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Not-Operation rettet verletzter Katze das Leben

Luckenwalde Not-Operation rettet verletzter Katze das Leben

Die herrenlose Katze, die kürzlich im Luckenwalder Tierheim aufgenommen wurde, wurde operiert: Viele Menschen hat das Schicksal des kleinen Tieres bewegt, es könnten genug Spenden zusammenkommen für eine Operation zusammenkommen. So lange hat das Tierheim aber nicht gewartet – und sich gleich für den Eingriff entschieden.

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Die Fundkatze wurde vom Luckenwalder Tierarzt Ekkehard Stamnitz operiert.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Die verletzte Katze, die am Dienstagmorgen zwischen Luckenwalde und Kolzenburg an der Skaterstrecke gefunden wurde, ist gestern operiert worden. In den vergangenen zwei Tagen stand das Telefon im Luckenwalder Tierheim Am Bürgerhof nicht still. Die meisten Anrufer wollten wissen, ob die Spenden noch rechtzeitig ankommen und ob die Katze wirklich operiert wird.

Riesige Resonanz nach MAZ-Artikel

„Wir haben gehofft, dass wir das Geld zusammenbekommen, deshalb wurden alle notwendigen Vorkehrungen getroffen. Wenn alle, die eine Spenden zugesagt haben, diese auch wirklich überweisen, haben wir die Summe für die Operation zusammen. Wir freuen uns sehr über diese Resonanz“, sagt Tierheimchefin Waltraud Lenz. Die MAZ hatte das Thema bekannt gemacht im Internet und in sozialen Medien.

„Oh Mann, das arme Tier“

Sogar aus Hamburg kam ein Anruf mit der Zusage zu helfen. Vor allem auf Facebook hat das Schicksal der Katze viele berührende Reaktionen hervorgerufen. Jens Freiberg schrieb: „Spende ist raus.“ Auch Elisa Kühnel zeigt Mitgefühl: „Oh Mann, das arme Tier. Es kann doch nichts für seine Verletzungen. Ich hoffe, dass es für den kleinen Stups gut ausgeht!“.

Tierheimmitarbeiterin Katrin Schön mit der Katze vor der Operation

Tierheimmitarbeiterin Katrin Schön mit der Katze vor der Operation.

Quelle: Margrit Hahn

Es gab auch Nachfragen. Regina Müller wunderte sich, dass so eine Operation nicht kostenlos möglich ist: „Das Tierheim bekommt doch jede Menge Spenden, das sollte schon mal drin sein.“ Das allerdings kann Waltraud Lenz nicht bestätigen. „Wenn, dann bekommen wir Futterspenden, die uns auch sehr helfen. Geldspenden sind die absolute Ausnahme. Deshalb kann das Tierheim die Kosten für die Operation nicht übernehmen“, erklärt die Tierheimchefin.

Zweieinhalbstündige Operation

Zweieinhalb Stunden dauerte die Operation am Freitag, die Tierarzt Ekkehard Stamnitz mit seinem Team vornahm. Die Operation – es gab zwei Brücke – war sehr schwierig und erforderte vollste Konzentration. „Nach zweieinhalb Stunden war ich trotz Klimaanlage schweißgebadet“, sagt Stamnitz, der trotz allem zufrieden ist, dass es gut gelaufen ist. Zuerst mussten die gebrochenen Knochen geordnet und mit einer sechs Zentimeter großen Platte festgeschraubt werden. In etwa sechs Wochen wird erneut geröntgt, um zu sehen, in wie weit der Bruch verheilt ist. „Die Platte muss wieder raus, denn es handelt sich um einen Fremdkörper“, erklärt der Tierarzt.

Die Fundkatze wird im Tierheim aufgepäppelt

Die Fundkatze wird im Tierheim aufgepäppelt.

Quelle: Margrit Hahn

Die Katze darf sich vorerst nur eingeschränkt bewegen. Deshalb verordnete Stamnitz erst mal Bettruhe und die vierbeinige Patientin muss für die nächsten Tage in eine kleine Box, in der sie keine großen Sprünge machen kann. In 14 Tagen kann die Katze dann vermutlich schon ein wenig laufen, allerdings wird sie dabei Schmerzen haben.

Tierarzt sind kostenlose Eingriffe verboten

Der Veterinärmediziner freut sich über das Mitgefühl. „Das ist nicht immer der Fall“, sagt er. Dass er die Operation kostenlos übernehme, wie bei Facebook vorgeschlagen wurde, sei aber nicht möglich. „Es gibt eine Gebührenordnung für Tierärzte, an die ich mich halten muss“, fügt Stamnitz hinzu. Er ist selbst Mitglied im Tierschutz-Verein und versucht schon, vieles möglich zu machen.

Waltraud Lenz hat ihre vierbeinige Patientin am Abend aus der Praxis abgeholt. Die Katze war noch ein wenig benommen von der Narkose, aber in den kommenden Tagen werden die Tierheimmitarbeiter alles daran setzen, sie aufzupäppeln. Inzwischen gab es schon einige Anrufer , die ihr Interesse an der Katze bekundet haben.

Von Margrit Hahn

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