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Oberschüler besuchen Infotruck im Schaeffler-Werk

Berufsvorbereitung Oberschüler besuchen Infotruck im Schaeffler-Werk

Der neue Infotruck der Metall- und Elektroindustrie hat am Mittwochvormittag Station im Luckenwalder Unternehmen Schaeffler gemacht. Rund 40 Oberschüler lernten Lehrwerkstatt und Produktion des Betriebes kennen und testeten im Truck modernste Multimediatechnik.

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Die Auszubildenden Nico Krieg (l.) und Robin Szameit (r.) führten die Achtklässler durch die Schaeffler-Produktion.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Etwa 40 Oberschüler aus drei Schulen der Region tauschten am Mittwochvormittag ihren Unterricht im Klassenraum gegen einen Besuch in der Produktion. Der neue, zweistöckige Infotruck der Metall- und Elektroindustrie machte Station beim Luckenwalder Unternehmen Schaeffler. Lehrlinge von morgen waren eingeladen, im Truck modernste Multimediatechnik zu testen und gleich nebenan die Lehrwerkstatt und die Fertigungshallen von Schaeffler kennzulernen, in denen unter anderem Rollenstößel für die Automobilindustrie hergestellt werden.

 Die Achtklässer der Jahn-Oberschule  probierten in der Lehrwerkstatt schon mal die Schutzbrillen auf

Die Achtklässer der Jahn-Oberschule probierten in der Lehrwerkstatt schon mal die Schutzbrillen auf

Quelle: Elinor Wenke

Aus der Luckenwalder Ludwig-Jahn-Oberschule hatten sich 13 Achtklässler für den Schnuppertag entschieden. „Leider kein Mädchen“, bedauerte WAT-Lehrerin Sabine Bölter. Sie erhoffte sich von der Veranstaltung vor allem, dass bei den Schülern Interesse für Metall- und Elektroberufe geweckt wird. „Nur aus dem Lehrbuch kann man das nicht vermitteln, der Kontakt zur Praxis ist wichtig“, sagte sie.

Der zweistöckige Infotruck der Metall- und Elektroindustrie bei seinem Halt im Unternehmen Schaeffler

Der zweistöckige Infotruck der Metall- und Elektroindustrie bei seinem Halt im Unternehmen Schaeffler.

Quelle: Elinor Wenke

Für die Hälfte der Jahn-Schüler war der Betrieb nicht unbekannt. „Innerhalb der Jugendweihevorbereitung und beim Zukunftstag war ich schon hier“, berichtete Maximilian Zurek. Für die meisten steht der Berufswunsch schon fest: Kfz-Mechatroniker, Metallbauer oder Metallbearbeiter, Industriemechaniker oder Berufssoldat. Einige liebäugeln mit einer Ausbildung beim Unternehmen Schaeffler. Ramon Kuhl hat bereits die Bewerbung für ein Praktikum vorbereitet, denn sein Vater arbeitet im Betrieb und hat ihm einen Ausbildungsberuf schon schmackhaft gemacht.

 Rainer Zellmer (l) betreute die Achtklässler der Jahn-Oberschule im Infotruck

Rainer Zellmer (l.) betreute die Achtklässler der Jahn-Oberschule im Infotruck.

Quelle: Wenke

Von den Azubis im 3.  Lehrjahr erfuhren die Schüler Zahlen und Fakten zum Betrieb. Im Luckenwalder Schaeffler-Werk, dem größten gewerblichen Arbeitgeber der Stadt, sind derzeit 450 Mitarbeiter beschäftigt, davon 20 Lehrlinge. Jeder fünfte Mitarbeiter ist eine Frau. Seit 1994 haben 115 Auszubildende erfolgreich ihre Lehre abgeschlossen, davon 27 vorzeitig. „Wer hier lernt, wird unbefristet übernommen“, erklärte Azubi Robin Szameit, „und das Lehrlingsgeld von 885 Euro im ersten Jahr bis zu 1051 im letzten Lehrjahr kann sich auch sehen lassen.“ Bevor er und Nico Krieg die Jungs durch die Produktion führten, ermahnte Ausbildungsleiter Andreas Klug die jungen Gäste: „Nichts anfassen; die Teile können heiß sein und dürfen nicht durchmischt werden.“

Versuch an der Fräsmaschine

Im Infotruck stimmten Rainer Zellmer und Ralf Abromeit die Schüler auf technische Ausbildungsberufe ein, die man im Alltag eher nicht sieht. „Insgesamt 365 verschiedene Berufe können erlernt werden und ihr habt nicht viel Zeit, euch den richtigen auszusuchen“, erklärte Ralf Abromeit, „also nutzt die Chance.“ Unter Anleitung von Rainer Zellmer durften die Schüler dann selbst eine CNC-Fräsmaschine bedienen. Auf einen Alu-Würfel frästen sie den Namen ihrer Klasse: 8b.

Von Elinor Wenke

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