Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Null Chance für Tempo 30

Beschränkung für Mahlow und Kallinchen gefordert Null Chance für Tempo 30

In Kallinchen und in Mahlow soll bald Tempo 30 gelten. Das wünschen sich zumindest einige Kreistagsabgeordnete. Dass es tatsächlich soweit kommt, ist aber unwahrscheinlich. Grund: Die Autofahrer sollen sich den Straßenverhältnissen anpassen.

Voriger Artikel
Donnernde Lastwagen in der Grünstraße
Nächster Artikel
"Sie sollen nicht vergessen sein"

Luckenwalde. Quer durch alle Fraktionen zieht sich der Wunsch einiger Kreistagsabgeordneter, dass für die Ortsdurchfahrten Kallinchen/Schöneiche (L744) und in Mahlow (L792) – beides marode Kopfsteinpflasterstraßen – eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h verordnet wird. Darüber beriet der Ausschuss für Regionalentwicklung bei seiner jüngsten Sitzung in Luckenwalde.

Doch in beiden Fällen musste Hubert Grosenick, Leiter des Straßenverkehrsamtes, die Politiker in ihrem Geschwindigkeitsbegrenzungsrausch bremsen. So sehe die Straßenverkehrsordnung in diesen Fällen eine solche Maßnahme nicht vor. Weder würden die Lärmgrenzwerte überschritten, noch gebe es Anhaltspunkte für bauliche Beeinträchtigungen durch Erschütterungen oder ähnliches. Zumindest gebe es bis jetzt keine Anträge auf Schadensersatz. Auch sei es nicht Aufgabe der Straßenverkehrsbehörde Defizite des Straßenbaus durch verkehrsrechtliche Anordnungen zu kompensieren. Das soll heißen: Bei schlechten Straßenverhältnissen muss der Straßenbelag repariert und nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung herabgesetzt werden. Erich Ertl (FWG) bestand aber darauf, dass für Kallinchen und Schöneiche eine Lösung gefunden werden muss, „damit die Anwohner ihre Nachtruhe kriegen“. Bei zwei Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen wurde der Antrag an den Kreistag weitergeleitet. Dagegen scheiterte der andere Antrag mit dem selben Ziel für Mahlow bei jeweils zwei Ja- und Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Auch hier bestätigte Amtsleiter Grosenick den schlechten Straßenzustand, über den er sich wiederholt als Vorsitzender der Kreisunfallkommission beim zuständigen Landesbetrieb für Straßenwesen beschwert habe. Aber, so der Mann vom Amt: Für ihr Fahrverhalten sind die Verkehrsteilnehmer selber verantwortlich. Und dass sie sich auf die Straßenverhältnisse einstellen, zeige das geringe Unfallgeschehen. Es gebe also keinen Anhaltspunkt für die Unsicherheit des Verkehrs und somit auch keinen Grund, von Amts wegen einzuschreiten.

Von Hartmut F. Reck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg