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Oberärztin der Kinderstation geht in Ruhestand

Krankenhaus Ludwigsfelde Oberärztin der Kinderstation geht in Ruhestand

Nach 39 Jahren im Dienst als Ärztin hat sich Marlies Wolter jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Sie war lange Jahre Oberärztin der Kinderstation im Ludwigsfelder Krankenhaus und arbeitete vorher schon im damaligen Kreiskrankenhaus Zossen.

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Marlies Wolter beim Abschied aus der Klinik.

Quelle: foto: gudrun Ott

Ludwigsfelde. In Ludwigsfelde kennen sie viele – nun wurde die Oberärztin der Kinderstation des Evangelischen Krankenhauses Ludwigsfelde, Marlies Wolter, feierlich nach 39 Arbeitsjahren aus dem Berufsleben verabschiedet.

Den Arm voller Blumen sagte sie: „Ich hatte eine wunderschöne Zeit als Ärztin und großartige Kollegen, die mir immer zur Seite gestanden haben, von denen ich lernen konnte.“ Dass sie Medizinerin werden würde, stand für sie schon als Kind fest. Einen Schulaufsatz überschrieb sie mit: „So stelle ich mir meinen Beruf als Ärztin vor“. Die Realität hat ihren Vorstellungen entsprochen, erzählt sie jetzt – und die Jahre sind regelrecht wie im Fluge vergangen.

Medizinstudium an der Humboldt-Universität

Zunächst machte sie ein Abitur mit Berufsausbildung, wurde in Großbeuthen zur Rinderzüchterin ausgebildet. Eine Zeit, an die sie noch heute gerne zurückdenkt. Medizin studierte sie dann an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Markus Schmitt, Chefarzt der Kinderabteilung, mit dem sie beinahe zehn Jahre zusammengearbeitet hat, überraschte seine Oberärztin bei ihrem Abschied am Freitag mit einer Zeitschrift aus der Reihe „Pädiatrische Praxis“ vom Juni 1977. Genau in diesem Monat hatte Marlies Wolter ihre Arbeit im damaligen Kreiskrankenhaus Zossen in der Abteilung der Kinderklinik Rangsdorf aufgenommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Arbeit in der Klinik und der Ambulanz auch die Mütterberatung, die Krippenbetreuung und eine Nierenspezialsprechstunde. Ausgeholfen hat sie zudem in der damaligen Poliklinik Blankenfelde.

Enkelin freut sich auf Oma-Tag

Als sie am Freitag von einer Kollegin gefragt wurde, wie es ihr beim Abschied aus dem Berufsleben ginge, antwortete Marlies Wolter: „Es geht mir schlecht.“ Sie verlasse das Krankenhaus mit einem weinenden und einem lachenden Auge, sagte sie. Die Arbeit werde ihr fehlen, aber sie werde jetzt endlich mehr Zeit für ihre Familie haben, sagte die scheidende Oberärztin. Ihre zweijährige Enkeltochter Sofie Marie freut sich schon auf den regelmäßigen Oma-Tag, den sie nun haben wird. „Mein ganzes Leben richtete sich nach dem Dienstplan und jetzt kann ich endlich mal ohne Termine leben“, so die leidenschaftliche Medizinerin.

Sie verriet allerdings auch lachend, dass die nächsten Wochenenden zum Entsetzen ihres Ehemannes schon voll ausgeplant sind.

Von Gudrun Ott

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