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Teltow-Fläming Nur außen ein Denkmal
Lokales Teltow-Fläming Nur außen ein Denkmal
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00:01 13.01.2015
Die Fassade der „Goldenen 33“ bleibt denkmalgeschützt. Quelle: Reck
Luckenwalde

„Erst finden vier Vor-Ort-Termine statt, bei denen erörtert wird, was alles gemacht werden muss“, so Bunk, „und sobald alles fertig ist, bekommt man ein Schreiben, dass das Haus kein Denkmal mehr ist.“ Er hätte wenigstens erwartet, dass sich die Denkmalpfleger das vollbrachte Werk noch mal anschauen, bevor sie ihre Entscheidung treffen, anstatt es „vom grünen Tisch aus“ zu machen.

Die Denkmalpfleger sehen das etwas anders. „Das Gebäude wurde aufgrund seines historisch wichtigen Saals als Einzeldenkmal unter Schutz gestellt“, sagt Ruth Klawun vom Landesamt für Denkmalpflege. Die äußere Hülle des Gebäudes sei bereits vorher als Teil des Flächendenkmals geschützt gewesen und bleibe es auch. Sie kann auch die Unzufriedenheit des Bauherrn nicht nachvollziehen, zumal alle Entscheidungen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in seinem Sinne gefällt worden seien.

Lokal und Schule

  • Der Konsumverein „Vorwärts“ kaufte 1870 das Gebäude.
  • Die Tucharbeiter Luckenwaldes betrieben hier ab 1878 ein Gesellschaftslokal.
  • Als kaufmännische Berufsschule diente das Gebäude zu DDR-Zeiten. Hier lernte unter anderen auch Rudi Dutschke.
  • Das SPD-Unterbezirksbüro ist Ende 2014 in das Untergeschoss gezogen. Im Obergeschoss ist ein großer Saal.

So sei der Dachstuhl in einem derart schlechten Zustand gewesen, „dass die wichtige Decke des Saales mit ihrem Putz und der Farbfassung nicht mehr zu erhalten war, da sie mit dem Dachstuhl fest verbunden ist“. Eine Erhaltung dessen, was den Denkmalwert im Inneren ausmachte, sei also kaum möglich gewesen. „Man hätte vielleicht versuchen können, die originalen Putze vorsichtig abzunehmen und wieder zu verwenden. Ein derartiger Aufwand wäre aber nicht finanzierbar und zumutbar gewesen“, sagt Ruth Klawun. Daher sei nach einer restauratorischen Dokumentation in Abstimmung mit dem Bauherrn und der Unteren Denkmalschutzbehörde entschieden worden, die Decke abzureißen mit der Folge, dass das Gebäude danach nicht mehr als Einzeldenkmal betrachtet werden könne.
Im Gegensatz zu den Landesdenkmalpflegern würden sich die Kreisdenkmalschützer den neuen Saal im Obergeschoss jetzt gern mal anschauen. Da zeigt sich nun aber der Bauherr bockig: „Den können sie sich ja am 12. Februar ansehen“, sagt Bunk. Denn da beginnt die Ausstellung „Luckenwalde zeigt sich 2015“ über die Stadtentwicklung der Kreisstadt.

Von Hartmut F. Reck

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