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Noch diesen Monat auf: Neubau für 250 Kinder

Hort Großbeeren Noch diesen Monat auf: Neubau für 250 Kinder

Jahrelang hat Großbeeren um seinen Hort-Neubau gekämpft, jetzt soll diese Woche die Betriebserlaubnis aus dem Ministerium kommen. Dann brauchen 250 Grundschüler nach dem letzten Klingeln nur noch über den Schulhof zu gehen, nicht zur Bahnhofstraße wandern. Und Essen gibt es in der neuen Mensa, nicht mehr im Keller.

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Schulleiter Boris Petersen freut sich auf die Eröffnung des Horts „Groß-Bärenkinder"; zu ihm gehört auch eine große Mensa für alle Großbeerener Schüler und Lehrer.

Quelle: Fotos:Abromeit(2)

Großbeeren. Noch in diesem Monat geht eine der größten Hort-Überlastungen im Land zu Ende: Die Gemeinde Großbeeren erhielt am Montagmorgen die Vorabinformation aus dem Bildungsministerium, dass noch in dieser Woche die Betriebserlaubnis für den neuen Hort „Groß-Bärenkinder“ mit seinen 250 Plätzen kommen wird. Darüber informierte Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU).

Wie berichtet, fehlte die seit Herbst erwartete Betriebserlaubnis noch immer. Außerdem konnte der Bau wegen fehlender Fachkräfte weder wie gewünscht zu den Sommerferien noch wie später geplant zu den Herbstferien fertig gestellt werden. Die bisherigen Hortbaracken an der Bahnhofstraße waren ursprünglich für 142 Kinder gebaut worden. Das Land hatte Großbeeren Jahr für Jahr unter Vorbehalt und notgedrungen mehr Betreuungsplätze zugestanden.

Start im Neubau mit Auflagen zum Brandschutz

Jetzt ist die Betriebserlaubnis für den Neubau zum 12. Februar, also für Montag nach den Winterferien, unter Bedingungen in Aussicht gestellt. So muss die Untere Bauaufsicht in Luckenwalde den Abschluss der Bauarbeiten bestätigt haben, bis 30. Juni muss die Gemeinde das Hort-Konzept überarbeitet haben, die Bestätigung des Brandschutzgutachters muss bis 28. Februar vorliegen und natürlich müssen die Räume mit Mobiliar und altersgerechtem Spiel- und Beschäftigungsmaterial ausgestattet sein.

Ahlgrimm hatte erklärt, angesichts der prekären Situation für Kinder und Erzieher bringe er kein Verständnis dafür auf, dass die Überarbeitung des existierenden Konzepts für den bisherigen Hort Voraussetzung für die Betriebserlaubnis des Ersatzbaus ist. Ein Grund war für ihn: „Selbst die pädagogischen Fachkräfte des Hortes kennen den Neubau sowie die neuen Außenanlagen und die sich damit ergebenden Möglichkeiten für die pädagogische Arbeit letztlich nur von Bauzeichnungen und ein oder zwei Baustellenbesuchen.“ Deshalb ist für den Bürgermeister eine Überarbeitung der Konzeption erst nach dem Umzug „viel sinnvoller“, wie er per Mail mitteilte. Das könne auch mit Auflagen in angemessener Fristsetzung gewährleistet werden, meint Ahlgrimm. Als Rathauschef sieht er angesichts der täglichen Betreuungsbelastung und etlicher Krankheitsfälle unter den Erziehern derzeit keinen Spielraum, sich ernsthaft mit dem Fortschreiben der Konzeption zu befassen.

Extrem-Belastung fürs Personal

„250 statt der ursprünglichen 142 Kinder zu betreuen ist auch für pädagogische Fachkräfte eine extreme Belastung“, so der Bürgermeister. Ihm erscheint zudem die im Kita-Gesetz geforderte Beteiligung von Kindern und Eltern an der Überarbeitung der Konzeption derzeit nicht möglich. „Sie kennen weder die Baupläne noch können sie sie interpretieren“, sagt Ahlgrimm. Das alles sei erst nach dem Umzug realistisch. Der werde nun mit Hochdruck betrieben, die Spedition im GVZ stehe Gewehr bei Fuß.

„Vielleicht lässt sich jetzt in den Ferien nutzen, dass weniger Kinder anwesend sind“, so Ahlgrimm, „um im alten Haus ein- und im neuen Haus schon auszupacken. Auf jeden Fall geht der Hort noch in diesem Monat in Betrieb.“

Von Jutta Abromeit

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