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Nuthe-Urstromtal Tankstellenräuber müssen ins Gefängnis
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15:37 12.03.2019
Diese Tankstelle in Hennickendorf haben die Männer 2014 überfallen. Sie ist inzwischen geschlossen. Quelle: Margrit Hahn
Potsdam

Fünf Jahre ist es her, dass die Tankstelle in Hennickendorf überfallen wurde. Der Raub im März 2014 reiht sich eine viermonatige Überfallserie ein. Zwei Männer einer Bande bedrohten damals Verkäuferinnen und Kunden mit Pistolen und forderten Geld und Zigaretten. Nun sind die Täter vom Landgericht Potsdam verurteilt worden.

Insgesamt stand eine Bande von fünf jungen Männern seit Juli 2016 vor Gericht. Drei von ihnen wurden für schuldig erklärt. Das berichtet ein Sprecher des Landgerichtes auf MAZ-Anfrage. Das Motiv zur Tat der damals befreundeten jungen Männer soll Geldnot gewesen sein.

Im Landgericht Potsdam wurden drei der fünf Angeklagten verurteilt. Quelle: Friedrich Bungert

Der Überfall auf die freie Tankstelle in Hennickendorf war demnach nicht die einzige Straftat der Bande. Die drei Verurteilten wurden jeweils in mehreren Fällen schuldig gesprochen.

In wechselnder Zusammensetzung sollen sie auch Tankstellen in Brandenburg/Havel, Germendorf (Oberhavel) und auf der Autobahn 10 bei Wolfslake (Oberhavel) ausgeraubt haben.

Einer der Täter muss in den Entzug

Einer der Täter muss nun für drei Jahre ins Gefängnis. Ein Komplize wurde zu drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der 27-Jährige wurde außerdem in eine Entziehungsanstalt eingewiesen. Das ist möglich, wenn für das Gericht die Gefahr besteht, dass er wegen seines Hanges zu Alkohol oder anderen Drogen erneut straffällig wird.

Nach den Tankstellen-Überfällen wurde auch dieser Laden in Sachsenhausen am 16. Juli 2014 Ziel eines bewaffneten Raubes. Quelle: Enrico Kugler

Der dritte Verurteilte hat eine Gefängnisstrafe von neun Jahren und sechs Monaten vor sich. Denn der inzwischen ebenfalls 27-Jährige wurde nicht nur in vier Tankstellen-Raubüberfällen schuldig gesprochen. Er hat 2014 auch maskiert eine Lotto- und Post-Agentur in Oranienburg (Oberhavel) überfallen und die Angestellten mit einer Pistole bedroht.

Wie sehr der Horror der Überfälle nachwirkte, zeigte auch die Reaktion einer Angestellten der Hennickendorfer Tankstelle vor Gericht. 2016 sagte sie unter Tränen zu dem Fall aus. Direkt nach dem Überfall war sie wegen eines Schocks ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Mehr als 9000 Euro und hunderte Zigaretten erbeutet

Bei den vier Tankstellenüberfällen sollen die Räuber mehr als 9000 Euro erbeutet haben sowie Zigaretten im Wert von mehr als 5000 Euro.

Einige Angeklagte hatten sich zu Prozessbeginn bei den Opfern entschuldigt und zumindest teilweise Schadensersatz geleistet. Besonders reuig zeigt sich der Jüngste. Er verhalf den Ermittlern zur Aufklärung, da er sich einem Rechtsanwalt anvertraute und mit ihm beim Staatsanwalt aussagte.

Von Victoria Barnack

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