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Nur Frisches in Topf und Pfanne

MAZ-Serie: "Alles Bio, oder was?" Nur Frisches in Topf und Pfanne

Bio ist ja schön und gut, schmeckt lecker und so weiter. Viel wichtiger ist es aber, mit den Zutaten auch richtig umzugehen. Deswegen geben wir im letzten Teil unserer MAZ-Serie "Alles Bio, oder was" Tipps für leckere Rezepte. Zum Beispiel ein leckeres Gemüsecurry und ein Apfelsoufflé.

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Damit das Gericht gut gelingt, ist Geduld am Herd gefragt.

Quelle: Pensold

Wenn Martina Rümenapp in ihrer Küche werkelt, dann mangelt es eigentlich nie an leckeren Zutaten. Schließlich sitzt die 51-Jährige direkt an der Quelle. Nicht nur, dass sie einen eigenen Gemüsegarten hinter ihrem Geschäft in Groß Machnow pflegt – sie führt dort auch einen Bio-Laden mit angegliedertem Imbiss, dessen Küche gleichzeitig als Kochschule dient. Bei der Ernährungsberaterin landen fast ausschließlich ökologisch hergestellte Produkte im Topf. „Kochen mit Bio funktioniert dabei genauso wie mit anderer Ware – es schmeckt einfach nur besser“, sagt die Geschäftsinhaberin.

Vegan, asiatisch, mediterran

In die leckere Welt der Bio-Küche führt die 51-Jährige in ihren Kochkursen ein. Vegan, asiatisch, mediterran – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Doch auch ganz bodenständige Kost wird im Imbiss von „Welfitt und Natur“ zubereitet. Auf der Tageskarte finden sich Buletten und Bratkartoffeln. In einem kleinen Schnupperkochkurs für die MAZ will Martina Rümenapp ein Bio-Bauernfrühstück zaubern. „Es muss ja nicht jeden Tag ein Diät-Essen sein“, sagt die Ernährungsberaterin, als sie die Zutaten für das Gericht auftischt: fünf Kartoffeln, drei Eier, Schinken, Zwiebeln und Fett zum Braten und ein bisschen Salz – mehr braucht es nicht. „Es ist super einfach, mit guten Zutaten ein leckeres Essen zuzubereiten“, sagt Martina Rümenapp.

Rezept für Gemüsecurry

Zutaten (4 Portionen):

1 Dose Kokosmilch
1 rote Paprika
1 Zwiebel
1 Pastinake
1 Kohlrabi
¼ Kohl (Sorte nach Belieben)
4 Kartoffeln
2 Süßkartoffeln
1 Zucchini
mildes Currygewürz
bei Bedarf Chili
Reis

Zubereitung:

Das gesamte Gemüse klein schneiden und in einen feuerfesten Topf geben. Kokosmilch und Gewürze hinzugeben. Dann alles vermengen, Deckel drauf und ab in den Backofen. Dort köchelt das Curry bei 175 Grad vor sich hin. Das Gemüse sollte etwa alle 20 Minuten umgerührt werden. Je nach Menge dauert es rund eine Stunde, bis das Essen fertig ist und serviert werden kann.

Variationen:

Dieses Gemüsecurry kann ganz nach eigenem Geschmack variiert werden. Gemüsesorten können ausgetauscht werden, zum Beispiel auch Karotten oder Tomaten mit dazu gegeben werden. Wer das ganze lieber mit Fleisch kombinieren möchte, der kann das ganz nach eigenem Gusto machen. Es eignen sich sowohl Geflügel als auch Schwein und Rind für dieses Gericht. Auch Lamm passt sehr gut zu diesem Gericht.

Leises Brutzeln und erfüllt die Küche

Ohne Hetze, aber doch recht flott schnippelt sie die Pellkartoffeln und schlägt die Eier in eine Plastikschüssel. Dann wird das Fett in der Pfanne erhitzt, Schinken und Zwiebeln hinzugegeben und bald erfüllen ein leises Brutzeln und Zwiebelduft die Küche. Dann gibt Martina Rümenapp die Kartoffeln hinzu. Dann wird eine Zwangspause eingelegt. „Eine gute Bratkartoffel braucht Fett und Zeit“, sagt sie. Nach etwa zehn Minuten darf aber auch das verquirlte Ei in die Pfanne – Deckel drauf und abwarten.

Rezept für Apfelsoufflé

Zutaten (1 Portion):
1 kleiner Apfel
1 Ei
Zitronenschale oder -saft
bei Bedarf Zucker

Zubereitung:

Den Apfel mit einer Reibe raspeln. Das Eigelb vom Eiweiß trennen, Eiweiß steif schlagen. Eigelb und geriebener Apfel werden vermengt. Ein wenig Zitronensaft oder die Schale einer Zitrone dazugeben. Der Eischnee wird vorsichtig unter die Masse gehoben. Zucker kann, muss aber nicht zugegeben werden, da der Apfel selbst genug Süße für dieses Dessert mitbringt.

