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Nur Platz-Teilung sichert Hortbetreuung

Not-Entscheidung in Großbeeren Nur Platz-Teilung sichert Hortbetreuung

Betreuungsnotstand für Hortkinder in Großbeeren – die Zuzugsgemeinde ist zu unüblichen Ideen gezwungen: Platz-Sharing. Vor den Ferien 200 Kinder, nach den Ferien 226 in einem für 140 Plätze gebauten Haus... Zwei Tage vor Schulstart rechnet man im Rathaus Betreuungszeiten zu ganzen Plätzen zusammen. Nur so gibt es aus Potsdam die nächste Sondergenehmigung.

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So soll der Hortneubau am Schulkomplex Großbeeren aussehen.

Quelle: Architekturbüro Rentzsch

Großbeeren . 226 Anmeldungen für Hortkinder, aber maximal 204 Plätze: Mit landesweit wohl einmaliger Knappheit und völlig unorthodoxen Maßnahmen versucht die Gemeinde Großbeeren ihren akuten Betreuungsnotstand für Hortkinder vor dem Schulstart in den Griff zu bekommen. Am letzten Ferienwochenende arbeiteten im Rathaus und im Ministerium Beteiligte an einer Lösung, erklärte Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) dem Gemeinderat und besorgten Eltern am Donnerstagabend. Sie wollen, dass keines der Kinder unbetreut bleibt.

Zum einen wird die x-te Heraufsetzung einer Ausnahmegenehmigung für die Einrichtung „Groß-Bärenkinder“ aus dem Bildungsministerium vorbereitet. Sie soll bis Montag in Großbeeren sein. „Davon darf ich nach meinem Telefonat am Donnerstag ausgehen“, sagte Ahlgrimm. Damit könnten 212 Kinder betreut werden. Ursprünglich war das Haus an der Bahnhofstraße mit 140 Plätzen gebaut, zuletzt besuchten es vor den Ferien täglich bis zu 200 Kinder. Wie prekär die Situation ist, zeigt der Satz des Bürgermeisters: „Da 15 Hortverträge erst ab dem 1. September laufen, ist somit der ordnungsgemäße Betrieb am Einschulungstag auf jeden Fall gesichert.“

Teil zwei zur Rettung der Hortbetreuung ist ein Platz-Sharing – nach dem Vorbild von Job- oder Miet-Sharing werden Hortplätze zusammengerechnet: Ein Kind mit Dienstags- und Donnerstagsbetreuung wird addiert mit einer Montags-, Mittwochs- und Freitagsbetreuung oder Vor- und Nachmittag-Betreuung werden unter die Lupe genommen. „Bei schlüssiger Dokumentation bekommen wir auch das genehmigt“, so Ahlgrimm, „dazu muss die Gemeinde verbindlich darlegen, dass die betroffenen Kinder die Einrichtung tatsächlich nicht gleichzeitig besuchen“. Diese Prüfung erfolgt jetzt am Wochenende. „Aber konkrete Aussagen können wir aufgrund der Ferien wohl erst am Montag treffen“, meint er.

Als äußerste Notvariante „für eine möglicherweise noch verbleibende Unterdeckung“, wie er sagt, hat er sich um eine alternative Betreuungsform im Mehrzweckraum der Dreifelder-Sporthalle gekümmert. Das könne dann wegen Personalmangels aber nicht die Gemeinde stemmen, dazu sei man mit dem DRK im Kontakt, „der als bislang einziger freier Träger derartige Angebote bereits vorhält“, sagt der Bürgermeister.

Wie berichtet, war die Ausschreibung des so dringend nötigen Hortneubaus gerade das dritte Mal gescheitert. In nichtöffentlicher Abstimmung hob der Gemeinderat das laufende Vergabeverfahren auf und beauftragte die Verwaltung, schnellstens eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu erstellen. Laut Ahlgrimm werden dabei Investorenmodelle, insbesondere der Wohnungsbaugesellschaft Großbeeren, einbezogen.

Ein Konzept für einen Hort-Neubau hat die Gemeinde seit langem in der Schublade. Bisher fand sich aber keine Baufirma, die es für die von der Gemeinde kalkulierten 4,2 Millionen Euro umsetzen wollte.

Von Jutta Abromeit

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