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Nun muss auch die Gaube dran glauben

Pannenbau in Trebbins Mitte Nun muss auch die Gaube dran glauben

Beim Bau der Berliner Straße 19 in Trebbins Mitte ist einiges schief gelaufen. So müssen die eingebauten Plaste- gegen Holzfenster ausgetauscht werden. Auch die Gaube entspricht nicht der städtischen Gestaltungssatzung, obwohl die Bauaufsicht sie genehmigt hatte, weil sie dem allgemeinen Baurecht entspricht. Die PV-Anlage muss vielleicht auch wieder weg.

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Bei diesem Bau ist planerisch einiges schief gelaufen.

Quelle: Hartmut F. Reck

Trebbin. Der Neubau Berliner Straße 19 mitten in Trebbin entwickelt sich immer mehr zum Pannenbau. Erst wurden dort Plastefenster eingebaut, die dort laut Gestaltungssatzung der Stadt Trebbin gar nicht hingehören (MAZ berichtete). Sie müssen durch gestaltungsgerechte Holzfenster ersetzt werden. Jetzt müssen auch die kleinen Fenster der Carports zum „Zwinger“ hin, dem Platz gleich neben dem Haus, wieder herausgenommen und die Lücken zugemauert werden.

Da nimmt Bürgermeister Thomas Berger (CDU) auch keine Rücksicht darauf, dass der Bauherr die Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (Trewo) ist. „Ich habe bei der Aufsichtsratssitzung der Trewo den Geschäftsführer aufgefordert, den ordnungsgemäßen Zustand herzustellen“, berichtete er bei der jüngsten Sitzung der Trebbiner Stadtverordnetenversammlung (SVV). Nur auf der Hofseite dürften die Kunststofffenster bleiben, weil die von der Straße aus nicht sichtbar seien, so Berger.

Möglicherweise muss nun auch die Gaube dran glauben, denn: „Sie wurde entgegen unserer Gestaltungssatzung von der Bauaufsichtsbehörde genehmigt“, berichtete der Bürgermeister. Hier würden offensichtlich zwei Rechtsvorschriften miteinander konkurrieren, so Berger. Und zwar die Sanierungssatzung der Stadt und das allgemeine Baurecht.

Ähnlich sieht es bei der Photovoltaikanlage auf dem Carport aus. Einerseits würden seit kurzem die Bauherren dazu verpflichtet, regenerative Energiegewinnung beim Hausbau einzusetzen, so Berger. Andererseits verstoße das gegen die Sanierungssatzung.

Das wolle man noch rechtlich prüfen, sagte Berger. Für ihn selbst ist das natürlich ein Dilemma. „Zum einen wollen wir eine CO2-freie Gemeinde werden, zum anderen halten wir an so alten Dingen fest“, meint der Bürgermeister. Vielleicht müsse man die harte Regelung aus der Sanierungssatzung herausnehmen und eine Klarstellung definieren. Andere Städte hätten das auch schon getan. Dort sollen sich Photovoltaik-Anlagen optisch an die Gebäude anpassen und sie nicht dominieren. Was die anderen Fehlplanungen angehe, treffen den Sanierungsträger keine Schuld. „Wir prüfen aber Ansprüche gegen das Planungsbüro. „Dem müsste die Sanierungssatzung bekannt sein“, so Bürgermeister Berger.

Von Hartmut F. Reck

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