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Teltow-Fläming 24 Stunden am Tag Bürgermeisterin
Lokales Teltow-Fläming 24 Stunden am Tag Bürgermeisterin
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22:03 11.02.2019
Doreen Boßdorf ist seit Jahresbeginn Bürgermeisterin der Gemeinde Niedergörsdorf. Quelle: foto: Isabelle Richter
Niedergörsdorf

Vor knapp sechs Wochen hatte Doreen Boßdorf (Bürgergemeinschaft) in der Niedergörsdorfer Gemeindeverwaltung ihren ersten Arbeitstag als Bürgermeisterin. Anfangs musste sie sich erst einmal einen Überblick verschaffen. In der Zwischenzeit ist jedoch einiges passiert. Wie es der 44-Jährigen bislang ergangen ist? Die MAZ hat am Montag bei der neuen Bürgermeisterin nachgefragt.

Doreen Boßdorf wirkt zufrieden. Die eigenen Visitenkarten liegen inzwischen bereit und an ihr neues Büro in der Niedergörsdorfer Gemeindeverwaltung hat sich die 44-Jährige schnell gewöhnt. Nur wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt sagt sie: „Ich fühle mich hier wohl und habe eigentlich das Gefühl, dass ich nie woanders war.“

Motivation und Zusammenhalt sind der Schlüssel 

Kein Wunder, denn die Arbeitsabläufe sind der zuvor langjährigen Mitarbeiterin der Kreisverwaltung Teltow-Fläming durchaus bekannt. Haushaltsentwürfe, geplante Baumaßnahmen oder Personalangelegenheiten gingen auch vorher schon über ihren Tisch. Zudem hat Doreen Boßdorf bei ihren neuen Kollegen aus der Niedergörsdorfer Verwaltung und den Angestellten in der Gemeinde schnell Anschluss gefunden.

Persönliche Gespräche oder das gemeinsame Mittagessen, seien ihr wichtig für ein gutes Arbeitsklima. Ihre Aufgabe an der Spitze der Gemeinde hat sie deshalb klar definiert. „Ich sehe mich als diejenige, die dazu beitragen muss, dass die Mitarbeiter sich wohlfühlen“, so Boßdorf. Aus Sicht der zweifachen Mutter seien Motivation und Zusammenhalt der Schlüssel für ein gut funktionierendes Team.

Bürgermeisterin sucht Kontakt zu den Einwohnern

Dass sie mittlerweile auch von vielen Einwohnern mit „Frau Bürgermeisterin“ statt mit „Frau Boßdorf“ begrüßt wird, ist für die 44-Jährige dagegen immer noch ein wenig ungewohnt. „Ich bin ja immer noch dieselbe Person“, sagt Doreen Boßdorf „aber klar, man ist ja irgendwo auch 24 Stunden am Tag Bürgermeisterin.“

Wie schon im Wahlkampf angesprochen, legt die Bochowerin besonderen Wert auf Bürgernähe und Transparenz. Für sie war es deshalb wichtig, sich den Einwohnern bei verschiedensten Gelegenheiten vorzustellen. Über das Feedback berichtet sie: „Man merkt schon, dass die Leute sich darüber freuen und es auch wertschätzen, wenn man zu ihnen kommt und persönlich 'Guten Tag' sagt. Ich habe auch schon Vor-Ort-Termine gemacht, wo ich gesagt habe, ich gucke mir das erstmal an und entscheide das nicht vom Schreibtisch aus.“

Vorausschauend für die kommenden Jahre planen

Im Rahmen eines Neujahrsempfangs mit Ortsvorstehern, Gemeindevertretern, Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, Vereins- und Firmenvertretern fand Ende Januar außerdem ein erstes Kennenlerntreffen statt.

Hier wurde unter anderem auch über Probleme und Wünsche für die Zukunft gesprochen. Termine in den einzelnen Ortsteilen stehen seitdem ebenfalls auf Doreen Boßdorfs To-Do-Liste. Denn auch, wenn der aktuelle Haushalt für die Bürgermeisterin erst einmal Priorität hat, möchte sie schon frühzeitig mit der Planung für die kommenden Jahre beginnen.

Auch mit dem Vorsitzenden des SG Blau Weiß Altes Lager, Sven Müller, kam Doreen Boßdorf beim Neujahrsempfang ins Gespräch. Im Heimstadion des Sportvereins werden die Ende 2018 begonnenen Bauarbeiten in diesem Jahr fortgesetzt. Quelle: Privat

Darüber hinaus gab es inzwischen bereits Gespräche mit den Verwaltungschefs der Nachbarkommunen und der LAG-Chefin Bianca Möller zwecks Fördermöglichkeiten. Denn wie schon ihr Vorgänger Wilfried Rauhut möchte auch Doreen Boßdorf möglichst viel aus dem Budget der Gemeinde herausholen.

Viel Unterstützung von der eigenen Familie

Wie ihr neuer Job zu Hause in den eigenen vier Wänden ankommt, verrät Doreen Boßdorf auch. Über ihre beiden Söhne – sechs und acht Jahre alt – sagt sie: „Die finden das schon toll, aber ich versuche sie da auch ein bisschen rauszuhalten. Mein Kleiner hat letztens auch mal im Hort gesagt 'Die Bürgermeisterin holt mich heute ab', und da haben die Erzieher gesagt 'Das ist deine Mama' – und das finde ich auch gut so.“

Was den Zeitaufwand betrifft, den der Arbeitsalltag mit sich bringt, gebe es für sie zudem kaum einen Unterschied zu ihrem vorherigen Job. Darüber hinaus war Doreen Boßdorf schon vor ihrem Amtsantritt als Gemeindevertreterin sehr aktiv und dadurch oftmals bis spätabends unterwegs.

Viel Unterstützung bekommt die 44-Jährige außerdem von ihrem Ehemann. „Er war auch derjenige, der gesagt hat 'Das ist genau das, was zu dir passt', und das macht er heute auch. Er ist immer da, wenn irgendetwas ist.“

Von Isabelle Richter

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