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Teltow-Fläming OSZ unterrichtet 76 junge Flüchtlinge
Lokales Teltow-Fläming OSZ unterrichtet 76 junge Flüchtlinge
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05:20 25.06.2016
Manfred Janusch ist Schulleiter des OSZ TF. Quelle: Stephan Laude
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Luckenwalde/Ludwigsfelde

Für Kinder und Jugendliche – deutsche wie ausländische – gibt es eine Schulpflicht. Doch was macht man mit den älteren ausländischen Jugendlichen, die nicht mehr im schulpflichtigen Alter sind und vorher keine oder kaum eine Chance hatten, in der Schule schon etwas Deutsch zu lernen? Das beschäftigte den Kreistagsausschuss für Bildung, Kultur und Sport am Donnerstagabend.

Manfred Janusch, Schulleiter des Oberstufenzentrums (OSZ) Teltow-Fläming, berichtete, dass in seiner Einrichtung seit April 76 Jugendliche in vier Vorbereitungsklassen unterrichtet werden. An jedem der beiden OSZ-Standorte Luckenwalde und Ludwigsfelde wurden zwei solcher Klasse eingerichtet. „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv“, berichtete Janusch, „die Schüler sind lernwillig und diszipliniert.“ Für diese Klassen konnten vier neue Lehrer eingestellt werden, die ihre Schüler vorrangig in Deutsch unterrichten.

Ab dem nächsten Schuljahr gilt eine Berufsgrundbildungsverordnung, nach der die jungen Leute eine Berufsgrundausbildung erhalten sollen. Das Bildungsministerium hat die Genehmigung für vier Klassen erteilt. Dort werden die Teilnehmer 24 Stunden in der Woche, also an vier Tagen zu jeweils sechs Stunden von acht bis neun Lehrern in Deutsch, Mathematik, Wirtschafts- und Sozialkunde, Sport und Berufsorientierung unterrichtet. Einen Lehrplan gebe es dafür noch nicht. Den müsse man erst schulintern erarbeiten, berichtete Janusch. Dabei orientiere man sich an Vorlagen aus Bayern, wo schon sehr gute Vorarbeit in dieser Hinsicht geleistet worden sei.

Das Problem sieht Janusch eher darin, dass die Jugendlichen die zwei Jahre nicht durchhalten. „Wenn sie relativ gut Deutsch sprechen, werden sie sich wohl anders orientieren“, meinte Janusch. Denn: „Wer gut Deutsch kann, wird auch einen Arbeitgeber finden.“

Auf ein ganz anderes Problem wies Janusch die Ausschussmitglieder hin: Wenn im übernächsten Schuljahr wieder zwei Klassen an jedem Standort dazukommen, könnte es passieren, dass die Klassenräume nicht ausreichen.

Von Hartmut F. Reck

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