. Pro Aktion können 250 Euro genutzt werden. Das können Aktionen sein, die jemand im Kopf hat, wofür aber das Geld fehlt. Zum Beispiel die Umsetzung eines Straßenfests oder eines Theaterstücks, wo für die Kostüme noch das nötige Kleingeld fehlt. Voraussetzung ist, dass die Aktionen öffentlich zugänglich sind und jeder daran teilnehmen kann.“

Mitglieder für den Quartiersrat gesucht

Ein Quartiersrat soll künftig darüber entscheiden, welche der geplanten Aktionen am Ende unterstützt werden. Dieser soll in den nächsten Wochen mit mindestens sieben Mitgliedern gegründet werden. Geplant ist, dass sich die Mitglieder alle acht Wochen zusammenfinden und über die verschiedenen Vorschläge beraten.

Um so schnell wie möglich damit zu beginnen, werden für die Gründung des Quartiersrats dringend Mitglieder gesucht. Bewerben kann sich jeder, der in Jüterbog II wohnt oder arbeitet und mindestens 16 Jahre alt ist.

Alexandra Valentin und Angela Naundorf wünschen sich dabei eine Mischung aus Privatpersonen, Vereinsmitgliedern und Gewerbetreibenden. „Wir müssen das Ganze mit Leben füllen und das geht nur zusammen mit den Menschen“, sagt Angela Naundorf.

Interesierte können sich ab sofort bewerben

Menschen mit Engagement und Ideen können sich mit Angabe von Namen, Anschrift und Kontaktdaten per E-Mail oder telefonisch bewerben. Außerdem liegen im Jugendclub sowie im Bauamt Jüterbog Formulare aus.

Telefon: 01 77/6 90 55 60,
E-mail: soziale-stadt-jueterbog@bbsm-brandenburg.de

Von Isabelle Richter

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