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Nuthe-Urstromtal Hobbymaler und Schriftsteller
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14:37 11.03.2019
Wolfgang Richter (l.) und Stefan Scheddin schauen sich gemeinsam die Ausstellung an. Quelle: Foto: Margrit Hahn
Ruhlsdorf

 „Leuchtende Farben“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, die am Dienstagnachmittag in der Gemeindeverwaltung in Ruhlsdorf eröffnet wurde. Schüler vom Zülichendorfer Hort Sonnenschein sorgten für die musikalische Umrahmung.

Malerei in Öl und Acryl

Der Künstler Wolfgang Richter zeigt dort Malereien in Öl und Acryl. „Wir freuen uns, dass Sie unserem Presseaufruf ’Hobbykünstler gesucht’, gefolgt sind“, sagte Bürgermeister Stefan Scheddin zur Ausstellungseröffnung. Mit den farbenfrohen Arbeiten sei der Flur der Verwaltung künstlerisch gestaltet worden. Es würden nicht nur 40 Bilder an der Wand hängen – die leuchtenden Farben bringen den Besuchern und den Mitarbeitern der Verwaltung ein wenig Glanz in den sonst oft grauen Alltag. Wolfgang Richter liebt nicht nur die Malerei, sondern auch das Schreiben. Er ist Autor mehrerer Bücher und nutzte die Gelegenheit, im Sitzungssaal der Verwaltung auch eines seiner Bücher vorzustellen. Dabei handelt es sich um das Werk „Kindheit mit Federhalter und Schulspeisung“. Zum 75. Geburtstag des Autors erschien sein viertes Buch mit dem Titel „Bankraub am Mittag“. Die Geschichte ist an einem Banküberfall in Berlin orientiert, der exakt geplant und ausgeführt wurde. Die Geschichte hatte Wolfgang Richter inspiriert. Zumal nur weniges in der Presse dazu veröffentlicht wurde, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Wolfgang Richter schrieb dazu eine spannende Geschichte, die auch humorvoll ist.

Geschichten und Romane

Richter, der in Berlin-Lichterfelde geboren wurde, ging in Berlin zur Schule und zog vor einigen Jahren nach Potsdam-Mittelmark, um mehr Platz für die Malerei zu haben. „Ich male seit 1970. Zwischendurch war es etwas ruhiger“, berichtet Wolfgang Richter. 1990 begann er damit, Geschichten und Romane zu schreiben. Diese wollte er ursprünglich nie veröffentlichen, und auch seine Bilder wollte er eigentlich gar nicht ausstellen. Doch dann entschied er sich anders: Vor drei Jahren präsentierte er zum Kunstsonntag erst einmal fünf seiner Arbeiten. Seitdem zeigte er Bilder bei 16 Ausstellungen und wird öfter zu Lesungen eingeladen. Wenn es passt, wie jetzt in Ruhsldorf, verbindet er beide Interessen miteinander.

Die Ausstellung in der Gemeindeverwaltung Nuthe-Urstromtal ist bis zum 30. Juni während der Servicezeiten zu sehen.

Von Margrit Hahn