Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming New York – Moskau – Pferdestraße
Lokales Teltow-Fläming New York – Moskau – Pferdestraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:40 16.08.2016
Tracie Williams und Raban von Studnitz fühlen sich in Jüterbog ebenso wohl wie in New York oder Moskau. Quelle: Victoria Barnack
Anzeige
Jüterbog

Hawaii, New York, Moskau, Ankara – die Liste der Orte, an denen Raban von Studnitz und seine Frau Tracie Williams von Studnitz schon gelebt haben, klingt beeindruckend und ließe sich mühelos noch um einige andere Metropolen erweitern. Umso erstaunlicher klingt es, wenn die beiden von ihrer neuen Wahlheimat Jüterbog schwärmen. „Aber wunderlich ist es gar nicht“, stellt Raban von Studnitz klar, „denn wir haben als Kinder beide in Kleinstädten oder sogar auf Dörfern gelebt.“

Diplomaten-Sohn und New Yorkerin

Er ist Sohn eines Diplomaten aus der BRD; sie New Yorkerin aus Leidenschaft, die sich für den neuen Lebensabschnitt mit den beiden Kindern ihres Mannes, Friedrich (13) und Runa (12), aus der Weltmetropole verabschiedete. In der Flämingstadt haben sie ein denkmalgeschütztes Haus gekauft.„Nachdem wir jahrelang Unmengen an Geld für Flüge und Mietwohnungen gezahlt haben, wollten wir endlich unser eigenes Heim haben“, erklärt sie den Umzug nach Brandenburg. Vor allem die Nähe zum Schulort der Kinder im Süden Berlins und zum Schönefelder Flughafen spielten bei der Eigenheimsuche eine entscheidende Rolle. Außerdem wohnt die leibliche Mutter der Kinder in Luckenwalde.

Das denkmalgeschützte Haus in der Jüterboger Pferdestraße hat Familie von Studnitz im Internet entdeckt. „Schon im zweiten Raum hat meine Frau dann gesagt: Das ist es!“, erinnert sich Raban von Studnitz. Und seine Frau erklärt, wieso: „Mit seinen Holzböden und dem Baustil ist es ein Haus, das so auch in New York stehen könnte.“

Ein Jüterboger Haus erinnert an Brooklyn

Die Häuser aus Sandstein, an die die gebürtige Kalifornierin dabei denkt, sind in Brooklyn weit verbreitet und ähnlich schmal in die Höhe gebaut wie das neue Haus der Familie in Jüterbog. Auch die beiden Kinder waren sofort begeistert. Nicht nur die künftigen Jugendzimmer der beiden waren schnell ausgesucht. „Als Friedrich den Dachboden gesehen hat, wusste er sofort, dass das Räume nur für ihn und seinen Vater werden sollen“, berichtet Tracie.

Heimatgefühl: Briefschlitz mit englischer Aufschrift. Quelle: Victoria Barnack

Vier Etagen und mehr als 400 Quadratmeter Wohnfläche werden von den Kosmopoliten nun seit fast einem Jahr renoviert. Zwei Wohnungen im Erdgeschoss sind bereits vermietet. Die übrigen Etagen baut Familie von Studnitz für sich selbst aus. „Es ist viel Arbeit, weil wir alle Leitungen für Gas, Elektrik, Wasser und die Heizungen neu verlegen lassen mussten“, berichtet der Familienvater, der selbstständig im Handel mit Hotelausstattungen tätig ist. Dass er mit seinem 13-jährigen Sohn aber beispielsweise Türen selbst einbaut, ist eine neue Erfahrung, die ihn und die ganze Familie noch enger an die neue Heimat schweißt. „In diesem Haus werden niemals Türen geschmissen, weil ich jetzt weiß, wie schwierig es ist, sie richtig einzubauen“, sagt er schmunzelnd.

Terroranschläge in New York und Moskau erlebt

Auch außerhalb der eigenen vier Wände findet die kleine Familie langsam Gefallen an Jüterbog. „Friedrich lernt zum Beispiel im Konfirmandenunterricht neue Freunde kennen“, erzählt Raban von Studnitz. Auch seine Frau fühlt sich in der neuen Heimat liebevoll aufgenommen, obwohl ihre Deutschkenntnisse noch ausbaufähig sind. Sie erfreut sich in erster Linie an der Ruhe und Geborgenheit im neuen Zuhause. „Mein Mann und ich haben Terroranschläge in New York und Moskau hautnah miterlebt, aber hier fühlt es sich so an, als könnte uns nichts Schreckliches passieren“, erklärt sie.

Das Ehepaar hat schon ein neues Lieblingscafé am Markt entdeckt. „Es ist genauso eingerichtet wie ein Lokal, das ich mit Freunden in New York besuchen würde“, schwärmt Tracie Williams von Studnitz.

Von Victoria Barnack

Schulleiter-Nachwuchs fällt nicht vom Himmel, schon gar nicht auf dem Land und vor allem nicht, wenn die Bezahlung weit hinter dem Arbeitspensum zurück bleibt. In Werbig steht man damit vor einem Problem, denn geeignete Kandidaten für den Chefposten fehlen.

16.08.2016

Einst Mont Klamott, dann Müllkippe: Heute ist der „Dörferblick“ ein Naherholungsgebiet an der Naht zwischen Brandenburg und Berlin. Von oben hat der Besucher eine weite Aussicht. Sie reicht auf Schönefeld, Waltersdorf, Waßmannsdorf und Groß Ziethen und sogar bis zum Fernsehturm. Mit 86 Metern ist der Dörferblick eine der höchsten Erhebungen in der Region.

16.08.2016

Die ungeliebten Vorderrad-Ständer am Bahnhof haben ausgedient. Die Stadt lässt 50 neue Fahrradbügel installieren, so dass 100 Drahtesel künftig komfortabler und sicherer angeschlossen werden können. Die „Felgenkiller“ haben indes ausgedient.

19.08.2016
Anzeige