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Noch kein Warnschild in Glienick

Diebstahlsschutz Noch kein Warnschild in Glienick

Die Diskussion über drei Warnschilder für den Zossener Ortsteil Glienick gleicht einem Streich auf Kosten der betroffenen Bürger. Bereits im August 2014 beantragte ein Einbruchsopfer bei der Stadt Zossen, solche gut sichtbaren Hinweistafeln anzubringen. Voriges Jahr wurden 2000 Euro für diesen Zweck im Haushalt bewilligt. Aber noch immer steht nicht ein Warnschild.

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Gerhard Wusterack mit einem Warnschild in seinem Kiez.

Quelle: Frank Pechhold

Glienick. Mit drei Warnschildern für das neue Glienicker Wohngebiet befassen sich die Mitglieder des Zossener Ordnungsausschusses (RSO) am nächsten Montag zum wiederholten Mal. Dieses Thema ist Gerhard Wusterack (Freie Wähler) langsam leid. Er sitzt als sachkundiger Bürger im RSO-Ausschuss. „Die Schilder könnten längst stehen“, sagte er Montag der MAZ. Möglicherweise hätten die Schilder auch jene Einbrecher abgeschreckt, die in der Nacht zum Sonntag in Glienick Schmuck, Besteck und Oberbekleidung aus einem Einfamilienhaus stahlen.

Ein ähnliche Straftat bewog Wusterack vor rund zwei Jahren dazu, in Glienick aktiv zu werden. Damals warb er mit 500 Handzetteln für eine Veranstaltung, in der Vertreter von Herstellerfirma und Polizei den Nutzen künstlicher DNA erklärten. Mit diesem Produkt kann man Wertgegenstände unsichtbar markieren. Auf diese Weise lassen sich gestohlene Gegenstände nach vielen Jahren zweifelsfrei dem rechtmäßigen Eigentümer zuordnen. Nach der Info-Veranstaltung bestellten fünf Glienicker künstliche DNA.

Anwohner des Zossener Scheunenviertels setzen auf künstliche DNA

Dabei hatte Wusterack eigentlich mit der gleichen Resonanz wie in seinem Kiez, dem Zossener Scheunenviertel, gerechnt. Nach sechs Einbrüchen und fünf Autodiebstählen innerhalb eines Monats organisierte er eine Info-Veranstaltung für seine Nachbarn im Museum „Alter Krug“. 80 Bürger kamen, jeder Vierte entschied sich für künstliche DNA. Dafür bedankte sich die Herstellerfirma mit zwei Schildern, auf denen „Diebstahlschutz durch DNA” und „DNA-Spuren führen zum Täter” steht. Die Schilder sollen an der Wittlicher und Paderborner Straße und potenzielle Diebe abschrecken.

Mit solchen Warnschildern konnte man sich in Glienick nicht anfreunden. Statt dessen stellte das dort lebende Einbruchsopfer Gerald Klemm im August 2014 im Zossener Rathaus den Antrag, drei Schilder ähnlich denen mit der Aufschrift „Vorsicht, wachsamer Nachbar!“ aufzustellen. Und zwar am Werderschen Weg, nahe der Feuerwache und an der alten Waage. Auch der Ortsbeirat sprach sich dafür aus. Die Stadtverordneten bewilligten im Haushalt 2015 für Herstellung und Aufstellung solcher Warnschilder 2000 Euro.

Streit um Schleichwerbung auf Schildern im Ordnungsausschuss

Noch steht nicht ein Schild. Und das obwohl Gerhard Wusterack ein Warnschild entworfen und im RSO-Ausschuss vorgelegt hatte. „Mein werbefreier Schildervorschlag wurde einfach abgeschmettert“, sagt er. „Wir wollen keine Schleichwerbung machen, sondern potenziellen Einbrechern zeigen, dass in Glienick viele wachsame Bürger wohnen“, so Ausschmussmitglied Hermann Kühnapfel (CDU).

Termin: Der Ausschuss für Recht, Sicherheit und Ordnung berät am 11. April ab 19 Uhr im Rathaus Zossen.

Von Frank Pechhold

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