Eine kleine Form ausfetten, die Masse einfüllen und in den Backofen stellen. Bei rund 175 Grad etwa zehn bis 15 Minuten backen. Das Soufflé ist fertig, wenn es hochgebacken und braun geworden ist.

So sieht das Ergebnis aus

Quelle: Pensold

Während das Bauernfrühstück auf dem Herd brutzelt, holt Martina Rümenapp eine große Kiste aus ihrem Kühlschrank. Gefüllt ist sie mit Cocktailtomaten, Salat, Möhren und allerlei anderen Vitaminträgern. All das wird nun für die Dekoration geschnippelt. „Der Teller lebt auch von den Kontrasten“, findet sie. „Und Gemüse wie bei Oma aus dem Garten hat uns doch immer geschmeckt.“
Von Fertigprodukten, Gewürzmischungen und Suppentütchen hält die Ernährungsexpertin dagegen wenig. Viel zu viele unnatürliche Inhaltsstoffe und auch Zucker werden damit in die täglichen Mahlzeiten geschmuggelt. „Es wird zu viel und vor allem das Falsche gegessen“, sagt Martina Rümenapp. Sie verzichtet hingegen in ihrer Küche vor allem auf Weizenprodukte und verwendet nur wenig Zucker. „Ich bin aber kein Messias, ich möchte niemanden bekehren. Ich lebe Dinge vor – die kann man annehmen, muss man aber nicht.“

Komplett Bio und richtig lecker: das Welfitt-Bauernfrühstück.

Quelle: Pensold

Tipps der Redaktion

Überholte Klischees über Bio

Dass viele Menschen skeptisch gegenüber der Bio-Ernährung sind, erklärt sich die 51-Jährige mit überholten Klischees. „Viele denken da an die Ökos von früher, die nur Müsli essen, das nicht schmeckt.“ Dass es im Bio-Imbiss wesentlich schmackhafter zugeht, zeigt sich beim Kosten des nun fertigen Bauernfrühstücks. Obwohl kaum gewürzt, schmeckt es intensiv – und zwar nach Kartoffeln. Über das frische und knackige Gemüse hat Martina Rümenapp nur Olivenöl und Balsamico Bianco geträufelt. Einfach lecker! Kein Wunder, dass das Bauernfrühstück zu den beliebtesten Gerichten auf der Speisenkarte in Groß Machnow steht. „Bei der Kundschaft ist es der Renner“, freut sich Martina Rümenapp, die bereits am nächsten Gericht feilt.

Alles Bio, oder was?

In den kommenden Wochen widmet sich die MAZ dem Thema Bio. Woher kommen die ökologisch hergestellten Lebensmittel, welche Rolle spielt diese naturnahe Landwirtschaft in der Region Dahmeland-Fläming und was bedeutet der Bio-Trend für unseren Alltag? Mit diesen Themen haben wir uns in der Serie beschäftigt.

Folge 1 : Region ist bundesweit Spitzenreiter

Folge 2 : Schrot und Korn – Ökologischer Getreideanbau

              Regionaler Kreislauf - Bio-Mehl aus Gottsdorf

Folge 3 : Von wegen alles Käse – Bio-Milchwirtschaft

              Brandenburger Biomilch für Deutschland

Folge 4 : Von der Weide auf den Teller – Ökologische Viehzucht

Folge 5 : Auf dem Einkaufszettel – Bio-Produkte in der Region erwerben

Folge 6 : Bio ist nicht gesünder - Lebensmittel unter der Lupe

Folge 7 : Bio auf der Speisekarte – Kleine Kochschule und Gastro-Tipps

Für den Abschluss hat sie sich ein Dessert überlegt. Dafür braucht sie lediglich einen Apfel, eine Zitrone und ein Ei. „Wer möchte, kann auch Zucker verwenden. Der Apfel bringt aber schon genug Süße mit.“ Das Obst raspelt sie auf einer Parmesan-Reibe klein, fügt Zitronensaft und Eigelb hinzu und hebt Eischnee darunter. Wie viele ihrer Gerichte kommt auch das Apfelsoufflé ganz unkompliziert daher. Nach rund zehn Minuten darf man es auch probieren und sich dabei über eine süße Überraschung freuen. „Das ist ein Nachtisch, den man ganz ohne Reue genießen kann“, sagt Martina Rümenapp.

Von Nadine Pensold

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