Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Notfalldose aus der Apotheke kann Leben retten

Service in Rangsdorf Notfalldose aus der Apotheke kann Leben retten

Wenn ein Mensch bewusstlos ist, zählt jede Minute. Sanitäter und Notärzte wissen oft nicht, welche Krankheiten der Patient hat und welche Medikamente er nimmt. Mit der Notfalldose kann man den Rettern die Arbeit erleichtern. Seit kurzem ist die Dose in den Rangsdorfer Apotheken erhältlich.

Voriger Artikel
Gauland macht Wahlkampf in Jüterbog
Nächster Artikel
Heimatlyrik ist zum Ladenhüter geworden

Horst Leder, der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats Teltow-Fläming, und Apothekerin Stefanie Weichert präsentieren die Notfalldose.

Quelle: Foto: Zielke

Rangsdorf. Sie ist nur wenige Zentimeter groß und doch enthält sie Informationen, die im Notfall Leben retten können. Seit dieser Woche ist die Notfalldose in beiden Rangsdorfer Apotheken erhältlich.

Im Innern der Dose befindet sich ein Zettel, auf dem wichtige Erkrankungen, Medikamente, Operationen und Angaben zu Hausarzt und Angehörigen notiert sind. Rettungssanitäter und Notärzte haben so im Falle eines Falles alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Sie müssen nur den Kühlschrank öffnen. Dort soll die Dose aufbewahrt werden. Damit die Retter sie auch finden, weisen zwei Aufkleber den Weg. Einer soll an der Innenseite der Eingangstür kleben, der andere an der Kühlschranktür. Bei mehreren Personen im Haushalt soll ein Passbild auf dem Zettel die Personen zuordnen.

Die Notfalldose

Die Notfalldose

Quelle: Jutta Abromeit

Rettungskräfte sollen nach der Dose Ausschau halten

Die Idee zur Notfalldose stammt aus der Schweiz. In Deutschland hat das Land Nordrhein-Westfalen sie vor anderthalb Jahren als erstes übernommen. Auf Initiative von Astrid Hustan vom Seniorenbeirat Großbeeren tritt die kleine Dose nun ihren Siegeszug in Teltow-Fläming an. Das jedenfalls hofft Horst Leder, der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats TF. „Ich wünsche mir, dass die Notfalldose bald im ganzen Kreis erhältlich ist“, sagt er. Dazu müsse man nicht nur die potenziellen Käufer informieren, sondern auch Hausärzte, Rettungsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und Notärzte. Sie sollen gezielt nach den grünen Aufklebern Ausschau halten.

Stefanie Weichert, die Inhaberin der Seebad-Apotheke in Rangsdorf, war von der Idee der kleinen Dose sofort angetan. „Man kann mit wenig Aufwand eine Menge erreichen“, sagt sie und bietet an, Käufern beim Ausfüllen des Zettels zu helfen. Wenn ein Patient nicht ansprechbar ist, zählt jede Minute. Da bleibt oft keine Zeit, den Gesundheitszustand zu erfassen. Mit der Notfalldose hat man alle wichtigen Angaben auf einem A4-Blatt.

Zossen und Blankenfelde-Mahlow könnten die Dose bald einführen

Stefanie Weichert verkauft die Dose für zwei Euro in ihrer Apotheke. Auch die Apotheke im Südring-Center bietet sie an. Anfang der Woche hatte auch eine Apotheke aus Blankenfelde Interesse bekundet. Für Horst Leder ist das der Beweis, dass die Dose so schnell wie möglich flächendeckend eingeführt werden sollte. „Ich bin im Gespräch mit dem Seniorenbeirat in Zossen“, sagt er. Auf seiner jüngsten Sitzung hatte auch der Seniorenbeirat Blankenfelde-Mahlow die Idee diskutiert und für gut befunden.

Von Christian Zielke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg