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Nur Wenige surfen langsam

Niederer Fläming Nur Wenige surfen langsam

Beim Breitbandausbau steht Niederer Fläming eigentlich gut da. 85 Prozent der sogenannten Adresspunkte erfüllen den 30-Mbit-Standard. Aber genau 201 entlegene Grundstücke müssen auf Fördermittel aus einem Bundesprogramm hoffen, auf das es riesigen Andrang aus ganz Deutschland gibt.

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Marcel Penquitt ist der Breitbandbeauftragte von Teltow-Fläming.

Quelle: Peter Degener

Lichterfelde. Auch im ländlichen Raum von Teltow-Fläming ist eine schnelle Internetversorgung heute nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. 92 Prozent der Haushalte surfen mit breiter Leitung durchs Internet. Selbst in der dünn besiedelten Gemeinde Niederer Fläming sind mittlerweile alle Ortsteile versorgt, wie Marcel Penquitt, der Breitbandbeauftragte des Kreises, auf Anfrage bestätigt.

85 Prozent der Anschlüsse in Niederer Fläming leisten 30 Mbit

„Niederer Fläming steht eigentlich gut da“, sagt er, denn 85 Prozent der Grundstücke haben mindestens eine Datenrate von 30 Mbit. Doch zufrieden kann Penquitt noch nicht sein: 201 Adresspunkte in Niederer Fläming haben buchstäblich eine lange Leitung und verfügen über einen Anschluss weit unter dem Standard, der oftmals kaum für einfachste Anwendungen im Netz ausreicht.

Die 201 Adresspunkte bezeichnen nicht Haushalte, sondern abgelegene Grundstücke, die über die gesamte Gemeinde verteilt sind. „In Nonnendorf ist es ein Straßenzug mit sieben Flurstücken, in Herbersdorf und Höfgen sind es vier“, nennt Penquitt Beispiele. Laut Versorgungsgrad ist jedes siebte Grundstück betroffen.

Unterversorgt sind 201 besonders abgelegene Grundstücke

Durch den Ausbau im Rahmen der Breitbandstrategie des Kreises und des Landes haben alle Orte einen Kabelverzweiger mit Anschluss an das Glasfasernetz erhalten. „Wer im Umkreis von einem Kilometer wohnt, ist seitdem versorgt, aber es gibt einzelne Grundstücke, die bis zu vier Kilometer lange Leitungen zum Kabelverzweiger haben“, erklärt Penquitt.

Das Signal wird jedoch mit jedem Meter schwächer, weil zu den einzelnen Grundstücken nicht Glasfaser-, sondern Kupferleitungen führen.

Kreis hofft auf Bundesförderung über 14,8 Millionen

Die einzige Hoffnung für die unterversorgten Adresspunkte ist nun das milliardenschwere Bundesförderprogramm, an dem sich auch der Kreis beteiligt. „Wir haben nach Auswertung der Machbarkeitsstudie im Februar einen Antrag über 14,8 Millionen Euro gestellt“, sagt Penquitt. Damit sollen weitere Kabelverzweiger für die insgesamt 4500 unterversorgten Adresspunkte im Kreis installiert werden.

„Es handelt sich um die letzte Förderrunde des Programms. Deutschlandweit wurden Anträge über eine Milliarde Euro gestellt, doch nur die Hälfte ist noch im Topf“, sagt Penquitt. Ein Antrag werde entweder vollständig bewilligt oder gänzlich abgelehnt.

„Ich rechne im September mit dem Bescheid“, sagt der Breitbandbeauftragte. Wenn die Summe bewilligt wird, muss eine europaweite Ausschreibung vorbereitet werden, wofür eine Frist von einem Jahr gilt. Frühestens 2019 könnte dann der Ausbau erfolgen.

Von Peter Degener

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