Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Nottehafen mit Steg und Slipanlage

Zossen Nottehafen mit Steg und Slipanlage

Der „Nottehafen“ nimmt Fahrt auf. Mittwochabend befassten sich die Mitglieder des Zossener Bauausschusses mit dem 400 000-Euro-Projekt. Angeregt wurden mehr Liegeplätze für Boote als geplant und vier Parkplätze weniger zu bauen. Ein Vorschlag, die Steganlage barrierefrei und damit auch für Rollstuhlfahrer zugänglich zu gestalten, fand keine Mehrheit.

Voriger Artikel
Tanzende Ringer, Rockoper und Hutparade
Nächster Artikel
Kraftfahrer und Kfz-Mechatroniker

Noch sieht der Zossener Nottehafen so aus. Aber das soll sich noch im Laufe dieses Jahres ändern.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Zossen. Wo einst Baumaterial auf Lastkähne verladen wurde, sollen bald Bootsbesitzer ihre Gefährte festmachen, zu Wasser lassen oder an Land holen können. So sieht es das 400 000 Euro teure Stadtsanierungsprojekt „Nottehafen“ vor, mit dem sich der Zossener Bauausschuss am Mittwochabend befasste.

Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) erläuterte die Beschlussvorlage. Am Nottekanal nahe dem Kulturzentrum E-Werk ist ein Wasserwanderer-Rastplatz mit Anlegestelle für Kajaks, Kanus und andere Boote geplant. Vorgesehen sind ein zehn Meter und zwei fünf  Meter lange Stege mit Treppenaufgang, um die Böschung zu überwinden. Hinzu kommt ein Uferweg mit Bänken und Tischen.

Boote ohne Drahtseilwinde aus dem Wasser holen

In einer Slipanlage – eine Betonwanne, die in den Nottekanal hinein reicht – könne man Boote ohne Drahtseilwinde einsetzen oder heraus holen, so Schreiber. Weiter wird eine Strom-Zapfsäule für Bootsbesitzer aufgestellt. Kabel für eine Elektroauto-Stromtankstelle werden vorsorglich mit verlegt.

Oberhalb wird die ausgefahrene und mit Löchern übersäte Holperpiste mit Natursteinpflaster ausgebaut, einem Wendehammer, Gehweg und Beleuchtung versehen. „Bisher ist es abends stockdunkel“, so Schreiber. Weiter sind 43 Stellplätze geplant, „damit die Autos nicht mehr ungeordnet parken“.

Anlieger stehen dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber

„Wenn die Straße gemacht wird, würde mir das gefallen. Kommt aber darauf an, wie hoch die Kostenbeteiligung ist“, sagte Anlieger Norbert Pahlitzsch am Donnerstag der MAZ. „Die Bürgermeisterin war bei mir und hat mir erklärt, wie das alles vonstatten geht“, sagt Kfz-Meister Burkhardt Pundt. Mit der Straße könne es nur besser werden. „Wichtig ist, dass mir niemand die Parkplätze vor der Werkstatt streitig macht“. „Für den Tourismus in Zossen ist der Ausbau des Nottehafens ein kleiner Schritt nach vorn“, meint E-Werk-Betreiber Holger Krause. Vor allem freue er sich über den Ausbau der Straße. Dann staube es im Sommer weniger, könne er endlich richtig Winterdienst schieben.

Durchwachsen waren die Reaktionen im Bauausschuss. „Der Nottehafen ist eine schöne Idee. Aber da sind viel zu wenig Liegeplätze geplant“, so Sven Reimer (CDU). Er schlug vor, einen durchgängigen Steg zu bauen, damit mehr Boote anlegen können. „Wenn der Preis okay ist, ziehen wir den Steg komplett am Ufer durch“, sagte Bürgermeisterin Schreiber zu. Weiter verständigte man sich auf 39 und damit vier Parkplätze weniger als in der ursprünglichen Beschlussvorlage.

Diskussion über fehlenden Zugang für Rollstuhlfahrer

Keine Mehrheit fand ein Vorschlag von Cornelia Graffunder (Die Linke). Sie sprach sich dafür aus, auch Rollstuhlfahrern den Zugang zum Steg zu ermöglichen. „Wir stecken hier so viel Geld rein, und dann wird nicht barrierefrei gebaut. Da muss es doch eine Möglichkeit geben!“ Dem widersprach Bürgermeisterin Schreiber. „Mit einer Rampe würden wir im Wasser landen.“ Auch der Bau eines Fahrstuhls mache wenig Sinn, sagte Sven Reimer. Er „würde nicht 100 000 Euro für einen Fahrstuhl ausgeben, der dann beschmiert wird und den keiner nutzt“.

Von Frank Pechhold

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg