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Teltow-Fläming Freqs of Nature startet in die letzte Runde
Lokales Teltow-Fläming Freqs of Nature startet in die letzte Runde
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00:18 11.07.2018
Freqs of Nature Festival 2018 in Niedergörsdorf Quelle: Isabelle Richter
Niedergörsdorf

In dieser Woche werden die Bahnhöfe in Jüterbog und Niedergörsdorf von hunderten Menschen mit riesigen Rucksäcken und extravaganten Outfits überschwemmt. Es ist wieder Festivalzeit in Niedergörsdorf. Am Wochenende feiert die Kunst- und Musikveranstaltung „Freqs of Nature“ ihren Höhepunkt und gleichzeitig auch das Ende nach sieben Jahren.

Bereits vor dem offiziellen Start am Donnerstagabend kündigten die Veranstalter das Aus des Festivals auf ihrer Internetseite an. Die Begründung: Das Maximum an Qualität und Kostenaufwand sei erreicht und man wolle das Konzept nicht nur aus kommerziellen Gründen weiterführen.

Internationale Künstlerteams beteiligen sich am Aufbau

Bereits Anfang Juni wurde mit dem Aufbau der gigantischen Kulisse auf dem ehemaligen Flugplatz in Altes Lager begonnen. Künstlerteams aus Deutschland, Israel und Italien waren an den Vorbereitungen beteiligt.

Die vier verschiedenen Tanzflächen – auch Floors genannt – werden umrandet von beeindruckenden Holzkonstrukten. Ein französisches Team zeigt beispielsweise auf dem Techno-Floor viel Liebe zum Detail. Die Künstler kreierten unter anderem ein Raumschiff als Bühne für die DJs.

Kein Standardfestival von der Stange

Auch die zwei Hangars auf dem Gelände wurden zu Galerien umgestaltet. Martin L. Reiter stellt dort mit weiteren Künstlern seine Bilder und Skulpturen aus. Der 55-Jährige ist seit fünf Jahren als Projektmanager beim „Freqs of Nature“ mit an Bord und immer wieder begeistert.

Christian Rietzke, einer von sieben Veranstaltern des „Freqs of Nature“-Festivals Quelle: Isabelle Richter

Interview: „Das ist jetzt schon so ziemlich das Maximum“

Christian Rietzke ist einer von sieben Organisatoren des Kunst -und Musikfestivals „Freqs of Nature“ in Niedergörsdorf. Gemeinsam führen sie die Firma FON Festival GbR mit Sitz in Birkenwerder.

Herr Rietzke, Warum ist der ehemalige Flugplatz in Altes Lager aus Ihrer Sicht der perfekte Standort für das Festival? Christian Rietzke: Weil die Zusammenarbeit mit den Behörden, Eigentümern und Nutzern super klappt. Selbst die Nachbarn bringen sich mit ein und helfen uns aus.

Was war in den vergangenen sieben Jahren Ihr persönliches Festival-Highlight? Eigentlich ist es jetzt das aktuelle Festival. Vom Umfang her und der Zahl der Kunstobjekte ist das jetzt schon so ziemlich das Maximum.

Wie stehen Sie zu den Polizeikontrollen rund um das Festival? Ich habe das ehrlich gesagt noch gar nicht so mitgekriegt, weil ich ja die ganze Zeit auf dem Gelände bin.

In der Nacht zu Dienstag wird das Festival enden und damit geht auch seine Geschichte zu Ende. Wie fühlt es sich an, das Festival nach einer so langen Zeit zu verabschieden? Na ja, es ist ja nur zum letzten Mal in dieser Form. Wir wissen noch gar nicht genau, was wir machen – vielleicht machen wir mit etwas Ähnlichem weiter, nur kleiner. Es gibt noch keine finale Entscheidung. Fest steht nur, dass das Festival wahrscheinlich nicht mehr mit so vielen Künstlern und Mitarbeitern stattfinden wird.

Interview: Isabelle Richter

„Es ist kein Festival mit Standardbühne und Redbull-Stand. Hier sieht man, dass Do-It-Yourself auch geht und man nicht von der Stange kaufen muss“, erklärt er. Trotz moderner Technik und Musik, bezeichnet er das Festival dennoch als „klassisch“.

Forschungsreise durch den eigenen Geist

Rund 5000 Besucher, sowie 400 Mitarbeiter und Künstler bewegen sich bei der Veranstaltung auf dem ehemaligen Flugplatz. Doch das „Freqs of Nature“-Festival ist kein Partyurlaub, sondern eine Forschungsreise durch den eigenen Geist.

Genau das schätzt auch Heike Meyer aus Hannover. Die 38-Jährige berichtet: „Ich war schon mehrmals hier, weil es echt anspruchsvoll ist von der Musik und den Angeboten her.“ Darüber hinaus gefalle ihr die gute Stimmung und die Sauberkeit beim Festival.

Veranstalter sind auf jedes Klientel vorbereitet

Wirkliche Grenzen scheint es für die Besucher des „Freqs of Nature“ nicht zu geben. Von 18 bis weit über das Rentenalter sind alle Altersgruppen vertreten. Die musikalischen Darbietungen reichen von international bekannten Künstlern wie Peter van Hoesen, Matrixxmann oder Rrose bis in die Undergroundszene.

Ambulanz speziell für Drogenkonsumenten

Auch auf Drogenkonsum unter den Besuchern ist man vorbereitet. So steht eine „Psych Ambulance“ bereit, ein auf Drogenkonsum spezialisierter Sanitätsbereich, und es gibt Wasserstellen an den Floors. Bisher, berichtet ein Mitarbeiter, sei jedoch nichts passiert. Die Veranstalter vertrauen ihren Besuchern. Zudem gibt es während des gesamten Festivals verstärkte Polizeikontrollen im Ort.

Noch bis Montagabend können Neugierige Tickets für das „Freqs of Nature“ an der Abendkasse erwerben. Der Eintritt liegt aktuell bei 160 Euro.

Von Isabelle Richter

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