Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Neustart im vergessenen Stadtteil

Jüterbog II Neustart im vergessenen Stadtteil

Das Quartiersmanagement für Jüterbog II nimmt seine Arbeit auf. Jeden Mittwoch können Bewohner des Stadtteils sich hier informieren und über Probleme berichten. Außerdem werden noch Mitstreiter für einen Quartiersrat und Ideen für Gemeinschaftsaktionen gesucht.

Voriger Artikel
Ein Auslandsjahr, das alles verändert
Nächster Artikel
Katzenbaby Jimmy will leben

Alexandra Valentin (vorn links) und Angela Naundorf (vorn rechts) sind ab sofort die Ansprechpartner für Einwohner und Aktive aus dem Stadtteil Jüterbog II.

Quelle: Isabelle Richter

Jüterbog. „Eigentlich wollen die Menschen nur, dass hier etwas passiert und man etwas sieht“, sagt Alexandra Valentin. Die Stadtplanerin eröffnete am Mittwoch zusammen mit ihrer Kollegin Angela Naundorf ihre wöchentliche Sprechstunde im Jugendclub Jüterbog II. Die beiden Frauen sind ab sofort die neuen Ansprechpartner, wenn es um den Jüterboger Stadtteil geht.

Ein Bürgerbüro für Jüterbog II

Dabei funktioniert das sogenannte Quartiersmanagement künftig wie eine Art Bürgerbüro. Jeden Mittwoch sind die Ansprechpartner von 9 bis 12 Uhr im Jugendclub vor Ort, um Bürger über das Vorhaben zu informieren und sich ihren Problemen anzunehmen.

Denn aus Sicht der Bewohner wurde der Stadtteil jahrelang vernachlässigt. Im November 2015 wurde Jüterbog II deshalb in das Städteförderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen – mit dem Ziel die Lebensbedingungen dort zu verbessern und einen Wohn- und Lebensort für eine vielfältige Bewohnerschaft zu entwickeln und nachhaltig zu stärken.

Dies soll neben baulichen Maßnahmen auch in Form von Initiativen und kleinen Aktionen passieren.

Fördermittel für öffentliche Aktionen

Angela Naundorf erläutert, wie das aussehen könnte: „Uns stehen durch das Programm ,Soziale Stadt’ Fördermittel in Höhe von 2500 Euro zur Verfügung. Pro Aktion können 250 Euro genutzt werden. Das können Aktionen sein, die jemand im Kopf hat, wofür aber das Geld fehlt. Zum Beispiel die Umsetzung eines Straßenfests oder eines Theaterstücks, wo für die Kostüme noch das nötige Kleingeld fehlt. Voraussetzung ist, dass die Aktionen öffentlich zugänglich sind und jeder daran teilnehmen kann.“

Mitglieder für den Quartiersrat gesucht

Ein Quartiersrat soll künftig darüber entscheiden, welche der geplanten Aktionen am Ende unterstützt werden. Dieser soll in den nächsten Wochen mit mindestens sieben Mitgliedern gegründet werden. Geplant ist, dass sich die Mitglieder alle acht Wochen zusammenfinden und über die verschiedenen Vorschläge beraten.

Um so schnell wie möglich damit zu beginnen, werden für die Gründung des Quartiersrats dringend Mitglieder gesucht. Bewerben kann sich jeder, der in Jüterbog II wohnt oder arbeitet und mindestens 16 Jahre alt ist.

Alexandra Valentin und Angela Naundorf wünschen sich dabei eine Mischung aus Privatpersonen, Vereinsmitgliedern und Gewerbetreibenden. „Wir müssen das Ganze mit Leben füllen und das geht nur zusammen mit den Menschen“, sagt Angela Naundorf.

Interesierte können sich ab sofort bewerben

Menschen mit Engagement und Ideen können sich mit Angabe von Namen, Anschrift und Kontaktdaten per E-Mail oder telefonisch bewerben. Außerdem liegen im Jugendclub sowie im Bauamt Jüterbog Formulare aus.

Telefon: 01 77/6 90 55 60,
E-mail: soziale-stadt-jueterbog@bbsm-brandenburg.de

Von Isabelle Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg