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Nuthebrücke für Autos gesperrt

Gröben Nuthebrücke für Autos gesperrt

Die Nuthebrücke zwischen Gröben und Tremsdorf ist jetzt tatsächlich für Autos gesperrt worden. Der Landesbetrieb schränkte den Verkehr auf Fahrräder und Fußgänger ein. Die Chefin des Hofguts ist entsetzt.

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Seit gestern kann kein Auto mehr die Nuthebrücke passieren.

Quelle: Foto: Privat

Gröben. Morgendliche Autofahrer und Spaziergänger in Gröben waren gestern früh entsetzt: Der Landesbetrieb Straßenwesen machte seine Ankündigung wahr, die marode Brücke über die Nuthe langfristig zu entfernen. Gestern wurden Leitplanken vor die Brückengeländer gesetzt. Damit kommen Autos und Landwirtschaftsfahrzeuge nicht mehr über das Flüsschen. Nur Fußgänger und Radfahrer können diese einzige Querung auf etlichen Kilometern Länge vorerst noch nutzen.

Trainingsstrecke für Reiter fällt weg

Hofgut-Chefin Reingard Pfuderer erfährt mit dem MAZ-Anruf von der geplanten Sperrung und jetzigen Einschränkung. Sie ist fassungslos: „Das ist undenkbar, das hat uns doch niemand gesagt. wo wurde das denn angekündigt...?“ Sie und allen Pferdetrainern, -liebhabern und Pensionsgästen, die hoch zu Ross die Strecke vom Dorfkern in die freie Landschaft Richtung Tremsdorf nutzen, entfällt damit nicht nur der schönste Ausritt, sondern eine wichtige Trainigsstrecke. „Das geht doch nicht so einfach“, sagt Pfuderer. Gestern Nachmittag kommt Franziska Albertowski vom Ortsbeirat zu ihr und bittet, dass eine Unterschriftenliste gegen die Sperrung der Landesstraße 771 auch im Hofgut ausgelegt werden darf. Für den dreiköpfigen Ortsbeirat, der wie mehrfach berichtet für eine Radanbindung nach Siethen kämpft, ist das eine weitere „Front“. Albertowski sagt: „Überall geht es um Förderung für mehr Radweg-Verbindungen und Wege in die Natur. Und bei uns passiert das Gegenteil. Aber für Wildtiere werden aufwenig Brücken über Straßen und Autobahnen gebaut.“

Proteste gegen Abriss

Wie berichtet, protestieren in Ludwigsfelde und Tremsdorf die Bürgermeister gegen den beabsichtigten Brücken-Abriss. Das Bauwerk stammt aus dem Jahre 1910. Steffen Streu, Sprecher des Brandenburger Infrastruktur-Ministeriums, hatte erklärt, dass die letzte Prüfung der Brücke ergeben habe, sie sei maroder als gedacht. „Es müsste eine neue gebaut werden“, so Streu. Das Verkehrsaufkommen sei zu gering, als dass es ein Neubau der Nuthe-Brücke bei Gröben auf irgendeine Prioritätenliste schaffen und es dafür Geld geben würde. Im nächsten oder übernächsten Jahr soll sie abgerissen werden.

Von Jutta Abromeit

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