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Nuthe-Urstromtal Selbstverteidigung in den Osterferien
Lokales Teltow-Fläming Nuthe-Urstromtal Selbstverteidigung in den Osterferien
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18:19 17.04.2019
Erik Bartoll zeigt Modern Arnis Elemente Quelle: Margrit Hahn
Woltersdorf

 „Was könnt ihr tun, wenn ihr von Fremden angesprochen, bedrängt oder bedroht werdet?“, fragte Erik Bartoll in die Runde. Die Mädchen und Jungen wussten gut Bescheid, schließlich war es schon ihr dritter Tag in Sachen Selbstverteidigung. Und so sprudelte es nur so aus ihnen heraus. Die Vorschläge reichten von weglaufen, schreien bis hin zu treten und spucken. 21 Ferienkinder aus Nuthe-Urstromtal erhalten von Übungsleiter Erik Bartoll und Jugendwartin Lena Kauert von der Luckenwalder Sportgemeinschaft Modern Arnis, Tipps, wie sie sich im Ernstfall verteidigen zu können.

Körpersprache ist wichtig. Quelle: Margrit Hahn

Bereits im vergangenen Jahr wurde ein solcher Kurs in den Osterferien angeboten. Und so waren drei Kinder zum zweiten Mal dabei. Yakari Hanke aus Woltersdorf konnte seine Erfahrungen bereits anwenden. Nachdem der Zehnjährige im vergangenen Jahr den Kurs besucht hatte, wurde er auf dem Heimweg von der Schule von einem Mann in einem Transporter angesprochen. „Ich bin dann losgerannt und habe vor einem Grundstück ,Papa, Papa’ gerufen, obwohl der gar nicht in der Nähe war“, berichtet Yakari Hanke. Seine Reaktion hatte Erfolg.

In der Woltersdorfer Turnhalle geht es kämpferisch zu. Quelle: Margrit Hahn

Erik Bartoll freut sich, dass die Mädchen und Jungen mit Eifer dabei sind und seine Ratschläge annehmen. Dass er dabei selbst mal einen Tritt gegen sein Schienbein bekommt, nimmt er in Kauf. Wichtig sei, dass sich die Kinder wehren, denn genau damit rechnen die wenigsten Angreifer.

Feuer rufen

Von Montag bis Donnerstag wurde die Woltersdorfer Turnhalle zur „Kampfstätte“, wobei es Erik Bartoll nicht um Angriffe geht. Die Kinder sollen Selbstvertrauen bekommen und lernen nein zu sagen, wenn sie sich bedroht fühlen. Sie sollen wissen, wie sie sich aus einer Umklammerung oder aus einem Griff befreien können. Um Aufmerksamkeit zu erlangen, sei es gut, nicht Hilfe, sondern „Feuer“ zu rufen, weil die Leute darauf erfahrungsgemäß eher reagieren. Gut sei es auch, auf sich aufmerksam zu machen oder in ein Geschäft zu laufen und die Situation dort zu erklären. Bartoll hatte auch Stöcke vom Modern Arnis dabei, ebenso einen Boxsack und ein Schlagpolster, an denen Tritte geübt werden konnten.

Das Ferienprogramm entstand auf Initiative von Elke Schmidt, der Sozialarbeiterin der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Sie sorgte im Dorfgemeinschaftszentrum in Woltersdorf fürs leibliche Wohl der Gruppe.

Von Margrit Hahn

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